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Eisenmangel: müde Frau auf dem Sofa
Foto: MAYA LAB/shutterstock

Eisenmangel – Häufige Ursachen, typische Symptome und Behandlung

Steht dem Körper nicht ausreichend Eisen zur Verfügung, etwa weil zu wenig Eisen über die Nahrung aufgenommen wird oder der Bedarf erhöht ist, kann es zu einem Eisenmangel kommen. Eisenmangel ist eine sehr häufige Mangelerscheinung und kann sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über das Spurenelement Eisen: seine Aufgaben im Körper, den täglichen Bedarf, natürliche Eisenquellen sowie die Ursachen, Symptome und Behandlung von Eisenmangel.

Zusammenfassung

Eisenmangel (Sideropenie)

Ursachen: zu geringe Eisenaufnahme über die Nahrung, erhöhter Eisenbedarf, Eisenverlust (z. B. durch Blutverlust)

Symptome: u.a. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Leistungsabfall, Erschöpfung, Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Schlafstörungen, gedrückte Stimmungslage, eingerissene Mundwinkel, erhöhte Infektanfälligkeit und Kälteempfindlichkeit

Diagnose: Blutuntersuchung

Behandlung: Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schweregrad: eisenreiche Ernährung, Eisensupplemente zum Einnehmen
In schweren Fällen: Eiseninfusionen

Natürliche Eisenquellen: Tierische Lebensmittel: Blutwurst, Leber, Fleisch, Wurst, Eier, Pflanzliche Lebensmittel: Vollkorngetreide, Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte, Gemüse: Schwarzwurzel, Spinat, grüne Erbsen, Bohnen, Lauch, Spargel, Karfiol, grüne Salate

Was ist ein Eisenmangel?

Bei Eisenmangel (Sideropenie) steht dem Körper nicht genügend Eisen zur Verfügung. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das über die Nahrung aufgenommen werden muss. Der Körper kann Eisen nicht selbst herstellen.
Eisen wird für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin benötigt. Dieser sorgt dafür, dass Sauerstoff im Blut transportiert und in alle Organe und Gewebe gebracht wird. Fehlt Eisen, kann der Körper nicht mehr ausreichend Sauerstoff verteilen.

Weltweit tritt Eisenmangel sehr häufig auf. In Industrieländern ist es die häufigste Mangelerscheinung. Besonders häufig tritt Eisenmangel bei Frauen im gebärfähigen Alter, während der Schwangerschaft, bei Jugendlichen im Wachstum sowie bei Menschen mit erhöhtem Eisenbedarf oder bestimmten Erkrankungen auf.

Da Eisen im Körper viele wichtige Funktionen erfüllt, kann ein Eisenmangel die Gesundheit auf verschiedene Weisen stark beeinträchtigen. Wird ein Eisenmangel frühzeitig erkannt, lässt er sich in der Regel gut behandeln.

Welche Aufgaben hat Eisen im Körper?

Eisen ist ein essenzieller Mikronährstoff, der über die Nahrung aufgenommen werden muss. Es ist ein wichtiger Baustein von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, der in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) vorkommt. Diese sind für den Sauerstofftransport zuständig.
Der Sauerstoff bindet an das Eisen im roten Blutfarbstoff, wird im Körper verteilt und im Gewebe abgegeben. Auf diese Weise werden Organe, Muskeln und das Gehirn mit Sauerstoff versorgt.

Außerdem ist Eisen wichtig für:

  • die Blutbildung
  • Myoglobin, den Muskelfarbstoff
  • Enzyme und Botenstoffe, die am Energiestoffwechsel beteiligt sind

Als Bestandteil vieler Enzyme spielt Eisen eine Schlüsselrolle im Stoffwechsel. Weitere wichtige Rollen von Eisen:

  • Zellwachstum
  • Zelldifferenzierung
  • optimale Gehirnentwicklung
  • körperliche Leistungsfähigkeit
  • Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit
  • Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress
  • Stärkung des Immunsystems

Kurz gesagt: Eisen ist lebenswichtig für den Menschen.

Welche Ursachen hat Eisenmangel?

