Zusammenfassung
Bronchitis
Bronchitis: Schleimhautentzündung der Bronchien bzw. der Luftröhre
Formen: akute und chronische Bronchitis
Ursache: akut: meist eine Virusinfektion, selten bakteriell; chronisch: Rauchen
Symptome: anhaltender Husten, Heiserkeit, Schnupfen, Halsschmerzen, Niesen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Leistungsschwäche, Schluckbeschwerden, allgemeines Unwohlsein, Fieber
Diagnose: Anamnese, Lungen- und Blutuntersuchung, Lungenröntgen bei Verdacht auf Lungenentzündung
Therapie: akute Bronchitis: Behandlung der Symptome durch schleimlösende Medikamente, Hustenstiller, Nasentropfen, Schmerzmittel, geeignete Hausmittel
chronische Bronchitis: Rauchstopp, Inhalationen, Atemübungen und Medikamente (z. B. Beta-2-Sympathomimetika, Parasympatholytika)
Prävention: Hygienemaßnahmen, Rauchstopp, gesunde Ernährung, frische Luft, Grippeimpfung
Warum die Bronchien bei einer Bronchitis so wichtig sind
Die Bronchien sind Teil der unteren Atemwege. Sie leiten die eingeatmete Luft von der Luftröhre tief in die Lunge weiter. Dort verzweigen sie sich immer feiner, bis sie schließlich in die kleinsten Atemwege und die Lungenbläschen übergehen.
Ihre Aufgabe ist aber nicht nur der Lufttransport. Die Bronchien reinigen, befeuchten und erwärmen die Atemluft. Dafür ist ihre Schleimhaut mit feinen Flimmerhärchen und schleimbildenden Zellen ausgestattet. Diese helfen dabei, Staub, Krankheitserreger und andere Fremdstoffe aus den Atemwegen zu entfernen.
Bei einer Bronchitis ist genau diese Schleimhaut entzündet. Sie schwillt an, bildet mehr Schleim und reagiert empfindlicher auf Reize. Dadurch entsteht der typische Husten. Er ist eine Schutzreaktion des Körpers und soll helfen, den Schleim und die Krankheitserreger aus den Bronchien zu befördern.
Die Lungenbläschen, also die Alveolen, sind vor allem für den Gasaustausch zuständig: Dort nimmt das Blut Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid ab. Bei einer unkomplizierten Bronchitis sind meist vor allem die Bronchien betroffen, nicht die Lungenbläschen selbst. Deshalb stehen Beschwerden wie Husten, Schleim und ein Druckgefühl in der Brust im Vordergrund.

Warum entsteht bei Bronchitis Schleim?
Die Bronchien wärmen, befeuchten und reinigen die eingeatmete Luft. Da diese Schmutzpartikel und Krankheitserreger enthält, sind die Bronchialschleimhäute mit Blutgefäßen, Drüsen und feinen Flimmerhärchen ausgestattet und diese filtern unerwünschte Partikel zuverlässig heraus.
In diesem Schleimfilm bleiben die Schmutzpartikel aus der Luft hängen. Durch die natürliche Bewegung der Flimmerhärchen gelangen sie in den Rachen und werden anschließend verschluckt bzw. wieder ausgehustet.
Bei einer Bronchitis ist diese Reinigungsfunktion gestört. Die Schleimhaut ist entzündet, bildet mehr Schleim und reagiert empfindlicher. Dadurch entsteht der typische Hustenreiz. Der Husten ist also eine Schutzreaktion des Körpers: Er hilft dabei, die Atemwege wieder zu reinigen.
Was ist eine Bronchitis?
Die Lunge kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein. Eine der häufigsten ist die Bronchitis. Jeder kann von einer Bronchitis betroffen sein, Kinder erkranken jedoch häufiger als Erwachsene.
Man unterscheidet zwei Formen: die akute und die chronische Bronchitis.
Akute Bronchitis
Die akute Bronchitis ist eine plötzlich auftretende Entzündung der Schleimhaut der Bronchien. Sie entwickelt sich schnell und klingt in der Regel nach einiger Zeit wieder ab.
