Zusammenfassung
Infektanfälligkeit
Definition: Der Organismus tendiert dazu, besonders leicht an Infektionen zu erkranken
Ursachen: Schlafmangel, chronischer Stress, Bewegungsmangel an frischer Luft, Nährstoffmangel (besonders Vitamin D, Zink, Eisen oder Vitamin C), zu trockene Heizungsluft, Kontakt zu „Virenschleudern“, chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Probleme mit den Zähnen/Mandeln, Allergien,…
Chronischer Husten: länger als 8 Wochen
Chronischer Schnupfen: länger als 12 Wochen
Wann zum Arzt: Erkältungssymptome halten länger als zwei Wochen ohne Besserung an, Infektionen treten mehr als acht bis zehnmal im Jahr auf, jeder harmlose Infekt führt zu Komplikationen, zusätzlich zu Husten und Schnupfen treten Fieber über 39°C, ungewollter Gewichtsverlust, heftiger Nachtschweiß oder dauerhaft geschwollene Lymphknoten auf, es kommt zu extremer Erschöpfung
Was bedeutet “infektanfällig”?
„Infektanfällig“ bedeutet, dass der Organismus dazu neigt, besonders leicht an Infektionen zu erkranken. Das Immunsystem ist also weniger abwehrbereit als beim Durchschnitt, und wer infektanfällig ist, „nimmt jede Erkältungswelle mit“. Während andere Menschen vielleicht nur einmal im Jahr einen Schnupfen entwickeln, trifft es infektanfällige Menschen deutlich häufiger oder stärker.
Wie viele Infekte pro Jahr sind normal?
Zwei, drei oder sogar vier Erkältungen im Jahr, ist das noch normal? Viele Menschen sind verunsichert, wenn sie mehrmals pro Saison krank werden. Tatsächlich hängt die Häufigkeit von Infekten stark vom Alter und von der Lebenssituation ab. Das Immunsystem eines Kindes muss viele Erreger erst einmal kennenlernen, um Resistenzen aufzubauen, während ein erwachsenes Immunsystem bereits über eine gut gefüllte „Datenbank“ verfügt.
So können etwa Kinder, die den Kindergarten oder die Schule besuchen, sehr häufig Infekte haben und das ist völlig normal, denn das Immunsystem wird dadurch „trainiert“. Erwachsene leiden durchschnittlich unter zwei bis vier Infekten pro Jahr, die meist im Herbst oder Winter auftreten. Ältere Menschen wiederum haben oft seltener Infekte, diese verlaufen jedoch häufiger schwerer.
Auch äußere Faktoren spielen eine Rolle: Wer viel Kontakt zu Kindern hat oder regelmäßig mit vielen Menschen zusammenkommt, ist häufiger Erregern ausgesetzt. Mehrere Infekte in einer Herbst-/Wintersaison können daher normal sein. Vorausgesetzt, Sie sind dazwischen wieder vollständig gesund.
Wichtig ist jedoch, aufmerksam zu bleiben. Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn
- Infekte ungewöhnlich lange dauern (z. B. ein Schnupfen, der nach drei Wochen nicht abklingt).
- einfache Erkältungen häufig in bakteriellen Entzündungen enden (z. B. Nasennebenhöhlen– oder Lungenentzündung).
- Sie sich zwischen den Infekten nie richtig fit und leistungsfähig fühlen.
Ab wann ist “zu oft krank” wirklich auffällig?
Nicht jede Erkältung ist ein Grund zur Sorge. Doch wenn Infekte ungewöhnlich häufig oder schwer verlaufen, sollten Sie aufmerksam werden. Wenn eines oder mehrere der folgenden Warnzeichen zutreffen, ist „zu oft“ tatsächlich auffällig:
- Die Zahl der Infekte: Bei Erwachsenen mehr als sechs bis acht behandlungsbedürftige Infekte pro Jahr. Bei Kindern mehr als zehn bis zwölf Infekte, insbesondere wenn diese ungewöhnlich schwer verlaufen.
- Die Schwere der Komplikationen: Wenn sich aus einem einfachen Schnupfen regelmäßig eine Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis oder Mittelohrentzündung entwickelt.
- Wenn innerhalb eines Jahres zwei oder mehr schwere Infektionen wie eine Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung auftreten.
