Zusammenfassung
Hausmittel bei Bronchitis
Was ist eine Bronchitis?:Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien, also der Atemwege in der Lunge. Meist entsteht sie im Rahmen eines grippalen Infekts durch Viren. Typisch sind Husten (oft erst trocken, später mit Schleim), ein Druckgefühl in der Brust und manchmal leichtes Fieber.
Welche Hausmittel helfen bei Bronchitis?Viel trinken, warme Tees, Inhalieren mit Wasserdampf, Honig (Kinder ab 1 Jahr), warme Brustwickel und feuchte Raumluft können den Hustenreiz lindern und den festsitzenden Schleim lösen. Hausmittel helfen vor allem symptomatisch, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung bei Warnzeichen.
Welche Hausmittel helfen Kindern? Bei Kindern sind vor allem ausreichendes Trinken, feuchte Luft und sanfte Wärmeanwendungen sinnvoll. Inhalieren ist möglich, aber nur altersgerecht und sicher. Honig darf erst ab einem Jahr gegeben werden.
Wann sollten Sie eine Bronchitis ärztlich abklären lassen?Bei Atemnot, hohem oder anhaltendem Fieber, blutigem Auswurf, starken Brustschmerzen und deutlicher Verschlechterung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Was ist Bronchitis und was steckt meist dahinter?
Bei einer Bronchitis sind die Schleimhäute der Bronchien entzündet. Dadurch wird vermehrt Schleim gebildet, die Atemwege reagieren empfindlicher und es kommt zu Husten. Typisch ist ein Verlauf in zwei Phasen: Zunächst dominiert trockener Reizhusten, später bildet sich häufig Schleim (produktiver Husten).
Wichtig für die Einordnung ist, ob es sich um eine akute Bronchitis (meist nach einem Infekt, vorübergehend) oder um eine chronische Bronchitis (Husten über Monate, oft durch Rauchen oder COPD) handelt.
Häufigste Ursache: Viren
Die akute Bronchitis wird in den meisten Fällen durch Viren ausgelöst, häufig zusammen mit Schnupfen, Heiserkeit, Halsweh oder leichten Gliederschmerzen. Sie tritt meist im Rahmen eines grippalen Infekts auf, kann aber auch durch andere Viren wie RSV oder SARS-CoV-2 verursacht werden. Der Husten kann mehrere Tage bis Wochen anhalten, auch wenn die übrigen Erkältungssymptome schon abgeklungen sind.
Antibiotika helfen bei viraler Bronchitis nicht. Sie kommen nur infrage, wenn es sich um eine bakterielle Bronchitis oder eine Superinfektion (eine Zweitinfektion) handelt. Mehr zu einer akuten Bronchitis lesen Sie hier.
Seltener: Bakterien oder eine Lungenentzündung
Bakterielle Ursachen sind deutlich seltener. In etwa 5–10 % der Fälle kann sich nach einer akuten Bronchitis eine bakterielle Sekundärinfektion entwickeln. Eine primär bakterielle Bronchitis ist selten und tritt vorwiegend mit anderen Erkrankungen auf.
Wichtig ist die Abgrenzung zur Lungenentzündung (Pneumonie): Diese zeigt sich eher durch hohes Fieber, deutliches Krankheitsgefühl, Atemnot, Schmerzen beim Atmen oder anhaltend starke Beschwerden. Bei Verdacht sollte ärztlicher Rat gesucht werden.
In seltenen Fällen kann sich aus einer Bronchitis eine Lungenentzündung entwickeln. Bei entsprechenden Warnzeichen sollte daher unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.
Diese Hausmittel helfen bei Bronchitis
Viele Menschen greifen bei einer Bronchitis auf bewährte Hausmittel zurück. Das Ziel von Hausmitteln ist vor allem, die Schleimhäute zu befeuchten, den Schleim zu verflüssigen und den Hustenreiz zu beruhigen.
