Zusammenfassung
Grippe, Erkältung, Covid-19
Gemeinsamkeiten: Atemwegsinfektionen mit den typischen Überschneidungen Husten, Müdigkeit und allgemeine Erschöpfung, Halsschmerzen, Schnupfen, Kopfschmerzen
Unterschiede:
- Erkältung: entwickelt sich schleichend über Tage; man fühlt sich unwohl, ist aber selten völlig erschöpft; Fieber eher selten.
- Grippe: Beginn schlagartig, innerhalb weniger Stunden hohes Fieber, schwere Gliederschmerzen und trockener Husten, Plus: Gefühl schwerer Erschöpfung und Zerschlagenheit.
- COVID-19: Symptome variieren stark je nach Variante. Früher Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn ein klares Indiz, heute Corona oft wie eine starke Erkältung oder Grippe, wobei Atemnot (bei schweren Verläufen) ein spezifisches Warnsignal bleibt.
Gemeinsame Symptome von Grippe, Erkältung und COVID-19
Alle drei Erkrankungen sind Atemwegsinfektionen. Daher werden sie häufig verwechselt. Zu den typischen Überschneidungen gehören:
- Husten (meist trocken bei COVID-19 und Grippe, eher verschleimt bei Erkältung)
- Müdigkeit und allgemeine Erschöpfung
- Halsschmerzen und Schnupfen
- Kopfschmerzen
Was sind die entscheidenden Unterschiede?
Obwohl sie sich ähneln, gibt es bestimmte Merkmale für jede Erkrankung:
- Erkältung: Ein grippaler Infekt entwickelt sich schleichend über mehrere Tage. Man fühlt sich unwohl, ist aber selten völlig erschöpft. Fieber ist bei Erkältungen bei Erwachsenen eher selten.
- Grippe: Die Influenza beginnt meist plötzlich. Innerhalb weniger Stunden treten hohes Fieber, starke Gliederschmerzen und trockener Husten auf. Hinzu kommen eine ausgeprägte Erschöpfung und ein starkes Krankheitsgefühl.
- COVID-19: Die Symptome variieren je nach Virusvariante deutlich. Früher galt der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn als typisches Anzeichen, heute ähnelt COVID-19 häufig einer stärkeren Erkältung oder Grippe. Atemnot kann bei schweren Verläufen ein wichtiges Warnsignal sein.
Symptome im Vergleich
| Symptom | Erkältung | Influenza | COVID-19 |
|---|---|---|---|
Beginn | Schleichend | Plötzlich | Unterschiedlich |
| Fieber | Selten (leicht) | Häufig (bis 41°C) | Häufig |
| Husten | Mild (mit Auswurf) | Häufig (trocken) | Häufig (meist trocken) |
| Gliederschmerzen | Leicht | Sehr stark | Häufig |
| Müdigkeit | Mild | Stark | Häufig |
| Schnupfen | Sehr häufig | Gelegentlich | Häufig |
| Atemnot | Nein | Gelegentlich | Bei schweren Verläufen |
Achtung: Da sich die Varianten von COVID-19 ständig weiterentwickeln, ist eine sichere Unterscheidung allein anhand der Symptome kaum noch möglich. Im Zweifelsfall schafft nur ein Schnelltest oder ein PCR-Test Gewissheit.
Wie erkennt man eine Erkältung? Symptome und Verlauf
Symptome und Verlauf einer Erkältung:
- Schleichender Beginn: Das erste Anzeichen ist oft ein trockenes Gefühl oder ein leichtes Kratzen im Hals.
- Erste Phase (Tag 1–3): Die Halsschmerzen verstärken sich. Hinzu kommen meist allgemeines Frösteln, leichte Abgeschlagenheit und eine laufende Nase mit klarem, flüssigem Sekret.
- Akutphase (Tag 4–6): Die Nase verstopft zunehmend, da die Schleimhäute anschwellen. Ein trockener Reizhusten setzt ein, der häufig von dumpfen Kopf- und Gliederschmerzen begleitet wird.
- Abklingphase (Tag 7–10): Die Symptome lassen spürbar nach. Der Husten wird lockerer und produktiv (mit Schleimbildung), die allgemeine Leistungsfähigkeit steigt wieder an.
Wichtig ist auch, dass bei einer klassischen Erkältung meist kein hohes Fieber auftritt. Oft bleibt es bei einer leicht erhöhten Temperatur, während der Körper gegen die Viren kämpft.
