Zahnimplantate – Sprechstunde

Zahnimplantate – Sprechstunde

Stand: Mai 2015


MR Dr. Alfred Zuber, Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in 3400 Klosterneuburg beantwortet in dieser Video-Sprechstunde Fragen rund um das Thema “Zahnimplantate”.

Was bedeutet Zahnimplantologie eigentlich?

MR Dr. Alfred Zuber: Die Zahnimplantologie stellt eine Möglichkeit dar, verloren gegangene Zähne vollwertig zu ersetzen. Während Brücken, Kronen und Prothesen nur den sichtbaren Teil des verloren gegangenen Zahnes ersetzen, ersetzen Implantate auch den im Knochen verankerten Teil, nämlich die Wurzel. Dadurch haben wir die Möglichkeit den Zahnersatz fix in den Mund zu integrieren ohne die Nachbarzähne belasten zu müssen, wie z.B. bei einer dreistelligen oder vierstelligen Bücke, bei der man bis jetzt immer die Nachbarzähne abschleifen musste. Bei dem Zahnimplantat kann man sich das ersparen.

Wie kann zuwenig eigener Kieferknochen ersetzt oder aufgebaut werden?

MR Dr. Alfred Zuber: Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten von der sogenannten “Knochenringtechnik”, wobei vorgefertigte Knochenringe in den Knochen mit dem Implantat eingepflanzt werden. Dieser Knochenring wird dann nach einer Zeit von sechs bis acht Monaten durch eigene Knochenzellen ersetzt. Ist der Defekt größer, so kann Knochen an anderer Stelle entnommen werden. Ein noch modernerer Weg ist, wenn man Spenderknochen nimmt, der, wie ein Puzzle-Teil, in diesen Defekt eingebaut wird. Nach einer entsprechenden Heilungszeit von neun bis zwölf Monaten kann dann auch dort implantiert werden.

Kann ein Implantat sofort nach dem Zahnverlust eingesetzt werden?

MR Dr. Alfred Zuber: Es ist abzuklären, ob Erkrankungen in der Mundhöhle vorliegen. Diese müssen vor einer Implantation behandelt werden. Z.B. die Parodontitis, die eine Entzündung des Zahnhalteapparates darstellt, muss im Vorfeld behandelt werden, bevor an eine Implantation zu denken ist. In den seltenen Fällen von traumatischen Zahnverlusten, wie z.B. bei Sportverletzungen, kann oft sofort implantiert werden. Wenn hier der abgebrochenen Teil des Zahnes, die abgebrochene Wurzel, noch im Mund steckt, wird diese sorgsam entfernt und in der gleichen Sitzung wird das Implantat gesetzt.

Mit welchem Aufwand muss der Patient bei einem Zahnimplantat rechnen?

MR Dr. Alfred Zuber: Prinzipiell gliedert sich der Aufwand in zwei Teile: in den chirurgischen Teil, die Implantation selbst, und die prothetische Versorgung. Beim chirurgischen Teil, also bei der Wahl des Implantatsystems, gehen wir keine Kompromisse ein. Hier verwenden wir nur Weltmarktführer und führende Produkte, bei denen wir davon ausgehen können, dass auch in der Zukunft (20, 30 bis zu 40 Jahren) Ersatzteile erhältlich sind. Bei der prothetischen Versorgung, sprich bei der Kronen- und Brückenversorgung oder auch bei der Fixierung von Prothesen hat der Patient die Wahl zwischen einfachen Druckknöpfen, Stegversorgungen bis hin zu High-End-Produkten, wie Zirkon- oder vollkeramischen Brückenlösungen.

Wie lange ist ein Zahnimplantat haltbar?

MR Dr. Alfred Zuber: .Die Haltbarkeit von Implantaten hängt in erster Linie von der Pflege ab. Ein einmal osiointegriertes Implantat, d.h. ein Implantat, das fest im Knochen verankert ist, hat praktisch eine unbegrenzte Lebensdauer. Das Implantat selbst altert nicht. Die Gefahr für ein Implantat im Mund ist immer die bakterielle Infektion d.h. Bakterien, die durch nicht weggeputzten Zahnbelag sich anlagern. Diese können, genauso wie Parodonthose zum Verlust des Zahnes führen kann, zum Verlust des Implantates führen.

Weitere Informationen zu MR Dr. Alfred Zuber finden Sie hier.

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