Parodontose – Erkrankung des Zahnhalteapparats

Parodontose – Erkrankung des Zahnhalteapparats

Stand: August 2020
Illustrierter Zahn mit Parodontitis

Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose genannt, ist eine weit verbreitete Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sie wird durch Bakterien verursacht und ist zumeist auf mangelhafte Mundhygiene zurückzuführen. Unbehandelt kann es zu einer weitreichenden Schädigung des Zahnhalteapparats und zu Zahnverlust kommen, darüber hinaus erhöht Parodontitis das Risiko für verschiedene andere Erkrankungen. Lesen Sie hier, wie und wodurch Parodontitis entsteht, welche Anzeichen typisch sind, wie Parodontitis behandelt wird und was man täglich tun kann, um die Mundgesundheit zu fördern und Parodontitis vorzubeugen.

Was ist Parodontose?

Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats, die umgangssprachlich auch Parodontose genannt wird. Der Begriff “Parodontose“ gilt als überholt, in der Zahnmedizin wird der Begriff “Parodontitis“ verwendet.
Parodontitis ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung, die sich auf Basis einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entwickelt. Sie führt unbehandelt zu einer dauerhaften Zerstörung des Zahnhalteapparats (Parodontium) und Zahnverlust, zudem erhöht sie das Risiko für verschiedene andere Erkrankungen. Pardontitis ist weit verbreitet und im Erwachsenenalter der häufigste Grund für Zahnverlust.

Ursachen

Auf den Zahnoberflächen und in den Zahnzwischenräumen bilden sich laufend – nicht nur nach dem Essen – bakterielle Beläge. Die Bakterien produzieren Giftstoffe, bei nachlässiger Mundhygiene dringen diese in das Zahnfleischgewebe ein, wodurch es zu einer Zahnfleischentzündung kommen kann. Um Erkrankungen des Zahnfleisches und der Zähne zu verhindern, müssen die bakteriellen Beläge, sogenannte Plaques, regelmäßig gründlich entfernt werden (durch Zähneputzen, Zahnseide, Interdentalbürstchen etc.).

Bei nachlässiger Mundhygiene kommt es zu einer Gingivitis, was sich u. a. durch Rötungen, Schwellungen und empfindliches und beim Zähneputzen blutendes Zahnfleisch bemerkbar macht. Die Entzündungsreaktion ist auf das Zahnfleisch beschränkt und heilt durch optimale Mundhygiene in der Regel wieder komplett aus. Bleibt die Gingivitis jedoch unbehandelt, kann sich eine Parodontitis entwickeln. Die Entzündung ist dann kein lokales Geschehen mehr, sondern schreitet in die Tiefe fort und führt zu einer Schädigung der Strukturen des Zahnhalteapparats. Zu diesen zählen das Zahnfleisch, Wurzelhaut und Wurzelzement, welche den im Knochen verankerten Teil des Zahnes umgeben und den Zahn mit dem Zahnfach (Alveole) verbinden, und der Alveolarknochen (bogenförmiger Knochenteil des Ober- und Unterkiefers, in dem sich die Zahnfächer befinden).

Zusammengefasst ist Parodontitis eine durch Bakterien verursachte Erkrankung, die zumeist auf nachlässige Mundhygiene zurückzuführen ist. Weitere Faktoren, die das Risiko für die Entwicklung von Parodontitis erhöhen sind u. a. Rauchen, ungünstige Ernährungsgewohnheiten, bestimmte Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus), geschwächte Immunabwehr, Stress und erbliche Veranlagung.