Je nachdem, welcher Abschnitt der Atemwege betroffen ist, gibt es unterschiedliche medizinische Bezeichnungen:
- Tracheitis: Luftröhrenentzündung
- Tracheobronchitis: Entzündung von Luftröhre und Bronchien
- Bronchitis: Entzündung der Bronchien
- Bronchiolitis: Entzündung der kleinen Bronchien (Bronchiolen)
Chronische Bronchitis
Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wenn Husten und Auswurf über einen langen Zeitraum auftreten. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation ist eine Bronchitis chronisch, wenn die Beschwerden über mindestens drei Monate in zwei aufeinanderfolgenden Jahren bestehen. Im Alltag wird der Begriff oft auch verwendet, wenn ein Husten länger als ein Jahr anhält.
Welche Ursachen hat eine akute Bronchitis?
In über 90 Prozent der Fälle sind Viren die Ursache einer akuten Bronchitis. Besonders häufig entsteht sie im Rahmen einer Erkältung oder eines grippalen Infekts.
Häufige Auslöser sind:
- Respiratory-Syncytial-Virus (RSV)
- Adenoviren
- ECHO-Viren
- Coxsackie-Viren
- Rhinoviren
- Coronaviren
- Influenzaviren (Grippeviren)
- Parainfluenzaviren
Eine akute Bronchitis ist nur selten auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen. Allerdings kann es vorkommen, dass sich zusätzlich zu einer Virusinfektion eine bakterielle Infektion entwickelt. Das nennt man sekundäre Infektion.
Mögliche bakterielle Erreger sind:
- Mykoplasmen
- Chlamydien
- Streptokokken
- Staphylokokken
- Pneumokokken
Bei Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem können in seltenen Fällen auch Pilze eine Bronchitis verursachen.
Wie steckt man sich mit Bronchitis an?
Die Erreger werden meist durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Das passiert zum Beispiel beim Niesen, Husten oder Sprechen. Dabei gelangen winzige Tröpfchen mit Krankheitserregern in die Luft und andere Menschen atmen sie ein.
Die Erreger setzen sich dann in Nase und Rachen fest und vermehren sich dort. Da die Ansteckungsgefahr hoch ist, sollten Erkrankte zu Hause bleiben, sich ausruhen und den engen Kontakt zu anderen Menschen möglichst vermeiden.
Begünstigt wird eine Bronchitis unter anderem durch:
- kalte Jahreszeit
- trockene Heizungsluft
- geschwächtes Immunsystem
- Rauchen
- verschmutzte Luft
Im Winter sind die Schleimhäute oft stärker belastet. Der ständige Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmer, trockener Raumluft macht anfälliger für Krankheitserreger und schwächt das Immunsystem.
Welche Symptome hat eine akute Bronchitis?
Das wichtigste Krankheitszeichen einer akuten Bronchitis ist anhaltender, oft starker Husten. Zu Beginn ist der Husten meist trocken. Nach einiger Zeit bildet sich Schleim. Dann spricht man von einem „produktiven Husten“.
Hier lässt sich zwischen einer viralen und bakteriellen Infektion unterscheiden:
- Bei einer Virusinfektion ist der Schleim meist klar und zäh.
- Bei einer bakteriellen Infektion kann er auch gelblich oder grünlich sein.
Achtung: Die Farbe des Schleims allein zeigt jedoch nicht sicher, ob Viren oder Bakterien die Ursache sind.
Der Husten dauert in der Regel etwa zwei Wochen und wird dann langsam besser. Der Schleim in der Lunge lässt sich mit der Zeit immer leichter abhusten.
Weitere mögliche Beschwerden sind:
- Brustschmerzen durch häufiges Husten
- Heiserkeit
- Schnupfen
- Halsschmerzen
- Niesen
- Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche
- Schluckbeschwerden
- gelegentlich Fieber
Wann sollte man mit Bronchitis zum Arzt oder zur Ärztin?
Eine akute Bronchitis heilt häufig von selbst aus. Ärztlicher Rat ist jedoch wichtig, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind oder sich nicht bessern.