- Wenn die Infekte nicht auf übliche Behandlungen ansprechen und eine langfristige Antibiotikatherapie erforderlich ist, um eine Besserung zu erzielen.
- Bei Infektionen durch „untypische“ Keime oder harmlose Pilze, die ein gesundes Immunsystem normalerweise mühelos abwehrt.
- Wenn man sich zwischen den Infekten nie vollständig gesund fühlt und sich die Symptome über Wochen hinweg ziehen, ohne dass eine echte Genesung eintritt.
Solche Anzeichen sollten ärztlich abgeklärt werden, um mögliche Ursachen rechtzeitig zu erkennen.
Warum werden manche Menschen häufiger krank?
Meist spielt eine Kombination aus mehreren Faktoren eine Rolle. Dazu gehören:
- Genetik und Training: Manche Menschen haben von Natur aus weniger Abwehrzellen, andere verfügen durch frühere Kontakte über mehr Antikörper.
- Zustand der Schleimhäute: Trockene Luft, Rauchen oder zu geringe Flüssigkeitszufuhr machen die Barrieren in Nase und Rachen durchlässiger für Viren.
- Lebensstil: Schlafmangel, Dauerstress und Nährstoffmangel (vor allem Vitamin D, Eisen und Zink) können das Immunsystem beeinträchtigen.
- Darmgesundheit: Rund 80 Prozent des Immunsystems befinden sich im Darm. Eine gestörte Darmflora kann die gesamte Abwehr schwächen.
- Häufige Exposition: Wer viel mit Kindern oder Menschenmengen arbeitet, hat einfach häufiger Infekte

Kann häufiges Kranksein ein Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein?
Ja, es kann ein Warnsignal sein, aber in den meisten Fällen sind die Ursachen jedoch gut behandelbar. Häufige Gründe für wiederkehrende Infekte sind wie oben beschrieben Schlafmangel, chronischer Stress oder ein Nährstoffmangel.
In seltenen Fällen können jedoch auch ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken, etwa ein bislang unentdeckter Diabetes, Autoimmunerkrankungen oder chronische Entzündungsherde.
Sie sollten ärztlichen Rat einholen, wenn
- mehr als acht bis zehn Infekte pro Jahr auftreten
- selbst ein leichter Schnupfen regelmäßig schwere Komplikationen wie eine Lungenentzündung auslöst.
- zusätzlich Nachtschweiß, ungewollter Gewichtsverlust oder anhaltende Erschöpfung auftreten.
Ein großes Blutbild kann häufig schnell klären, ob eine behandlungsbedürftige Ursache vorliegt.
Was sind häufige Ursachen für ständige Erkältungen?
Typische Ursachen für wiederkehrende Erkältungen sind:
- Schlafmangel, chronischer Stress und zu wenig Bewegung an der frischen Luft.
- Ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Vitamin D, Zink, Eisen oder Vitamin C.
- Zu trockene Heizungsluft im Winter: Sie greift die Nasenschleimhäute an, sodass Viren leichter eindringen können.
- Häufiger Kontakt zu vielen Menschen (z. B. Kinder im Kindergarten oder in der Schule, Großraumbüros).
- Chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Probleme mit Zähnen oder Mandeln, die das Immunsystem dauerhaft belasten.
- Allergien: Manchmal ist das, was man für eine „Erkältung“ hält, in Wahrheit eine allergische Reaktion (z. B. auf Hausstaubmilben).
Ab wann gelten Husten oder Schnupfen als chronisch?
Chronischer Husten
Von chronischem Husten spricht man, wenn er länger als acht Wochen anhält. Dauert der Husten im Rahmen eines viralen Infekts bis zu drei Wochen, handelt es sich um akuten Husten. Ein subakuter Husten tritt häufig als Nachwirkung eines Infekts auf und kann drei bis acht Wochen andauern.
Chronischer Schnupfen
Hier liegt die Grenze meist bei mehr als zwölf Wochen. Von chronischem Schnupfen spricht man, wenn die Nasenschleimhaut über drei Monate hinweg entzündet ist oder die Symptome (verstopfte Nase, Fließschnupfen) dauerhaft bestehen.