Wichtig: Hausmittel ersetzen keine Abklärung. Bei Warnzeichen wie Atemnot, hohem Fieber oder Brustschmerzen sollten Sie immer einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Aber Hausmittel können die schulmedizinische Therapie begleiten und ergänzen.
Viel trinken: Schleim lösen und Husten erleichtern
Ausreichend Flüssigkeit hilft, zähen Schleim zu verflüssigen. Als grobe Orientierung gelten etwa 1,5–2 Liter pro Tag (z. B. Wasser, Tee, Brühe). Bei Fieber oder starkem Schwitzen kann der Bedarf höher sein, sofern medizinisch nichts dagegen spricht.
Tee bei Bronchitis: Thymian, Spitzwegerich & Co.
Warme Tees sind ein klassisches Hausmittel bei Husten. Sie befeuchten die Atemwege und werden häufig als wohltuend empfunden. Bestimmte Heilpflanzen wie Thymian oder Spitzwegerich enthalten Pflanzenstoffe, die den Hustenreiz und das Abhusten mildern und unterstützen können.
Folgende Heilpflanzen werden gerne bei Bronchitis verwendet:
- Thymian
- Spitzwegerich
- Lungenkraut
- Eibisch
- Salbei
- Lindenblüte
- Fenchel
- Holunder
- Ingwer
Tee-Rezept: Thymian-Lungenkraut-Teemischung
In der Apotheke können Sie sich eine Mischung aus je 30 Gramm Lungenkraut, Primelblüten, Ehrenpreis und Spitzwegerich zusammenstellen lassen.
Zubereitung:
Zwei Esslöffel der Mischung mit einem halben Liter kochendem Wasser übergießen. Etwa 15 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen.
Die Teemischung wird über den Tag verteilt in kleinen Schlucken getrunken. Nach Bedarf kann der Tee mit etwas Honig gesüßt werden.

Inhalieren: feuchte Wärme für die Bronchien
Inhalieren ist ein bewährtes Hausmittel, das bei Husten Linderung verschaffen kann. Durch das Einatmen von warmem Wasserdampf werden dieSchleimhäute befeuchtet undfestsitzender Schleim kann sich leichter lösen. Zusätze wie Salz oder bestimmte Kräuter können die Wirkung unterstützen.
So funktioniert das Inhalieren zu Hause
- Bringen Sie 2-3 Liter Wasser zum Kochen und gießen Sie es in eine große Schüssel.
- Fügen Sie 2 Esslöffel Salz und/oder geeignete Kräuter hinzu.
- Lassen Sie die Mischung 10 Minuten ziehen und einige Minuten abkühlen, bis der Dampf angenehm warm ist.
- Erst wenn die Mischung etwas abgekühlt ist, beugen Sie den Kopf über die Schüssel, bedecken Sie ihn mit einem Handtuch und atmen Sie ruhig und tief ein und aus.
Achten Sie darauf, ausreichend Abstand zum heißen Wasser zu halten, um Verbrühungen zu vermeiden. Die empfohlene Dauer liegt bei etwa 10–20 Minuten.
Tipp: Thymian oder Kamille sind ideale Kräuter zum Inhalieren.
Hinweis: Inhalationen können ein- bis dreimal täglich durchgeführt werden. Wegen der Verbrühungsgefahr ist das Inhalieren mit einer offenen Schüssel für kleine Kinder nicht geeignet.
Menthol (auch Pfefferminz- oder Minzöl) und Kampfer dürfen bei Säuglingen und Kindern unter zwei Jahren nicht angewendet werden, da die Gefahr von Atemkrämpfen besteht. Nicht jedes ätherische Öl ist zum Inhalieren geeignet. Lassen Sie sich im Zweifel ärztlich oder in der Apotheke beraten.
Brustwickel sind wohltuend bei starkem Husten
Warme Brustwickel mit Kartoffel, Topfen oder Senf sind ebenfalls ein traditionelles Hausmittel bei starkem Husten im Rahmen einer Bronchitis.