Zum Arzt oder zur Ärztin sollten Sie gehen, wenn:
- der Husten länger als zwei bis drei Wochen anhält oder stärker wird
- hohes oder anhaltendes Fieber auftritt
- im Auswurf Blut ist
- Atemnot oder starke Atemgeräusche dazukommen
- starke Schmerzen oder ein Druckgefühl im Brustbereich bestehen
- der Allgemeinzustand deutlich schlecht ist
- Vorerkrankungen wie Asthma, COPD oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen
- Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem betroffen sind
Solche Beschwerden können darauf hinweisen, dass eine zusätzliche bakterielle Infektion, eine Lungenentzündung oder eine andere Erkrankung vorliegt. Ärztinnen und Ärzte können die Ursache abklären und entscheiden, ob eine gezielte Behandlung notwendig ist.

Wie wird eine Bronchitis diagnostiziert?
In einem Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin werden die Beschwerden genau beschrieben. Wichtig ist zum Beispiel, seit wann der Husten besteht, ob Schleim abgehustet wird, ob Fieber auftritt und ob Atemnot oder Brustschmerzen bestehen.
Danach folgt eine körperliche Untersuchung:
- Die Lunge wird abgehört und abgeklopft, um auffällige Atemgeräusche festzustellen und um zu überprüfen, ob die Atemwege verengt sind und die Lunge „überbläht“ ist. Dabei ist Luft in den Lungenbläschen gefangen.
- Nase, Mund und Rachenraum werden auf Veränderungen untersucht.
- Durch Abtasten des Halses können vergrößerte Lymphknoten festgestellt werden.
Wenn eine bakterielle Infektion vermutet wird, kann eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Auch der Schleim (Auswurf) kann untersucht werden, um den Erreger zu bestimmen.
Bei Verdacht auf eine Lungenentzündung oder bei einem schweren oder ungewöhnlichen Krankheitsverlauf kann ein Röntgenbild der Lunge gemacht werden. Dadurch lässt sich das Lungengewebe genauer beurteilen.
Wie wird eine akute Bronchitis behandelt?
Eine akute Bronchitis wird meist durch Viren verursacht und verläuft in der Regel ohne Komplikationen und klingt von selbst wieder ab.
Folgendes kann bei der Linderung der Beschwerden hilfreich sein:
- Nasensprays oder Nasentropfen, die die Schleimhäute abschwellen lassen und das Atmen erleichtern
- Hustensäfte oder Hustenpastillen
- schleimlösende Medikamente
Schleimlösende Mittel sorgen dafür, dass der zähe Schleim dünnflüssiger wird und sich leichter abhusten lässt. Auch Inhalationen mit Kochsalzlösung können dabei helfen.
Bei Fieber und/oder stärkeren Schmerzen helfen beispielsweise Ibuprofen und Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure (nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden).
Hustenstillende Mittel können sinnvoll sein, wenn:
- der Husten sehr stark ist
- der Husten trocken ist (ohne Auswurf)
- der Husten den Schlaf stört
Lassen Sie sich am besten ärztlich oder in der Apotheke beraten.
Weitere unterstützende Maßnahmen sind:
- viel trinken: Wasser oder ungesüßte Tees helfen dabei, den Schleim zu lösen
- ausreichend Ruhe und Schonung
- Vermeidung von Reizen wie Rauch oder kalter Luft
- geeignete Hausmittel
Diese Maßnahmen helfen dem Körper, sich schneller zu erholen. Mehr zur Behandlung einer Bronchitis mit Hausmitteln lesen Sie hier.

Wann sollte man Antibiotika einsetzen?
Bei einer durch Viren verursachten Bronchitis helfen Antibiotika nicht. Sie werden nur eingesetzt, wenn zusätzlich eine bakterielle Infektion vorliegt (sekundäre Infektion).
In diesem Fall wird der Schleim untersucht, um das passende Antibiotikum auszuwählen. Allerdings wirken Antibiotika nicht in jedem Fall gleich gut.
Welche Ursachen hat eine chronische Bronchitis?
Die chronische Bronchitis wird häufig auch als „Raucherkrankheit“ bezeichnet. Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für eine chronische Bronchitis. Ein großer Teil der Betroffenen raucht oder hat über längere Zeit geraucht.