Achtung: Chronisch bedeutet, dass die Beschwerden nie ganz verschwinden. Wenn Sie dazwischen immer wieder ein bis zwei Wochen lang komplett beschwerdefrei sind, handelt es sich eher um rezidivierende (wiederkehrende) Infekte – nicht um einen chronischen Husten oder Schnupfen.
Wodurch werden Abwehrkräfte häufig geschwächt?
Warum ist das Immunsystem manchmal anfälliger als sonst? Abwehrkräfte werden oft durch ein Zusammenspiel aus Lebensstil und körperlichen Faktoren geschwächt. Dazu gehören:
Lebensstil und Stress
- Chronischer Stress: Dauerstress führt zu einer erhöhten Ausschüttung von Cortisol. Dieses kann die Aktivität der Abwehrzellen unterdrücken, wodurch Viren leichteres Spiel haben.
- Schlafmangel: Im Schlaf produziert das Immunsystem wichtige Botenstoffe. Wer regelmäßig weniger als sechs bis sieben Stunden schläft, schwächt langfristig seine Abwehrkräfte.
Ernährung und Vitalstoffe
- Nährstoffdefizite: Das Immunsystem benötigt bestimmte Bausteine, um Abwehrzellen zu bilden. Besonders kritisch sind Defizite an Vitamin D, Zink, Selen und Eisen.
- Zucker: Ein hoher Zuckerkonsum kann vorübergehend die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen einschränken, Bakterien zu bekämpfen.
Körperliche und Umweltfaktoren
- Trockene Schleimhäute: Trockene Heizungsluft oder eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr lassen die Schutzbarrieren in Nase und Rachen anfälliger werden.
- Darmgesundheit: Etwa 70 bis 80 Prozent der Immunzellen befinden sich im Darm. Eine gestörte Darmflora (z. B. nach einer Antibiotikatherapie oder bei einseitiger Ernährung) kann das gesamte Immunsystem schwächen.
Genussmittel
- Alkohol: Er kann Teile des Immunsystems bis zu 24 Stunden nach dem Konsum beeinträchtigen.
- Rauchen: Es lähmt die Flimmerhärchen in den Atemwegen, die Schleim und Erreger normalerweise abtransportieren.
Warum wird man nach Corona häufiger krank?
Viele Menschen berichten, dass sie seit einer Corona-Infektion anfälliger für Erkältungen sind. Zufall oder steckt mehr dahinter? Tatsächlich gibt es mehrere mögliche Erklärungen. Studien zeigen, dass das Coronavirus die Zusammensetzung und Funktion von Immunzellen über Monate hinweg verändern kann. Bestimmte Abwehrzellen (T-Zellen) wirken nach der Infektion häufig „erschöpft“, oder ihre Anzahl ist vorübergehend reduziert. Man spricht hier von einer Art Fehlsteuerung: Das Immunsystem bleibt in einem Zustand der Überaktivität oder chronischen Entzündung, wodurch weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, um neue, meist harmlose Erkältungsviren abzuwehren.
Eine weitere Erklärung geht davon aus, dass eine Corona-Infektion das Immunsystem so stark beanspruchen kann, dass andere Viren, die bereits im Körper vorhanden sind, wieder aktiv werden. Das schwächt zusätzlich und erhöht die Anfälligkeit für neue Infektionen.
Auch das Mikrobiom spielt eine wichtige Rolle, denn ein großer Teil des Immunsystems befindet sich im Darm. Eine Corona-Infektion kann die Balance der Darmbakterien stören. Ist der Darm geschwächt, sinkt auch die allgemeine Widerstandskraft gegenüber Atemwegsinfekten.
Schließlich hatte das Immunsystem während der Pandemie durch Masken und Abstandsregeln weniger Kontakt mit Alltagsviren. Nach dem Wegfall dieser Maßnahmen treffen wir nun wieder vermehrt auf Viren, gegen die kein kurzfristiger Immunschutz mehr besteht.
Post Covid
Post-Covid ist komplex, lässt sich jedoch auf drei Kernpunkte herunterbrechen:
- Zum einen steht das Immunsystem unter Dauerstress: Das Virus kann die Abwehr in einer anhaltenden Entzündungsschleife halten. Das erschöpft die Ressourcen für die Abwehr neuer Infekte.