Die Wärme entspannt die Atemwege, regt die Durchblutung an und hilft, Schleim zu lösen und abzutransportieren.
So geht ein Kartoffelwickel
Kartoffelwickel entfalten ihre Wirkung vor allem durch die wohltuende, gleichmäßig anhaltende Wärme. Diese fördert die Durchblutung, entspannt die Bronchien und unterstützt das Lösen von festsitzendem Schleim.
Anleitung:
- Weich gekochte Kartoffeln (ca. 400 g) in die Mitte eines sauberen Baumwolltuchs legen und vorsichtig mithilfe einer Gabel zerdrücken.
- Das Tuch zusammenfalten und abkühlen lassen, bis der Wickel angenehm warm ist.
- Auf die Brust legen und mit einem weiteren Tuch fixieren.
- Mit einer Decke zudecken, damit die Wärme erhalten bleibt.
- Etwa 30 Minuten einwirken lassen oder bis der Wickel abgekühlt ist.
Tipp: Ein Teelöffel getrocknetes Thymiankraut über die gestampften Kartoffeln gestreut kann die Anwendung ergänzen.
So geht ein Topfenwickel
Ein warmer Topfenwickel wirkt bei Husten beruhigend, entzündungshemmend und schleimlösend. Die feuchte Wärme kann die Durchblutung fördern und zur Entspannung der Atemwege beitragen.
Anleitung:
- Den Topfen (250 Gramm) aus dem Kühlschrank nehmen und auf Körpertemperatur bringen. Man kann den Topfen vorsichtig in einem Wasserbad erwärmen. Die Fettstufe des Topfens spielt hier keine Rolle.
- Den Topfen etwa fingerdick in der Mitte eines sauberen Baumwolltuchs verteilen und das Tuch einschlagen.
- Den Wickel mit einem Handtuch fixieren und etwa 30 Minuten einwirken lassen.
Achtung: Nicht bei Milcheiweiß-Kontaktallergie anwenden!
So bereiten Sie einen Senfwickel zu
Anleitung:
- 1-2 EL Senfmehl in der Mitte eines Baumwolltuches verteilen und das Tuch einschlagen.
- Das Tuch in etwa 50 °C warmes Wasser tauchen und gut auswringen.
- Das feuchtwarme Baumwolltuch auf die Brust legen
- Mit einem trockenen Handtuch und einer Decke oder einem Schal abdecken, damit die Wärme gehalten wird.
- Bei Kindern maximal 5 Minuten, bei Erwachsenen maximal 10 Minuten einwirken lassen. Die Haut sollte leicht gerötet sein. Während der Anwendung regelmäßig kontrollieren – bei starkem Brennen oder Unwohlsein sofort entfernen.
- Nach dem Entfernen die Haut mit lauwarmem Wasser abspülen und vorsichtig trocken tupfen. Anschließend kann ein mildes Pflegeöl (z. B. Thymianöl, Johanniskrautöl oder Lavendelöl) aufgetragen werden.
Achtung: Bei Kindern sollte der Senfwickel schwächer dosiert werden. Bei starkem Brennen oder Schmerzen ist die Anwendung sofort zu beenden.
Zwiebelsirup: Omas Hausmittel gegen Bronchitis
Zwiebelsirup ist ein altbewährtes Hausmittel, das bei Bronchitis auf natürliche Weise hilft. Die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle und Schwefelverbindungen wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Zudem lindert der Sirup den Hustenreiz und hilft, festsitzenden Schleim zu lösen, was das Abhusten erleichtert.
So stellen Sie den Zwiebelsirup/Zwiebelsaft her:
Zutaten:
- 1 Zwiebel
- 2-4 Esslöffel Honig oder Zucker
- optional: 1 Teelöffel getrockneter Thymian
Zubereitung:
- Zwiebel vorbereiten: Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in ein sauberes Schraubglas (z. B. Marmeladenglas) geben.