Symptome

Parodontitis macht sich je nach Schweregrad durch verschiedene Symptome bemerkbar. Zu Beginn haben Betroffene in der Regel kaum Beschwerden. Der Prozess, bei welchem sich die vom Zahnfleisch ausgehende Entzündung in die tieferen Anteile des Zahnhalteapparats ausbreitet verläuft zumeist schmerzlos und unbemerkt. Blutendes Zahnfleisch, beispielsweise beim Zähneputzen oder beim Beißen in etwas Hartes, kann ein erstes Anzeichen für entzündetes Zahnfleisch und folglich für eine beginnende Parodontitis sein. Wird die Entzündung nicht behandelt, bilden sich Zahnfleischtaschen, die sich vertiefen und mit Plaque füllen und das Entzündungsgeschehen unterhalten. Mit der Zeit kommt es zum Abbau von Verankerungsfasern und des Knochens. Der Kieferknochen und das Zahnfleisch ziehen sich zurück und die Zahnhälse werden zunehmend freigelegt, wodurch die Zähne optisch länger wirken. Weitere mögliche Anzeichen, die auf Parodontitis hinweisen können sind empfindliche Reaktionen auf Kälte und Wärme und Mundgeruch. Infolge des Abbaus von Verankerungsfasern und des Knochens verlieren die Zähne zudem immer mehr an Halt; sie können ihre Stellung verändern, locker werden und schließlich ausfallen.

Pardontitis – mögliche Anzeichen im Überblick:

  • Blutendes, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleischschwund
  • Zahnfleischtaschen
  • Freiliegende empfindliche Zahnhälse
  • Optisch länger wirkende Zähne
  • Mundgeruch
  • Unangenehmer Geschmack im Mund
  • Lockere Zähne
  • Zahnverlust

Das genaue Beschwerdebild kann individuell verschieden sein. Die Auflistung der hier angeführten Symptome dient dem Überblick und kann unvollständig sein, zudem kann ein Symptom Anzeichen für eine andere Erkrankung sein. Auch muss nicht jedes hier angeführte Symptom bei Parodontitis auftreten. Im Zweifelsfall oder bei Verdacht auf eine Erkrankung sollte stets ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Mögliche Folgen

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die unbehandelt zu einer Zerstörung des Zahnhalteapparats und zu Zahnverlust führt und Betroffene darin einschränkt unbeschwert zu essen, zu sprechen und zu lachen.
Darüber hinaus können sich aus einer Parodontitis noch andere Erkrankungen, darunter auch solche außerhalb des Zahn-, Mund- und Kieferbereichs, entwickeln. Die chronische Entzündung beschränkt sich nämlich längst nicht nur auf den Mund, sondern erhöht auch das Risiko für verschiedene andere Erkrankungen. So sind beispielsweise Parodontitis und Typ-2-Diabetes eng verzahnt (Patienten mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Parodontitis, umgekehrt kann eine unbehandelte Parodontitis die Behandlung von Diabetes/eine gute Blutzuckereinstellung erschweren), ebenso gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herzkrankheiten – liegt eine Parodontitis vor, ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Ein Zusammenhang ist auch mit rheumatischen Erkrankungen bekannt, weiters kann Parodontitis den Verlauf einer Schwangerschaft beeinflussen.

Da Parodontitis die Mund- wie auch die Allgemeingesundheit wesentlich beeinträchtigen kann, sollten Anzeichen einer Zahnfleischentzündung oder Parodontitis nicht verharmlost und auf die leichter Schulter genommen werden. Durch einen frühzeitigen Besuch beim Zahnarzt und frühzeitiges Handeln ist es möglich, die Mundgesundheit Schritt für Schritt wiederherzustellen und möglichen unangenehmen Folgen einer Parodontitis gezielt vorzubeugen.

Diagnose

Grundsätzlich sollte mindestens zweimal jährlich eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt erfolgen, auch wenn keine Beschwerden bestehen. Im Rahmen der zahnärztlichen Untersuchung werden die Zähne, das Zahnfleisch und die gesamte Mundhöhle inspiziert. Einmal jährlich sollte zudem eine Parodontale Grunduntersuchung (PGU) zur Beurteilung der parodontalen Gesundheit durchgeführt werden. Hierbei wird u. a. mithilfe einer sogenannten Parodontalsonde (stumpfes Instrument mit Maßeinteilung) geprüft, wie weit es möglich ist, in die Zahnfleischfurche am Zahnfleischsaum einzudringen. Ergibt sich der Verdacht auf Parodontitis, erfolgt eine genaue Befunderhebung mit weiteren Untersuchungen, um das Ausmaß der Erkrankung bestimmen und einen individuellen Behandlungsplan erstellen zu können.