- Zum anderen können die „Zellkraftwerke“ (Mitochondrien) durch die Corona-Infektion beeinträchtigt sein. Das kann zur typischen Fatigue und zu Schwäche nach Belastung führen.
- Zum Dritten können Durchblutungsstörungen auftreten. Winzige Gerinnsel können dabei die Sauerstoffversorgung von Organen und Immunzellen beeinträchtigen.
Wichtig: Expert:innen empfehlen, nicht gegen die Müdigkeit „anzukämpfen“, da Überlastung bei Post-Covid häufig zu Rückfällen führt. Entscheidend ist es, die eigenen Energiegrenzen zu akzeptieren und dem Körper Zeit zur Regeneration zu geben.

Wann sollte man zum Arzt oder zur Ärztin gehen?
Bestimmte Warnzeichen sollten jedoch ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden.
Ein Arzttermin ist sinnvoll, wenn
- Erkältungssymptome halten länger als zwei Wochen ohne Besserung an.
- Infektionen treten mehr als acht- bis zehnmal im Jahr auf.
- Selbst harmlose Infekte führen regelmäßig zu Komplikationen (z. B. Lungenentzündung, Nebenhöhlenvereiterung oder Antibiotikabedarf).
- Zusätzlich zu Husten und Schnupfen treten Fieber über 39 °C, ungewollter Gewichtsverlust, starker Nachtschweiß oder dauerhaft geschwollene Lymphknoten auf.
- Es kommt zu extremer Erschöpfung (Fatigue), die sich schon nach geringer Belastung deutlich verschlimmert.
5 Tipps – So stärken Sie Ihr Immunsystem langfristig
Ein starkes Immunsystem entsteht nicht über Nacht, aber Sie können aktiv dazu beitragen. Diese fünf Maßnahmen unterstützen Ihre Abwehr nachhaltig:
- Nährstoffversorgung prüfen: Besonders Vitamin D (im Winter), Zink, Selen und Eisen sind wichtige Bausteine für die Immunabwehr.
- Darmgesundheit fördern: Ein Großteil der Immunzellen sitzt im Darm. Ballaststoffe (Präbiotika) und fermentierte Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut (Probiotika) können die Darmflora unterstützen.
- Stress reduzieren: Dauerstress schwächt die Abwehrkräfte. Planen Sie bewusst Erholungsphasen ein – insbesondere nach einer Corona-Infektion.
- Ausreichend schlafen: Sieben bis acht Stunden erholsamer Schlaf pro Nacht helfen dem Immunsystem bei der Regeneration.
- Schleimhäute schützen: Ausreichend trinken (etwa zwei Liter täglich) und eine gute Luftfeuchtigkeit halten die Atemwege widerstandsfähiger gegenüber Viren.

FAQ
Am häufigsten geschwächt werden die Abwehrkräfte durch chronischen Stress, Schlafmangel, einseitige Ernährung, Bewegungsmangel oder zu viel Leistungssport sowie Genussmittel wie Alkohol und Nikotin. Dadurch kommt es zu einer Hemmung der T-Zellen-Produktion, einem Ungleichgewicht in der Darmflora, Flüssigkeitsmangel und Belastungen der Leber. All das schwächt und bindet Ressourcen der Abwehr. Und: Oft ist es nicht die eine Ursache, sondern die Kombination aus mehreren Faktoren, die das Immunsystem schwächen.
Der Unterschied liegt im Ursprung: Während die – seltenere – primäre Abwehrschwäche angeboren ist und aufgrund eines Gendefekt oder angeborener Fehler im Immunsystem entsteht, ist die sekundäre Abwehrschwäche erworben, und bei ihr schwächen äußere Faktoren ein ursprünglich gesundes System.
Beispiele für die primäre Abwehrschwäche sind etwa Antikörpermangel-Syndrome. Beispiele für äußere Auslöser einer sekundären Abwehrschwäche sind Stress, Krankheiten oder schwere Mangelernährung.