Anders als bei der Grippe, die schlagartig mit hohem Fieber beginnt und mit starker Erschöpfung einhergeht, kann man sich mit einer Erkältung häufig noch „durch den Tag schleppen“. Der Körper benötigt zur Genesung in der Regel etwa sieben bis zehn Tage. Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und das Befeuchten der Schleimhäute sind dabei die wirksamsten unterstützenden Maßnahmen.
Sollten sich die Symptome nach einer Woche nicht bessern, das Fieber deutlich ansteigen oder starke Ohrenschmerzen beziehungsweise Atemnot auftreten, ist eine ärztliche Abklärung notwendig.
Wie lange ist man bei einer Erkältung ansteckend?
Die Viren verbreiten sich vor allem über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen) oder über Schmierinfektion, etwa durch Händeschütteln oder das Berühren von Türklinken und Lichtschaltern. Bei einer Erkältung ist man meist länger ansteckend, als man sich schwer krank fühlt. Die Ansteckungsgefahr beginnt häufig bereits einen Tag vor dem Auftreten der ersten Symptome.
Insgesamt bleibt man in der Regel etwa eine Woche ansteckend. Am höchsten ist das Risiko für andere in den ersten zwei bis drei Krankheitstagen. In dieser Zeit ist die Virenlast im Körper am größten, und beim Niesen oder Husten werden besonders viele Erreger verbreitet.Mit der Genesung sinkt die Virusmenge kontinuierlich. Wenn die Symptome nahezu abgeklungen sind (meist nach sieben bis zehn Tagen), ist man in der Regel nicht mehr ansteckend, auch wenn gelegentlich noch leichter Husten besteht.
Achtung: Kinder können deutlich länger ansteckend sein als Erwachsene, da ihr Immunsystem die Viren langsamer bekämpft. Hier kann die Ansteckungsgefahr in manchen Fällen bis zu zwei Wochen anhalten.

Wie erkennt man eine Grippe (Influenza)?
Eine echte Grippe (Influenza) wird häufig mit einer schweren Erkältung verwechselt, ist jedoch eine deutlich ernstere Erkrankung. Das markanteste Merkmal ist die Geschwindigkeit, mit der sie beginnt.
Typische Anzeichen für eine Influenza sind:
- Eine Grippe beginnt nicht schleichend mit etwas Schnupfen, sondern tritt schlagartig auf. Innerhalb weniger Stunden fühlt man sich vom völlig gesunden Zustand schwer krank.
- Das Fieber steigt meist rasch auf über 39 °C bis 40 °C an und wird häufig von starkem Schüttelfrost begleitet.
- Typisch sind ausgeprägte Glieder-, Muskel- und Kopfschmerzen; oft schmerzt jede Bewegung.
- Kennzeichnend sind außerdem starke Zerschlagenheit und ausgeprägte Müdigkeit. Betroffene sind häufig so geschwächt, dass sie kaum das Bett verlassen können.
- Im Gegensatz zur Erkältung steht bei der Grippe häufig ein quälender, trockener Reizhusten im Vordergrund. Schnupfen ist eher seltener oder tritt erst später auf.
- Während man nach einer Erkältung meist nach einer Woche wieder fit ist, fühlt man sich nach einer Grippe oft noch zwei bis drei Wochen deutlich abgeschlagen und antriebslos.
Wie lange ist man ansteckend?
Bei einer echten Grippe ist man in der Regel etwa eine Woche ansteckend. Ähnlich wie bei der Erkältung beginnt die Ansteckungsgefahr bereits einen Tag vor dem Auftreten der ersten Symptome. Man kann die Viren also schon verbreiten, wenn man sich noch gesund fühlt.
Die höchste Ansteckungsgefahr besteht in den ersten drei bis fünf Tagen nach Krankheitsbeginn. Da die Viruslast bei Influenza hoch ist, kann bereits ein kurzes Gespräch oder ein Niesen zur Übertragung führen. Bei Kindern oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Ansteckungsfähigkeit länger anhalten, in Einzelfällen bis zu zwei Wochen oder darüber hinaus.
Grippeimpfung zur Vorbeugung
In dieser Saison kommen erstmals wieder trivalente Impfstoffe zum Einsatz (sie richten sich gegen drei Virusstämme). In den Vorjahren wurden überwiegend quadrivalente Impfstoffe (gegen vier Stämme) verwendet. Hintergrund ist eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), da einer der B-Virusstämme weltweit kaum noch vorkommt.
Für wen wird die Grippeimpfung empfohlen?