Ein Eisenmangel kann verschiedene Ursachen haben. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen:

  • Unausgewogene Ernährung: Ein Eisenmangel kann entstehen, wenn über die Nahrung weniger Eisen aufgenommen wird, als der Körper benötigt. Der übermäßige Konsum bestimmter Nahrungsmittel kann die Eisenaufnahme zusätzlich hemmen. Dazu gehören Kaffee, Schwarztee, Rotwein und Weißmehlprodukte.
  • Verminderte Eisenaufnahme: Bestimmte Erkrankungen können die Eisenaufnahme verringern. Dazu gehören:

Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, zum Beispiel Magenschutzpräparate und Operationen (z. B. Dünndarmresektion, Magenverkleinerungsoperation, Magenbypass) können die Eisenaufnahme einschränken. In seltenen Fällen kann eine Störung der Eisenaufnahme auch angeboren sein.

  • Gesteigerter Eisenbedarf: Ein Eisenmangel kann auch entstehen, wenn ein erhöhter Eisenbedarf besteht, aber nicht genügend Eisen aufgenommen wird.
    Ein erhöhter Bedarf besteht unter anderem bei:
    • Schwangeren
    • Frauen nach der Geburt
    • stillenden Frauen
    • Jugendlichen im Wachstum
    • ambitionierten Hobby- und Leistungssportler:innen
  • Erhöhter Eisenverlust: Zu einem Eisenmangel kann es auch kommen, wenn der Körper Eisen verliert. Ein Grund dafür kann Blutverlust sein – durch Verletzungen und Operationen, sehr starke Regelblutungen und durch chronische Blutungen, etwa bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Magengeschwüren. Auch häufiges Blutspenden leert den Eisenvorrat.

Welche Symptome hat Eisenmangel?

Ein Eisenmangel kann sich durch unterschiedliche Symptome äußern. Ein leichter Mangel bleibt oft unbemerkt. Viele Menschen leiden unter Eisenmangel, ohne es zu wissen. Das häufigste Symptom ist Müdigkeit. Viele Betroffene schreiben dieses Symptom aber eher dem Alter, der Lebensweise oder dem Alltagsstress zu.
Neben Müdigkeit können unter anderem folgende Beschwerden auftreten:

  • Antriebslosigkeit
  • verminderte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Erschöpfung
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • gedrückte Stimmungslage
  • Kopfschmerzen
  • Haarausfall
  • stumpfes Haar
  • brüchige Nägel
  • eingerissene Mundwinkel
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Kälteempfindlichkeit
  • reduzierte Ausdauerleistungsfähigkeit (vor allem bei Sportler:innen)
    Außerdem kann es in Zusammenhang mit einem Eisenmangel unter anderem auch zum Restless-Legs-Syndrom (unruhige Beine) oder zu einer Wochenbettdepression kurz nach der Geburt kommen. Entsteht durch den Eisenmangel eine Anämie (Blutarmut), können zusätzlich weitere, teils schwerwiegende Symptome auftreten.

Wie hoch ist der tägliche Eisenbedarf?

Der menschliche Körper enthält insgesamt etwa drei bis fünf Gramm Eisen. Der größte Teil davon ist im Hämoglobin enthalten, dem roten Blutfarbstoff. Außerdem ist es im Myoglobin der Muskeln und in verschiedenen Botenstoffen zu finden. Dieses Eisen nennt man Funktionseisen, da es für wichtige Körperfunktionen benötigt wird.

Aufnahme, Speicherung und Transport von Eisen

Eisen wird im Dünndarm aufgenommen. Gespeichert wird es vor allem in der Leber, in der Milz und im Knochenmark in Form von Ferritin und Hämosiderin. Der Transport von Eisen im Blut erfolgt über Transferrin. Transferrin ist ein in der Leber gebildetes Transportprotein. Im Fall eines Eisenmangels wird weniger Eisen an Transferrin gebunden.
Um den Eisenhaushalt richtig beurteilen zu können, müssen verschiedene Eisenwerte im Blut bestimmt werden. Einzelne Laborwerte allein reichen dafür nicht aus.