- Süßstoff hinzufügen: Die Zwiebelwürfel mit 2-4 Esslöffeln Honig oder Zucker bedecken.
- Mischen und ziehen lassen: Das Glas verschließen und die Mischung mehrere Stunden, am besten über Nacht, ziehen lassen, bis sich ein Sirup bildet. Gelegentlich das Glas schütteln, damit sich der Zucker auflöst.
- Abseihen: Den entstandenen Sirup durch ein feines Sieb abseihen und in ein sauberes Gefäß füllen.
Anwendung: Über den Tag verteilt immer wieder einen Teelöffel einnehmen. Der milde Geschmack macht den Sirup auch für Kinder ab einem Jahr geeignet. Der Zwiebelsirup hält sich gut verschlossen mehrere Wochen im Kühlschrank.
Wichtig: Babys unter einem Jahr dürfen keinen Honig zu sich nehmen, da dieser das Risiko von Botulismus, einer Vergiftung durch Bakterien, birgt. Hier kann der Sirup stattdessen mit Zucker zubereitet werden.
Tipp: Ein Teelöffel getrockneter oder frischer Thymian kann den Zwiebelsirup zusätzlich verstärken.

Hühnersuppe: Ein bewährter Klassiker
Hühnersuppe ist eines der ältesten Hausmittel gegen Erkältungen und das aus gutem Grund. Großmütter schwören seit Generationen auf ihre Wirkung. Sie liefert Wärme, Flüssigkeit und leicht verdauliche Nährstoffe. Studien, unter anderem jene der Universität Nebraska, deuten darauf hin, dass Hühnersuppe entzündliche Prozesse im Körper mild beeinflussen kann.
Beim langsamen Garen werden aus dem Huhn unter anderem Eiweißbausteine wie Cystein freigesetzt. Cystein ähnelt in seiner Struktur dem Wirkstoff Acetylcystein (ACC), der als schleimlösendes Medikament bekannt ist.
Dadurch könnte Hühnersuppe das Verflüssigen von Schleim unterstützen. Der Hauptnutzen liegt jedoch in der Kombination aus Wärme, Flüssigkeit und guter Verträglichkeit.
Warme Brühen können die Schleimhäute beruhigen, das Abhusten erleichtern und den Kreislauf stabilisieren. Gleichzeitig liefert die Suppe Elektrolyte, Eiweiß und Mineralstoffe.
Tipp: Eine gute Hühnersuppe braucht Zeit. Lassen Sie die Suppe langsam köcheln, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Fleisch und Gemüse in der Brühe lösen. Um Ihr Immunsystem zusätzlich zu stärken können Sie:
- ein Stück Ingwer mitkochen, da dieser entzündungshemmend wirkt.
- gehackten Knoblauch kurz vor dem Ende hinzufügen, um die antibakteriellen Eigenschaften zu nutzen.
Grundrezept für eine kräftige Hühnersuppe
Zutaten:
- 1 Huhn oder 1 kg Hühnerkeulen (idealerweise in Bio-Qualität)
- 1 Bund Suppengemüse (Karotte, Sellerie, Lauch, Petersilienwurzel)
- 1 Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 1 Loorbeerblatt
- 3 Pimentkörner
- 3 Gewürznelken
- 5 Wacholderbeeren
- 1 TL Liebstöckel getrocknet
- 1 TL Thymian getrocknet
- 1 TL Pfefferkörner
- 1 EL Salz
- 1 daumengroßes Stück Ingwer
Zubereitung:
- Das Huhn außen und innen waschen und in einen großen Topf geben.
- Das Gemüse schälen und in grobe Stücke schneiden.
- Die Zwiebel vierteln und gemeinsam mit dem Gemüse kurz in etwas Öl anrösten.
- Das Huhn in den Topf geben und mit etwa 3-4 Litern Wasser aufgießen.
- Gewürze, Kräuter und Ingwer hinzufügen und alles langsam aufkochen lassen.