Das Nationale Impfgremium (NIG) empfiehlt die Grippeimpfung grundsätzlich für alle Personen, besonders jedoch für folgende Risikogruppen:
- Personen ab 60 Jahren (bevorzugt mit einem Hochdosis-Impfstoff)
- Menschen mit chronischen Vorerkrankungen (z. B. Herz-, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen sowie Immunschwäche)
- Schwangere (zum Schutz von Mutter und Kind; Nestschutz für das Neugeborene)
- Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat
- Medizinisches und Pflegepersonal
- Enge Kontaktpersonen von Säuglingen oder Hochrisikopatienten
Der ideale Impfzeitpunkt liegt im Herbst (Oktober bis Mitte Dezember). Es dauert etwa zehn bis 14 Tage, bis ein vollständiger Impfschutz aufgebaut ist.
Die aktuelle Impfung zeigt eine gute Schutzwirkung. Auch wenn es trotz Impfung zu einer Erkrankung kommt, verläuft diese in der Regel deutlich milder, und das Risiko für Krankenhausaufenthalte ist erheblich reduziert.

Wie erkennt man COVID-19?
Die wichtigsten Anzeichen von COVID-19 im Überblick
- Die häufigsten Symptome von COVID-19 sind starker Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeine Abgeschlagenheit.
- Husten tritt nicht immer auf, ist dann jedoch meist ein trockener, hartnäckiger Reizhusten.
- Fieber kommt häufig vor, variiert jedoch zwischen leicht erhöhter Temperatur und hohem Fieber.
- Geruchs- und Geschmacksverlust treten bei den aktuellen Varianten deutlich seltener auf als zu Beginn der Pandemie.
- Bei manchen Verläufen kommen zusätzlich Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall vor.
- Bei schweren Verläufen kann Atemnot auftreten – das ist immer ein Warnsignal und sollte ärztlich abgeklärt werden.
Achtung: Da sich die Symptome weitgehend mit jenen eines grippalen Infekts überschneiden, bringt nur ein Test (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test) Gewissheit.
Wie lange ist man ansteckend?
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt meist ein bis zwei Tage vor dem Auftreten der ersten Symptome. In dieser frühen Phase und während der ersten drei Krankheitstage ist die Viruslast am höchsten, weshalb man in diesem Zeitraum besonders ansteckend ist.
In der Regel nimmt die Ansteckungsgefahr nach etwa fünf bis sieben Tagen deutlich ab.
Bei einem mildem Verlauf kann man nach rund zehn Tagen meist davon ausgehen, nicht mehr ansteckend zu sein, sofern man sich wieder gesund fühlt. Als wichtigste Orientierungshilfe für die Rückkehr in den Alltag gilt, dass man mindestens 48 Stunden lang fieberfrei und ohne schwere Symptome sein sollte, um das Risiko für andere so gering wie möglich zu halten.
Corona-Schutzimpfung
Das Nationale Impfgremium (NIG) in Österreich empfiehlt die COVID-19-Impfung für die Saison 2025/2026 grundsätzlich allen Personen ab fünf Jahren, die sich schützen möchten. Für bestimmte Gruppen wird sie besonders empfohlen:
- Alle Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr
- Menschen mit chronischen Erkrankungen, insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge (z. B. Asthma, COPD), der Nieren oder bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes
- Menschen mit angeborener oder erworbener Immunschwäche sowie Personen unter immunsuppressiver Therapie
- Schwangere
- Personal im Gesundheits- und Pflegewesen
- Bewohner:innen von Pflegeheimen
Ideal ist die kostenlose Impfung im Herbst (ab Mitte Oktober), um vor der winterlichen Infektwelle geschützt zu sein. Laut NIG kann die COVID-19-Impfung gleichzeitig mit der Influenza-Impfung verabreicht werden (jeweils in einen anderen Arm).
Wie ansteckend ist was – und was bedeutet das im Alltag?
Eine Erkältung ist moderat ansteckend, während Grippe und insbesondere COVID-19 als hoch ansteckend gelten. Aufgrund der höheren Viruslast ist bei Influenza und COVID-19 ein konsequenter Rückzug aus dem Sozialleben sinnvoll, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.
Wann ist ein Test sinnvoll und welche Tests gibt es?
Ein Test ist sinnvoll, wenn Klarheit für das persönliche Umfeld benötigt wird oder eine gezielte Behandlung (z. B. bei Influenza) infrage kommt.
Die wichtigsten Tests sind:
- COVID-Schnelltest: Für zu Hause; liefert in etwa 15 Minuten ein Ergebnis, kann jedoch bei geringer Viruslast weniger zuverlässig sein.