Durch das Rauchen wird die Schleimhaut der Atemwege dauerhaft geschädigt. Es kommt zu:
- anhaltenden Entzündungen
- vermehrter Schleimproduktion
- eingeschränktem Abtransport von Schleim, da weniger Flimmerhärchen in der Lunge vorhanden sind
Eine einfache chronische Bronchitis kann grundsätzlich gut therapiert werden. Unbehandelt kann sich eine chronische Bronchitis allerdings zu einer sogenannten chronischen obstruktiven Bronchitis (COPD) weiterentwickeln. Diese ist nicht heilbar, aber behandelbar. Eine frühe Behandlung kann helfen, Beschwerden zu lindern und ein weiteres Nachlassen der Lungenfunktion zu bremsen.
Neben dem Rauchen können auch häufige Infektionen und das Einatmen schädlicher Gase und Dämpfe Grund für eine chronische Bronchitis sein.
Wie wird eine chronische Bronchitis behandelt?
Die wichtigste Maßnahme ist die Beseitigung der Ursache. Für Raucherinnen und Raucher bedeutet das einen Rauchstopp. Ein Rauchstopp kann dazu beitragen, dass sich die Schleimhaut der Bronchien erholt und die Beschwerden zurückgehen.
Zusätzlich können unterstützende Maßnahmen helfen:
- Inhalationen
- Klopfmassagen
- Atemübungen
- Medikamente zur Erweiterung der Atemwege oder zur Entzündungshemmung
Bronchitis bei Kindern
Bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren kann eine akute Bronchitis die Atemwege stark verengen, da ihre Atemwege noch sehr schmal sind. Wenn sich viel Schleim bildet oder sich die Bronchien verkrampfen, bekommen Kinder schnell Atemprobleme.
In solchen Fällen spricht man von einer obstruktiven Bronchitis. Treten solche Beschwerden häufiger auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, da es sich auch um Asthma handeln könnte.
Wie wird Bronchitis bei Kindern behandelt?
Eine unkomplizierte Bronchitis wird bei Kindern meist schonend behandelt.
Wichtige Maßnahmen sind:
- feuchte Atemluft (z. B. durch Inhalation)
- Fieber senken
- Ruhe und körperliche Schonung
- ausreichend Flüssigkeit
Bei Bedarf können Ärztinnen und Ärzte auch Medikamente verordnen, die die Atemwege erweitern (z. B. Beta-2-Sympathomimetika). Diese werden oft inhaliert.
Säuglinge und Kleinkinder, die häufiger betroffen sind, sollten möglichst keinem Zigarettenrauch oder anderen Schadstoffen ausgesetzt werden. Diese reizen die Atemwege zusätzlich und erhöhen das Risiko für weitere Infektionen.

Bronchitis vorbeugen – was man selber tun kann
Eine Ansteckung lässt sich nicht immer vermeiden. Viele Menschen wissen vor Beginn der Symptome nicht, dass sie einen Erreger in sich tragen und sind bereits ansteckend.
Dennoch gibt es einiges, was jeder selbst tun kann, um das Immunsystem und die Lunge zu stärken:
- Rauchverzicht: Mit dem Rauchen aufzuhören wirkt sich nicht nur auf die Lunge vorteilhaft aus, sondern auf die ganze Gesundheit. Raucherinnen und Raucher haben ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen wie akute Bronchitis, chronische Bronchitis, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenentzündung und Lungenkrebs.
- Hygienemaßnahmen: Viele Krankheitserreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen.
Deshalb gilt:- Abstand zu niesenden und hustenden Personen halten
- selbst in die Armbeuge niesen oder husten
- Kontakt mit erkrankten Personen möglichst vermeiden
- regelmäßig Hände waschen
- Gesunde Ernährung: Obst und Gemüse stärken das Immunsystem und versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen.
- Sport: Regelmäßige Bewegung stärkt die Abwehrkräfte und wirkt sich allgemein positiv auf die Gesundheit aus. Wichtig ist ein Maß, das zur eigenen Belastbarkeit passt
- Frische Luft: Vor allem Menschen, die regelmäßig schadstoffreicher Luft ausgesetzt sind, sollten sich häufig an der frischen Luft aufhalten, beispielsweise im Wald, am Meer oder in den Bergen.
- Grippeimpfung: Bestimmten Personengruppen wird eine Impfung gegen Grippe empfohlen, zum Beispiel:
- Menschen über 50 Jahren
- Menschen mit chronischen Erkrankungen
- Personen mit geschwächtem Immunsystem
- Die Impfung kann dabei helfen, schwere Atemwegserkrankungen zu vermeiden.