Individueller Eisenbedarf

Der tägliche Eisenbedarf ist sehr individuell. Er hängt stark davon ab, wie viel Eisen der Körper benötigt. Täglich ist das durchschnittlich ein bis drei Milligramm.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt folgende Mengen Eisenzufuhr pro Tag:

  • Männer: 11 mg pro Tag
    • Jugendliche 10–13 Jahre: 14 mg pro Tag
  • Frauen (vor der Menopause): 16mg pro Tag
    • Jugendliche 10-13 Jahre: 14 mg pro Tag
      • Frauen nach der Menopause: 14 mg pro Tag

Personengruppen mit erhöhtem Eisenbedarf:

  • Schwangere: 27mg pro Tag
  • Stillende: 16 mg pro Tag
  • Jugendliche im Wachstum
  • Sportler:innen
  • Blutspender:innen
  • Personen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Zöliakie, Gastritis, Herz- oder Nierenerkrankungen, Krebs)
  • Personen mit Adipositas
  • Personen nach einem Magenbypass
  • ältere Menschen
  • Personen, die regelmäßig Medikamente zum Magenschutz einnehmen

Warum sollte man täglich etwa zehn Milligramm Eisen oder mehr aufnehmen?

Obwohl der Körper täglich nur etwa ein Milligramm Eisen benötigt, muss deutlich mehr Eisen über die Nahrung zugeführt werden. Der Darm nimmt nämlich nur etwa zehn Prozent des in der Nahrung enthaltenen Eisens auf. Der Großteil wird wieder ausgeschieden.
Außerdem verliert der Körper täglich Eisen über abgestorbene Haut- und Schleimhautzellen, den Urin und Schweiß.

Bei Frauen kommen während der Menstruation weitere Eisenverluste durch den Blutverlust hinzu. Um diese Verluste auszugleichen, ist es besonders wichtig, ausreichend Eisen mit der Nahrung aufzunehmen.

Welche Nahrungsmittel enthalten viel Eisen?

Natürliche Eisenquellen sind unter anderem:


Tierische Lebensmittel

Pflanzliche Lebensmittel
BlutwurstWeizenkleie
Schweine- und KalbsleberHirseflocken
RinderschinkenHaferflocken
Rind-, Kalb- und SchweinefleischGrünkern
Weitere Fleisch- und WurstprodukteVollreis
EigelbRoggenbrot und andere Getreideprodukte
Fisch und Meeresfrüchte wie Jakobsmuschel, Austern, Krabben oder gegarter ThunfischNüsse, Kerne und Samen (z. B. Kürbis- und Pinienkerne oder Sesamsamen)
Hasel-, Wal- und Erdnüsse sowie Mandeln
Hülsenfrüchte, besonders Bohnen und Linsen
Tofu
Gemüse wie Schwarzwurzel, Spinat, grüne Erbsen, Sojabohnen, Lauch, Spargel, Karfiol und grüne Salate

Wissenswert: Vitamin C-haltige Lebensmittel fördern die Eisenaufnahme. Vor dem Essen eisenhaltiger Nahrungsmittel ein Vitamin C-haltiges Getränk zu trinken, zum Beispiel ein Glas Orangensaft, fördert die Aufnahme von Eisen im Körper.

Eisenhaltige Lebensmittel
Foto: Tatjana Baibakova/shutterstock

Kann Eisenmangel zu Blutarmut führen?

Ja, ein Eisenmangel kann zu einer Blutarmut (Anämie) führen. Eine Blutarmut kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigste Form ist die Eisenmangelanämie. Es handelt sich um eine Störung des blutbildenden Systems. Aufgrund eines Eisenmangels kommt es zu einer verminderten Konzentration an Hämoglobin.

Mögliche Symptome einer Eisenmangelanämie sind unter anderem:

  • blasse Haut und Schleimhäute
  • trockene Haut
  • eingerissene Mundwinkel
  • Haarausfall
  • brüchige Nägel
  • chronische Müdigkeit
  • körperliche Schwäche
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Atemnot
  • Konzentrationsstörungen
  • Essgelüste

Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Außerdem können einzelne Symptome harmlos sein oder auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Nicht jede Person mit Eisenmangelanämie entwickelt alle genannten Beschwerden. Bei Verdacht auf einen Eisenmangel oder eine Anämie sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie verläuft ein Eisenmangel?

