Skip to main content
Jugendlicher mit Hoodie
Foto:polya_olya/Shutterstock

Bluthochdruck: jeder 5. Jugendliche betroffen

Zum morgigen Welt-Hypertonietag macht die MedUni Wien auf die steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Blutdruck aufmerksam. Vor allem in der Pubertät treten immer öfter gesundheitlich bedenkliche Werte auf, wobei Burschen drei bis vier Mal häufiger betroffen sind als Mädchen: Bereits rund 20 Prozent der männlichen Jugendlichen haben Bluthochdruck.

Als Gründe dafür kommen neben der Hauptursache Adipositas (hier vor allem das „Bauchfett“), Bewegungsmangel und zunehmend auch chronische psychische Belastungen (Angst, Druck und Stress) in Frage. Darüber hinaus lässt starkes Größenwachstum, wie es in der Pubertät vor allem bei Burschen auftritt, den Blutdruck oftmals in die Höhe schnellen. Eine weitere Rolle können auch Frühgeburtlichkeit, ein niedriges Geburtsgewicht und genetische Disposition spielen.

Bei Jugendlichen gelten, wie bei Erwachsenen nach drei unabhängigen Messungen Werte über 140/90 als hypertensiv, wobei das gesundheitliche Problem oftmals unerkannt bleibt. Treten allerdings immer wieder Kopfschmerzen, Schwindel oder Nasenbluten auf, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Besonders gefährlich sind Bluthochdruckkrisen, also akut auftretende hohe Blutdruckspitzen, die zu Verwirrtheit und Krampfanfällen bis zu Bewusstlosigkeit führen können.

Langfristig drohen bei unbehandelter Hypertonie eine kontinuierliche Schädigung der Gefäßwände und Belastung des Herzens mit kardiovaskulären Folgeschäden bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall schon im jungen Erwachsenenalter. „Um das möglichst zu verhindern, wäre ein Screening ab dem dritten Lebensjahr ideal“, unterstreicht Susanne Greber-Platzer, MedUni Wien, die Wichtigkeit von Blutdruck-Messungen bei Kindern und Jugendlichen zumindest alle zwei Jahre. Nur so könnten rechtzeitig Lebensstiländerungen oder falls nötig eine medikamentöse Therapie durch pädiatrische SpezialistInnen eingeleitet werden.

Referenz:
MedUni Wien
Presseinformation 13.5.2022, Bereits jeder fünfte männliche Jugendliche leidet an Bluthochdruck; https://www.meduniwien.ac.at/web/presse-meduni-wien/

#hypertonie #adipositas #bluthochdruck #teenager #diabetes #bewegungsmangel #hypertonietag2022 #medizin #medimpressions

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

Zum Artikel: Feigwarzen

Feigwarzen (Genitalwarzen) - Wie entstehen sie und was hilft dagegen?

Feigwarzen sind gutartige Hautwucherungen im Intimbereich. Sie werden durch eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) verursacht und zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten weltweit.

Zum Artikel: HPV-Impfung: Teenager-Mädchen mit einem Pflaster auf dem Oberarm

HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Bei humanen Papillomaviren (HPV) handelt es sich um eine Virusart, die unterschiedliche Erkrankungen beim Menschen auslösen kann.

Zum Artikel: Cortisol-Stresshormon

Cortisol zu hoch? Was Ihr Stresshormon wirklich bedeutet

Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon: Es macht uns morgens wach und in stressigen Situationen leistungsfähig. Problematisch wird es aber, wenn der Spiegel nicht mehr absinkt. Ein chronisch erhöhter Cortisolwert kann langfristig den Stoffwechsel, das Immunsystem und die psychische Gesundheit beeinflussen.

Zum Artikel: CRP-Wert

CRP-Wert: Was der Blutwert über Entzündungen verrät

Ihr CRP-Wert ist erhöht und Sie fragen sich, was das bedeutet? Das sogenannte C-reaktive Protein (CRP) ist ein wichtiger Entzündungswert im Blut.