- PCR-Test: Der sicherste Test (Goldstandard). Er wird meist ärztlich oder in Apotheken durchgeführt, wenn ein besonders verlässliches oder offizielles Ergebnis erforderlich ist.
- Kombinationstests (3-in-1): Testen mit einem Abstrich gleichzeitig auf SARS-CoV-2, Influenza und RSV.
- Influenza-Schnelltest in der Ordination: Unterstützt die ärztliche Entscheidung über mögliche antivirale Medikamente.
- CRP-Schnelltest (Blut): Dient der Orientierung, ob eher eine bakterielle oder virale Ursache vorliegt.
Wann sollte ärztlich abgeklärt werden?
Eine ärztliche Abklärung ist notwendig bei folgenden Warnsignalen:
- Atemnot, Brustschmerzen oder ausgeprägter Benommenheit
- Fieber über 39 °C, das länger als drei Tage anhält oder nach kurzer Besserung erneut ansteigt
- starken Ohrenschmerzen, eitrigem Auswurf oder erheblichen Schluckbeschwerden
Achtung: Ältere Menschen, Schwangere und Personen mit chronischen Vorerkrankungen sollten Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen.
Corona, Erkältung oder Grippe bei Kindern: Was ist anders?
Bei Kindern verlaufen Infekte oft dynamischer und mit anderen Schwerpunkten als bei Erwachsenen:
- Kinder entwickeln häufig schneller und höheres Fieber. Infekte (besonders bei Grippe und COVID-19) äußern sich häufig durch Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen und nicht nur durch Husten.
- Kinder können länger ansteckend sein (bis zu zwei Wochen) und Viren über einen längeren Zeitraum ausscheiden.
- Ein Arztbesuch ist erforderlich, wenn das Kind apathisch wirkt, die Flüssigkeitsaufnahme verweigert oder Anzeichen von Atemnot zeigt (z. B. beschleunigte Atmung oder Einziehungen am Brustkorb).
- Das RSV-Virus kann für Kleinkinder gefährlicher sein als eine COVID-19-Infektion, da es die kleinen Atemwege (Bronchien) stark verengen kann.
Achtung: Bei Säuglingen unter drei Monaten sollte bei Fieber immer umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Grippe oder COVID-19: Was ist gefährlicher für Kinder?
Für die meisten gesunden Kinder verläuft COVID-19 in der Regel mild, häufig sogar ohne ausgeprägte Symptome. Die echte Grippe (Influenza) führt hingegen häufiger zu hohem Fieber und kann Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Mittelohrentzündungen verursachen.
Achtung: Für Säuglinge und Kleinkinder kann das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) aktuell ein höheres Risiko darstellen als Influenza oder COVID-19, da es die unteren Atemwege stark beeinträchtigen kann.
Welche Hausmittel helfen bei Grippe, Erkältung und COVID-19?
Die wirksamsten unterstützenden Hausmittel bei allen drei Infekten sind:
- Viel trinken: Wasser, Kräutertees (z. B. Lindenblüte oder Holunder) oder verdünnte Fruchtsäfte helfen, Schleim zu verflüssigen und den Flüssigkeitsverlust durch Fieber auszugleichen.
- Ruhe und Schlaf: Die wichtigste Medizin. Der Körper benötigt ausreichend Energie für das Immunystem.
- Inhalieren: Wasserdampf mit Salzlösung (oder Thymian) befeuchtet die Schleimhäute und kann Husten sowie Schnupfen lindern.
- Wadenwickel: Bei hohem Fieber (nur bei warmen Füßen) können sie helfen, die Temperatur sanft zu senken.
- Gurgeln: Salzwasser oder Salbeitee lindern Halsschmerzen und können die Schleimhäute beruhigen.
- Hühnersuppe: Wirkt leicht entzündungshemmend und liefert Flüssigkeit sowie Elektrolyte.
- Zwiebelsaft: Ein bewährtes Hausmittel gegen Husten (Zwiebel klein schneiden, mit Honig oder Zucker ziehen lassen, den entstehenden Saft löffelweise einnehmen).

Wie kann man sich schützen?
So lässt sich das Risiko für alle drei Infektionskrankheiten wirksam reduzieren:
- Impfung: Der wichtigste Schutz vor schweren Verläufen, insbesondere bei Grippe und COVID-19.
- Händehygiene: Regelmäßig gründlich mit Seife waschen (besonders bei Erkältungsviren).