- Die Brühe nun 2–3 Stunden sanft köcheln lassen (nicht stark sprudelnd).
- Den aufsteigenden Schaum regelmäßig abschöpfen.
- Nach der Garzeit das Huhn herausnehmen, die Suppe abseihen und mit Salz abschmecken.
- Das Fleisch vom Knochen lösen und wieder in die Suppe geben.
- Das Gemüse kann nach Wunsch mitserviert oder entfernt werden.
Tipp: Je langsamer die Suppe köchelt, desto klarer und aromatischer wird die Brühe. Wer möchte, kann frische Petersilie oder Schnittlauch erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.

Rettichsaft: traditionelles Hausmittel bei Husten
Schwarzer Rettich enthält Senföle, denen schleimlösende und leicht reizlindernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Die Wurzel liefert außerdem Kalium, Kalzium sowie Vitamin C.
In Kombination mit Honig und Zucker entsteht ein Sirup, der bei produktivem Husten unterstützend wirken kann. Die wissenschaftliche Datenlage zur Wirksamkeit ist begrenzt, die Anwendung ist jedoch seit Langem traditionell verbreitet.
Wie stellt man Hustensaft aus Schwarzem Rettich her?
Zutaten:
- 1 großer Schwarzer Rettich (kugelig)
- Süßungsmittel: Honig, Kandiszucker oder brauner Rohrzucker
Zubereitung:
- Den Rettich vorbereiten: Den Rettich gründlich waschen und den oberen „Deckel“ abschneiden. Mit einem Löffel etwa ein Drittel des Inneren aushöhlen. Anschließend auf der Unterseite ein kleines Loch durchstechen (z. B. mit einem Holzspieß), damit der Sirup später abtropfen kann.
- Süßungsmittel hinzufügen: Das Innere des Rettichs mit Zucker oder Honig füllen, den Deckel wieder aufsetzen.
- Ziehen lassen: Den gefüllten Rettich auf ein Glas stellen. Innerhalb weniger Stunden bildet sich ein Sirup, der durch das Loch in das Glas tropft. Je länger der Saft zieht, desto mehr Hustensaft bildet sich.
Der Sirup kann über den Tag verteilt teelöffelweise eingenommen werden.
Wichtig: Honig darf nicht bei Kindern unter einem Jahr angewendet werden. Bei empfindlichem Magen kann Rettich gelegentlich Beschwerden verursachen.
Hausmittel für Babys und Kinder bei Bronchitis
Bei Kindern entsteht eine akute Bronchitis meist im Rahmen eines viralen Infekts. Ziel der Behandlung ist vor allem, den Husten zu lindern, die Atmung zu erleichtern und den kleinen Körper zu entlasten. Sanfte Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund.
Hier sind bewährte Hausmittel, die sich bei Kindern häufig als hilfreich erweisen:
- Viel trinken: Lauwarmer Tee, Wasser oder klare Brühe halten die Schleimhäute feucht und helfen, zähen Schleim zu verflüssigen. Bei Säuglingen ist häufiges Stillen oder Fläschchen geben besonders wichtig.
- Raumluft befeuchten: Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 40–60 % kann den Hustenreiz verringern. Regelmäßiges Lüften sorgt zusätzlich für frische, nicht zu trockene Luft.
- Sanfte Wärme: Ein warmer (nicht heißer) Brustwickel mit Kartoffeln oder Topfen kann als angenehm empfunden werden und zur Entspannung beitragen. Wichtig ist, die Haut regelmäßig zu kontrollieren.
- Honig (ab 1 Jahr): Ein halber bis ein Teelöffel Honig pur oder in lauwarmem Tee kann Reizhusten beruhigen. Honig darf nicht bei Kindern unter einem Jahr angewendet werden (Risiko für Säuglingsbotulismus).
- Zwiebelsirup: Wie bereits beschrieben, kann Zwiebelsirup den Hustenreiz mildern und das Abhusten unterstützen. Für Kinder unter einem Jahr sollte er ohne Honig, nur mit Zucker, zubereitet werden.