Die genauen Beschwerden durch einen Eisenmangel können von Person zu Person sehr verschieden sein und hängen mitunter vom Schweregrad des Mangelzustands ab. Je größer der Mangel, desto schwerer die Symptome.

Es werden drei Stadien des Eisenmangels unterschieden:

  1. Stadium 1: Das Speichereisen ist reduziert, es kommt aber noch zu einer ausreichenden Bildung von roten Blutkörperchen. Oft ist der Mangelzustand zu diesem Zeitpunkt noch symptomlos.
  2. Stadium 2: Die Zellen werden nicht mehr ausreichend mit Eisen versorgt. Eisen kann nicht mehr schnell genug aus den Speichern mobilisiert werden. Auch das Eisen, das in Form von Ferritin gespeichert ist, wird nun abgebaut. Hier treten meist deutliche Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Haarausfall auf.
  3. Stadium 3: Die Hämoglobinwerte liegen deutlich unter der Norm und es kommt zu einer ausgeprägten Eisenmangelanämie mit entsprechenden Beschwerden.

Es gilt: Je früher ein Eisenmangel erkannt wird, desto besser lässt er sich behandeln. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung wichtig.

Wie wird Eisenmangel diagnostiziert?

Ein Eisenmangel lässt sich durch eine Blutuntersuchung feststellen. Wenn der Verdacht auf Eisenmangel besteht, veranlasst der Arzt oder die Ärztin meist ein großes Blutbild.

Zu den entscheidenden Laborparametern gehören unter anderem:

  • Hämoglobin (Hb-Wert): Gibt an, wie hoch die Konzentration des roten Blutfarbstoffs im Blut ist
  • Serum-Ferritin (Speichereisen): Zeigt an, wie gut die Eisenspeicher des Körpers gefüllt sind
  • Transferrin-Sättigung (Transporteisen): Gibt an, wie viel Eisen im Blut transportiert wird

Bestätigt sich der Verdacht, dann ist es wichtig, die Ursache für den Eisenmangel zu finden. Dafür sind unter Umständen weitere Untersuchungen notwendig.

Wie wird Eisenmangel behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad des Eisenmangels. Mögliche Behandlungsmaßnahmen sind unter anderem:

  • Anpassung der Ernährung: Es werden vermehrt eisenhaltige Nahrungsmittel verzehrt und jene, die die Eisenaufnahme fördern. Nahrungsmittel, welche die Eisenaufnahme hemmen, werden vermieden. Eine solche Umstellung sollte unter ärztlicher Begleitung erfolgen
  • Behandlung möglicher Blutungsquellen: Liegt dem Eisenmangel ein Blutverlust zugrunde, etwa durch starke Regelblutungen oder chronische Blutungen, ist es wichtig, diese Ursache gezielt zu behandeln.
  • Substituierung von Eisen durch eisenhaltige Tabletten oder Dragees.
  • Intravenöse Eisengabe: In bestimmten Fällen kann Eisen auch über eine Infusion verabreicht werden. Dies ist zum Beispiel sinnvoll, wenn:
    • die orale Eisengabe nicht ausreichend wirkt
    • eine gestörte Eisenaufnahme vorliegt
    • chronisch entzündliche Darmerkrankungen bestehen
    • Tumorerkrankungen vorliegen

Wichtig: Eisenpräparate sollten nicht ohne ärztliche Absprache/Kontrolle eingenommen werden. Ein Eisenmangel ist in der Regel gut und unkompliziert behandelbar, wenn er frühzeitig erkannt und fachlich begleitet wird.

FAQ

Bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmittel können die Eisenaufnahme hemmen. Dazu gehören:

  • Polyphenole und Tannine: schwarzer und grüner Tee, Kaffee, Rotwein
  • Kalzium: Milchprodukte
  • Oxalate: Spinat, Mangold, Rhabarber
  • Phytate: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte
  • Phosphate: Cola

Dabei ist es wichtig, wann diese Nahrungsmittel verzehrt werden. Direkt nach einer eisenhaltigen Mahlzeit, ist eine Tasse Kaffee beispielsweise nicht ratsam.

