Skip to main content
Beine einer Frau im Sommerkleid
shutterstock

Schönere Beine, längeres Leben

Untersuchungen der Universitätsmedizin Mainz legen nahe, die chronische Venenschwäche (chronisch-venöse Insuffizienz, CVI) zukünftig als Vorhersagekriterium für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu nutzen. Die Forscher konnten anhand von über 12 000 Personendaten zeigen, dass CVI auch ausgesprochen verbreitet ist: Bei rund 41% der 40- bis 80-jährigen Probanden der bevölkerungsbasierten Gutenberg-Gesundheitsstudie wurde eine symptomatische chronische Venenschwäche mit Ödemen, Hautveränderungen oder offenen Wunden der unteren Gliedmaßen diagnostiziert; wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter deutlich ansteigt. Eine weitere Erkenntnis: Frauen erkranken etwas häufiger als Männer.

Zudem stellte das Forscherteam fest, dass Personen mit einer CVI mit einer etwa 60 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit gleichzeitig eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung aufweisen als Personen mit gleichem Alter und Geschlecht ohne CVI. Das Risiko, in den nächsten zehn Jahren an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche oder Vorhofflimmern zu erkranken, lag bei Personen mit CVI fast doppelt so hoch wie bei Personen ohne Venenschwäche.

Die WissenschaftlerInnen teilten die erhobenen Befunde zu den Venenveränderungen systematisch nach Schweregraden ein. Diese reichten von keinen Zeichen einer Venenveränderung bis hin zum Vorliegen einer sehr fortgeschrittenen Veneninsuffizienz. Bei einer deutlichen Mehrheit von rund 90 Prozent zeigte sich eine Venenveränderung: 36,5% der Personen hatten eine sogenannte Varikosis (z. B. Besenreiser) und 13,3% wiesen Krampfadern auf. Beides führt häufig im Laufe des Lebens zu einer fortgeschrittenen Venenschwäche. 40,8% aller untersuchten Personen wiesen eine manifeste chronisch-venöse Insuffizienz auf.

Referenz:
Johannes Gutenberg Universität Mainz, DZHK
Chronic venous insufficiency, cardiovascular disease, and mortality: a population study. Eur Heart J 2021, https://academic.oup.com/eurheartj/advance-article-abstract/doi/10.1093/eurheartj/ehab495/6350776?redirectedFrom=fulltext

#herzkreislauf #kardiologie #venenschwaeche #herzschwaeche #schlaganfall #krampfadern #medizin #medimpressions

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

Zum Artikel: Halsschmerzen - Ursachen, Symptome und Behandlung

Halsschmerzen - Ursachen, Symptome und Behandlung

Halsschmerzen können viele Ursachen haben und treten häufig zusammen mit Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder Kopfschmerzen auf. In vielen Fällen werden sie durch Virusinfektionen wie eine Erkältung oder Grippe ausgelöst, aber auch bakterielle Infekte oder reizende Stoffe können dahinterstecken.

Zum Artikel: HPV beim Mann: Arzt erklärt einem männlichen Patienten den Befund

HPV bei Männern

HPV betrifft nicht nur Frauen - auch Männer infizieren sich häufig, meist ohne es zu bemerken. Schätzungen zufolge infizieren sich bis zu 80 % aller sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HPV. Die Infektion verläuft meist unbemerkt und bleibt oft lange unentdeckt.

Zum Artikel: HPV Impfung für Jugendliche

HPV-Impfung für Mädchen und Jungen (Kinder und Jugendliche)

Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und die meisten Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit ihnen in Kontakt. Während Infektionen häufig unbemerkt bleiben, können sie langfristig schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, darunter verschiedene Krebsarten.

Zum Artikel: Eine ganze Kleinfamilie befindet sich im Bett und schnäuzt sich

Erkältung (grippaler Infekt): Was hilft wirklich?

Ein grippaler Infekt, auch häufig als Erkältung bezeichnet, ist eine Infektion der Nasenschleimhaut und der oberen Atemwege. Meist beginnt eine Erkältung mit Halsschmerzen oder Halskratzen, kurz darauf folgt Schnupfen.