- Hustensaft aus Rettichwurzel: Schwarzer Rettich enthält Senföle, die schleimlösende und leicht reizlindernde Eigenschaften haben. In Kombination mit Honig und Zucker entsteht ein Sirup, der bei produktivem Husten unterstützend wirken kann. Auch hier gilt: Honig erst ab dem ersten Lebensjahr.
Wichtig
- Keine ätherischen Öle mit Menthol, Kampfer oder Pfefferminz bei Kindern unter zwei Jahren anwenden – sie können Atemwegsreizungen oder Atemkrämpfe auslösen.
- Offene Dampfinhalationen mit heißem Wasser sind wegen der Verbrühungsgefahr für kleine Kinder nicht geeignet.
- Bei Fieber, schneller oder angestrengter Atmung, Trinkverweigerung, auffälliger Müdigkeit oder wenn sich der Zustand verschlechtert, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wann Sie bei Bronchitis zum Arzt oder zur Ärztin sollten
Eine akute Bronchitis verläuft meist harmlos und heilt von selbst aus. Dennoch gibt es Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung wichtig ist.
Erwachsene sollten eine Bronchitis ärztlich abklären lassen, wenn …
- sich die Beschwerden nach einigen Tagen nicht bessern
- Atemnot, starke Brustschmerzen, pfeifende Atmung oder Engegefühl auftreten
- hohes Fieber besteht oder länger anhält
- es zu blutigem Auswurf kommt
- relevante Vorerkrankungen bestehen (z. B. COPD, Asthma, Herzkrankheiten)
Bei Babys, Kleinkindern, Schwangeren und älteren Menschen ist besondere Vorsicht geboten. In diesen Fällen sollte bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.
FAQ
Die akuten Beschwerden bessern sich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Der Husten kann jedoch länger anhalten und manchmal bis zu drei Wochen dauern. Besteht der Husten länger als drei Wochen oder verschlechtert er sich, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Nicht unbedingt. Auch bei viralen Infekten kann sich der Schleim gelblich oder grünlich verfärben. Entscheidend sind vielmehr der Allgemeinzustand, das Vorliegen von Fieber, Atemnot und der gesamte Krankheitsverlauf.
Bei einer akuten Bronchitis, die durch Viren verursacht wird, sind Antibiotika nicht wirksam. Sie kommen nur dann infrage, wenn eine bakterielle Infektion, eine sogenannte Superinfektion (Zweitinfektion) oder andere Komplikationen vorliegen. Ob eine antibiotische Therapie notwendig ist, entscheidet die ärztliche Untersuchung.
Eine akute Bronchitis ist in der Regel nicht gefährlich und heilt meist folgenlos aus. Treten jedoch hohes Fieber, blutiger Auswurf, Atemnot oder eine deutliche Verschlechterung der Beschwerden auf, sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ja, wenn sie durch Viren verursacht wird – was in den meisten Fällen zutrifft – ist sie ansteckend. Die Erreger werden vor allem über Tröpfchen beim Husten oder Niesen übertragen. Eine gute Handhygiene, Abstand und regelmäßiges Lüften helfen, das Ansteckungsrisiko zu verringern.
In den meisten Fällen heilt eine akute Bronchitis komplikationslos ab. In seltenen Fällen kann sich jedoch eine Lungenentzündung entwickeln. Das Risiko ist bei Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem erhöht. Warnzeichen sind hohes Fieber, starke Atemnot, Brustschmerzen oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands.
https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/bronchitis-akut/ursachen-risikofaktoren/, Zugriff: Februar 2026
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https://www.mein-schoener-garten.de/lifestyle/gesund-leben/hustensaft-schwarzer-rettich-77215, Zugriff: Februar 2026
https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Erkaeltung2.pdf, Zugriff: Februar 2026
https://starkelunge.de/fuer-patienten/senfwickel/, Zugriff: Februar 2026
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