In Fleisch überwiegt die Menge an Häm-Eisen, die für den Menschen besser aufnehmbar ist. In Pflanzen kommt nur Nicht-Häm-Eisen vor, das erst vom Körper umgewandelt werden muss. Vor allem bei vegetarischer oder veganer Ernährung sollte deshalb auf eine eisenreiche Ernährung geachtet werden, um Mangelerscheinungen entgegenzuwirken. Eine ärztliche Abklärung ist jedoch immer sinnvoll.

Ein Eisenüberschuss durch den Konsum von eisenhaltigen Nahrungsmitteln ist bei gesunden Menschen unwahrscheinlich. Durch übermäßige Einnahme von Eisen Supplementen wie Tabletten kann es allerdings zu Darm- und Magenbeschwerden kommen, weshalb die korrekte Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln immer ärztlich abgeklärt werden sollte.
Es gibt jedoch Erkrankungen, wie die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) oder Thalassämie, bei der ein Eisenüberschuss die Gesundheit schädigen kann.

Ein Eisenmangel in der Schwangerschaft sollte ernst genommen werden. Er kann die Leistungsfähigkeit der Mutter beeinträchtigen und bei starkem Mangel das Risiko für Komplikationen (wie Fehlentwicklungen oder eine Frühgeburt) erhöhen. Deshalb werden die Eisenwerte in der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert. Bei Bedarf erfolgt eine gezielte Behandlung.

Ein leichter Eisenmangel kann manchmal durch eine gezielte Ernährungsumstellung ausgeglichen werden. Bei ausgeprägtem Mangel reicht die Ernährung allein jedoch meist nicht aus. In solchen Fällen sind Eisenpräparate notwendig.

Eisenpräparate können Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden, Übelkeit, Verstopfung oder dunklen Stuhl verursachen. Treten Beschwerden auf, sollte dies mit dem Arzt oder der Ärztin besprochen werden, um Dosierung oder Präparat anzupassen.

  • Autor

    Katharina Miedzinska, MSc

    Medizinjournalistin

    Katharina Miedzinska-Baran ist eine freie Medizinjournalistin, Biologin und Diätologin mit umfangreicher Expertise in der Erstellung medizinischer Inhalte sowie großem Interesse an Gesundheitsthemen.

  • Co-Autor

    Julia Amtmann

    Julia Amtmann hat einen Abschluss in Biologie und langjährige Erfahrung im Journalismus. Bei DocFinder verbindet sie diese beiden Schwerpunkte durch das Überprüfen und Verfassen von Texten mit naturwissenschaftlichem Fokus.

Herzog V.; Eisenmangel erschwert das Leben – Substitution ist sinnvoll, ARS Medici 21/2017, Rosenfluh Publikationen AG

Bas H.; Wann herrscht Eisenmangel? – Oft reicht orale Substitution, ARS Medici 16/2016, Rosenfluh Publikationen AG

Anämie: An welche Nährstoffe ist zu denken? Wie wird sie erfasst? Ärzte Krone 09/2016, Ärztekrone VerlagsgesmbH

Zoller H.; Frühzeitige Eisensubstitution: die Vor- und Nachteile von oral und i. v., Universum Innere Medizin 01/2014, MedMedia Verlag und Mediaservice GmbH

Amrein K. et al.; Blutspenden verursacht Eisenmangel, Universum Innere Medizin 01/2013, MedMedia Verlag und Mediaservice GmbH

Nielsen P.; Eisenmangel – Orale Eisensubstitution steht an erster Stelle, ARS Medici 16/2012, Rosenfluh Publikationen AG

Brunner-Agten S. et al.; Eisenmangel, Gehirnentwicklung und kognitive Leistungsfähigkeit, Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin 03/2012, Rosenfluh Publikationen AG

Eisenmangel, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, URL: https://www.oege.at/ernaehrung-von-a-z/eisenmangel/, Stand:Dezember 2025

Eisen, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/eisen/, Stand: 25.07.2018
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/eisen/ Abruf Dezember
https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/eisen/, Abruf Dezember 2025
aponet.de https://www.aponet.de/artikel/eisenraeuber-im-alltag-welche-lebensmittel-die-eisenaufnahme-hemmen-20885 Abruf Dezember 2025

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