FAQ
Eine akute Bronchitis ist in den meisten Fällen viral bedingt. Bakterielle Ursachen sind deutlich seltener und treten meist als sogenannte sekundäre Infektion auf, also zusätzlich zu einer bestehenden Virusinfektion.
Eine virale Bronchitis beginnt oft mit Erkältungssymptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen und trockenem Husten. Der Schleim ist meist klar oder weißlich.
Bei einer bakteriellen Beteiligung kann sich der allgemeine Gesundheitszustand deutlich verschlechtern, und der Auswurf wird eher gelblich oder grünlich.Die Farbe des Schleims allein ist kein sicherer Beweis für Bakterien. Ärztinnen und Ärzte nutzen bei Bedarf Blutuntersuchungen oder analysieren den Auswurf, um die Ursache genauer festzustellen.
Eine genaue Beurteilung der Symptome und der Ursache der Bronchitis ist wichtig für die korrekte Behandlung. Eine Studie aus dem Jahr 2024 konnte nach einer Auswertung von Fallberichten aus der ganzen Welt zeigen, dass Antibiotika viel zu häufig bei Atemwegsinfektionen verschrieben werden – selbst ohne sichtliche Hinweise auf eine bakterielle Infektion. Das fördert jedoch das Auftreten von Antibiotikaresistenzen und führt nicht zur gewünschten Besserung.
Nein, eine Bronchitis und eine Lungenentzündung sind nicht dasselbe, auch wenn beide Erkrankungen die Atemwege betreffen. Bei einer Bronchitis sind vor allem die Bronchien, also die größeren Atemwege, entzündet. Die Erkrankung verläuft meist mild und heilt oft von selbst aus. Eine Lungenentzündung (Pneumonie) betrifft hingegen das Lungengewebe selbst, insbesondere die Lungenbläschen (Alveolen). Sie ist in der Regel schwerwiegender und wird häufiger durch Bakterien verursacht.
Typische Symptome einer Lungenentzündung sind:
- hohes Fieber
- Schüttelfrost
- starke Atembeschwerden
- ein deutlich schlechter Allgemeinzustand
Während eine Bronchitis meist ambulant behandelt wird, kann eine Lungenentzündung eine intensivere Therapie erfordern, manchmal ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Bei Verdacht auf eine Lungenentzündung sollte auf jeden Fall ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bei einer akuten Bronchitis sollten Patientinnen und Patienten zu Hause bleiben, solange sie sich krank fühlen und ansteckend sein könnten. In der Regel dauert die Erkrankung etwa ein bis zwei Wochen. Besonders in den ersten Tagen ist die Ansteckungsgefahr hoch, da viele Viren über Tröpfcheninfektion übertragen werden. Deshalb ist es sinnvoll, in dieser Zeit Kontakte zu vermeiden und sich auszuruhen.
Auch wenn sich die Symptome bessern, kann der Husten noch länger anhalten.
Eine Rückkehr zur Arbeit oder Schule ist möglich, wenn:
- kein Fieber mehr besteht
- der Allgemeinzustand gut ist
- man sich belastbar fühlt
Zu frühe Belastung kann den Heilungsprozess verzögern. Daher ist es wichtig, dem Körper ausreichend Zeit zur Erholung zu geben.
Antibiotika sind bei einer akuten Bronchitis meist nicht notwendig, weil sie in den meisten Fällen durch Viren ausgelöst wird. Gegen Viren wirken Antibiotika nicht.
Sie kommen nur infrage, wenn Hinweise auf eine bakterielle Infektion bestehen oder sich zusätzlich eine bakterielle Infektion entwickelt. Ob ein Antibiotikum sinnvoll ist, entscheidet der Arzt oder die Ärztin.
Eine akute Bronchitis kann ansteckend sein, wenn sie durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird. Die Erreger werden meist über Tröpfchen übertragen, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen.
Besonders in den ersten Tagen ist die Ansteckungsgefahr oft erhöht. Erkrankte sollten deshalb Kontakte möglichst reduzieren, in die Armbeuge husten oder niesen und regelmäßig die Hände waschen.
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