Meistens wenig. Ein gesundes Immunsystem lässt sich ohnehin nicht über 100 Prozent hinaus „pushen“, und generell sind diese Mittel nur bei einem Mangel sinnvoll: Präparate helfen nur, wenn einem wirklich etwas fehlt (z. B. Vitamin D im Winter oder Zink bei Stress). Wissenschaftliche Evidenz gibt es nur für Vitamin D (wichtig, da wir im Winter in Nordeuropa kaum Eigenproduktion haben), Zink (unterstützt die Zellteilung der Abwehrzellen) und Vitamin C (hilft bei oxidativem Stress, wird aber oft überschätzt, denn es hat vorbeugend kaum Effekt auf die Infekthäufigkeit).
Hier spielen vor allem drei Faktoren eine Rolle: Heizungsluft trocknet Mund- und Nasenschleimhäute aus; die natürliche Barriere wird rissig, Viren dringen leichter ein. Viele Erkältungsviren sind bei Kälte und geringer Luftfeuchtigkeit stabiler und bleiben länger infektiös. Und: Wir halten uns öfter in geschlossenen Räumen auf. Dort ist die Virenkonzentration in der Luft viel höher als draußen. Außerdem führt weniger Sonnenlicht oft zu einem Vitamin-D-Mangel, was die Abwehr zusätzlich schwächt.
Bei psychischer Belastung schüttet das Gehirn Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin aus. Diese Hormone binden an Rezeptoren von Immunzellen und „schalten“ sie vorübergehend ab. Die Produktion von Abwehrzellen (T-Zellen) sinkt. Ebenso können negative Gedanken gewissermaßen Entzündungsprozesse im Körper fördern, denn bei einer Infektion schütten Immunzellen Zytokine aus, die das Gehirn erreichen. Das kann Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit und schlechte Stimmung auslösen. Drittens erschöpft Dauerstress das System. Wunden heilen langsamer und Impfungen wirken oft schlechter.
Ja, denn Mehr ist nicht immer besser, und ein gesundes Immunsystem braucht die Balance zwischen Aktivität und Ruhe. Wer zu hart trainiert, ohne Regenerationsphasen einzuhalten, setzt seinen Körper unter Dauerstress. Dadurch bleibt das Stresshormon Cortisol dauerhaft hoch und unterdrückt die Abwehrzellen. Zudem kann ein Immunsystem auch „überaktiv“ werden und sozusagen das Ziel verfehlen. Das ist etwa der Fall bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder Allergien, die eine Überreaktion auf harmlose Stoffe wie Pollen oder Nüsse darstellen.
Der Körper kann nur eine begrenzte Menge Vitamin C speichern. Alles, was darüber hinausgeht, filtern die Nieren sofort wieder aus. Solche Infusionen sind deshalb nur bei einem nachgewiesenen, schweren Mangel oder in speziellen medizinischen Zusammenhängen sinnvoll. Auch Immun Shots mit Ingwer und Kurkuma wirken zwar antientzündlich und durchblutungsfördernd, aber die Dosis in den Shots ist oft zu gering, und zudem haben viele Shots einen sehr hohen Zuckergehalt, der das Immunsystem eher belastet als stärkt.
Ja, denn mehr ist nicht immer besser, und ein gesundes Immunsystem braucht die Balance zwischen Aktivität und Ruhe. Wer zu hart trainiert, ohne Regenerationsphasen einzuhalten, setzt seinen Körper unter Dauerstress. Dadurch bleibt das Stresshormon Cortisol dauerhaft hoch und unterdrückt die Abwehrzellen. Zudem kann ein Immunsystem auch „überaktiv“ werden und sozusagen das Ziel verfehlen. Das ist etwa der Fall bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder Allergien, die eine Überreaktion auf harmlose Stoffe wie Pollen oder Nüsse darstellen.
Gesenhues S und A: Praxisleitfaden Allgemeinmedizin. 9. Auflage, Urban & Fischer 2020.
Herold G et al: Innere Medizin. Eigenverlag 2023.
- https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/husten-chronisch/krankheitsbild-ursachen/
, Abruf Februar 2026
- https://europeanlung.org/de/information-hub/lung-conditions/chronischer-husten/
, Abruf Februar 2026
- https://www.msdmanuals.com/de/profi/hals-nasen-ohren-krankheiten/nasen-und-nasennebenhöhlenstörungen/nichtallergische-rhinitis
, Abruf Februar 2026
- https://deximed.de/home/klinische-themen/hals-nase-ohren/patienteninformationen/nase/rhinitis-chronische-nicht-allergische
, Abruf Februar 2026