- Abstand und Maske: In Menschenmengen oder öffentlichen Verkehrsmitteln kann das Tragen einer FFP2-Maske die Aufnahme virushaltiger Aerosole deutlich reduzieren.
- Lüften: Regelmäßiges Stoßlüften in Innenräumen senkt die Virenkonzentration in der Raumluft.
- Richtig husten oder niesen: In die Ellenbeuge und nicht in die Hand husten oder niesen.
- Immunsystem unterstützen: Ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft tragen zur allgemeinen Abwehrkraft bei.
- Kontakte reduzieren: Bei eigenen Symptomen möglichst zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken.
FAQ
Eine Doppelinfektion (auch „Koinfektion“ genannt; umgangssprachlich teils „Flurona“) liegt vor, wenn sich eine Person gleichzeitig mit zwei unterschiedlichen Erregern infiziert – beispielsweise mit dem Coronavirus und dem Influenzavirus.
In solchen Fällen können die Symptome ausgeprägter sein, und das Risiko für Komplikationen kann erhöht sein. Doppelinfektionen treten vor allem in der Winterzeit auf, wenn mehrere Atemwegsviren gleichzeitig stark zirkulieren.
Die gleichzeitige Impfung gegen Grippe und COVID-19 gilt laut Nationalem Impfgremium als sicher und bietet einen wirksamen Schutz vor schweren Verläufen beider Erkrankungen.
Beide Viren verbreiten sich über Aerosole in der Atemluft, Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion, wobei Corona leichter über die Luft wandert. Für beide Viren bedeutet das, dass das Risiko in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen am höchsten ist.
Covid-19 ist deutlich ansteckender als die Grippe, denn es verbreitet sich extrem effizient über Aerosole (feine Schwebeteilchen), die stundenlang in der Luft bleiben. Die Grippe benötigt eher größere Tröpfchen oder direkten Kontakt. Außerdem steckt ein Infizierter bei Corona im Schnitt wesentlich mehr Menschen an als bei der Influenza. Und: Corona-Infizierte sind oft über einen längeren Zeitraum ansteckend, teilweise schon Tage vor den ersten Symptomen.
In der Schwangerschaft wird die Grippe meist als das akutere Risiko für schwere Komplikationen eingestuft, obwohl beide Infektionen gefährlich sein können, aber bei der Grippe haben Schwangere ein deutlich höheres Risiko für schwere Verläufe, Lungenentzündungen und Krankenhausaufenthalte. Das Virus kann zudem das Risiko für Früh- oder Fehlgeburten erhöhen.
Bei milden Symptomen ist die Zuverlässigkeit von Schnelltests eingeschränkt, da die Virenlast im Nasen-Rachen-Raum oft noch zu gering für die Nachweisgrenze ist. Wenn man sich krank fühlt, aber der Test negativ ist, kann oder sollte man ihn nach 24 Stunden wiederholen.
Ja, aber nur, wenn es sich um spezielle Kombi-Tests handelt. Diese haben auf der Testkassette mehrere Anzeigefelder, und ein einziger Abstrich genügt, um beide Viren getrennt voneinander nachzuweisen.
Die sicherste Methode zur Unterscheidung sind aber PCR-Tests beim Arzt, denn im Labor können die Proben gezielt auf beide Erreger (und oft auch RSV) untersucht werden.
Wenn die Symptome da sind, aber der Test negativ ist, sollte man sich trotzdem wie ein Infizierter verhalten, abwarten und sich isolieren, den Test nach 24 bis 48 Stunden wiederholen und einen Kombi-Test oder PCR-Test erwägen.
Nein, eine sichere Unterscheidung allein anhand der Symptome ist nicht möglich, da sie sich zu stark überschneiden. Da beide Viren Fieber, Husten und Halsschmerzen auslösen, bringt nur ein Kombi-Test oder eine Laboruntersuchung (PCR) echte Gewissheit.
Ja, eine gleichzeitige Infektion mit Grippe und Corona ist möglich und wird oft als „Flurona“ bezeichnet. Da das Immunsystem hier an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen muss, ist das Risiko für einen schwereren Verlauf und Komplikationen wie Lungenentzündungen erhöht. Eine solche Doppelinfektion lässt sich nur durch einen Kombi-Test sicher nachweisen. Der beste Schutz dagegen ist die zeitgleiche Impfung gegen beide Erreger.
Gesenhues S und A: Praxisleitfaden Allgemeinmedizin. 9. Auflage, Urban & Fischer 2020.
Herold G et al: Innere Medizin. Eigenverlag 2023.
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