Im Rahmen einer umfassenden Anamnese erfasst der Zahnarzt die medizinische und zahnmedizinische Vorgeschichte. Er erkundigt sich nach möglichen Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, rheumatische Erkrankungen), eingenommenen Medikamenten, möglichen Beschwerden (z. B. Zahnschmerzen, überdurchschnittliches Heiß-Kalt-Empfinden, Zahnfleischbluten, Mundgeruch), persönlichen Risikofaktoren (z. B. Ernährungsgewohnheiten, Rauchen, Stress) und anderen Punkten, die in Hinblick auf die parodontale Gesundheit von Bedeutung sind. Bei Verdacht auf Pardontitis wird der Parodontale Screening-Index (PSI) erhoben, für welchen alle Taschen an allen Zähnen gemessen werden. Die mit der Sonde erfasste Eindringtiefe, die Blutungsneigung, der Lockerungsgrad der Zähne und andere Punkte werden erfasst und im Parodontalstatus festgehalten, wodurch es möglich ist, den Schweregrad und die Ausbreitung der Erkrankung festzustellen. Weiters werden Röntgenaufnahmen angefertigt, um den Zustand des Knochens und möglichen Knochenabbau zu erkennen und zu beurteilen und andere Ursachen für Zahnlockerungen auszuschließen. Darüber hinaus können noch weitere Untersuchungen veranlasst werden (z. B. Abstrichentnahme und Test, um die an der Entzündung beteiligten Bakterien zu bestimmen). Der genaue Ablauf der Abklärung richtet sich nach der individuellen Situation.

Behandlung

Die Behandlung von Parodontitis umfasst verschiedene Maßnahmen und zielt darauf ab, die parodontale Gesundheit Schritt für Schritt wiederherzustellen.

Grundsätzlich besteht die Behandlung darin, dass alle Zahnoberflächen und insbesondere die Zahnhälse und Wurzeloberflächen innerhalb der Zahnfleischtaschen systematisch gereinigt und gründlich von allen Belägen und Ablagerungen befreit werden. Zum Einsatz kommen spezielle Handinstrumente (Küretten, Scaler) und, je nach Situation, Ultraschall, Laser und andere Techniken; je nach Ausmaß können für die parodontale Therapie mehrere Sitzungen erforderlich sein. In manchen Fällen werden nach vorheriger Abstrichentnahme und Bestimmung der an der Entzündung beteiligten Bakterien zusätzlich Antibiotika verschrieben, um die bakterielle Infektion zu bekämpfen.

Durch diese Maßnahmen ist es in vielen Fällen möglich, eine deutliche Verbesserung des Entzündungsgeschehens zu erreichen. Einige Zeit nach der letzten Reinigungssitzung wird der Parodontalstatus erneut erhoben, um den Behandlungserfolg zu beurteilen. Finden sich keine Entzündungszeichen mehr, ist die aktive Behandlungsphase abgeschlossen. Haben die Therapiemaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gezeigt bzw. ist die Entzündung bereits weit fortgeschritten, kann eine chirurgische Behandlung notwendig sein, bei welcher die Reinigung (Entfernung von Belägen und erkranktem Gewebe) und Reduktion der Taschentiefe unter direkter Sicht und lokaler Betäubung erfolgen. Zusätzlich kann versucht werden verlorengegangenes Gewebe wieder aufzubauen.

Wesentliche Bestandteile der Pardontitis-Behandlung sind zudem Beratung und Verbesserung der häuslichen Mundhygiene. Um die Therapie bestmöglich zu unterstützen und zu verhindern, dass sich die Beläge erneut bilden, müssen Betroffene intensiv mitarbeiten und lernen die Zahnoberflächen und Zahnzwischenräume sauber zu halten. Betroffene werden individuell beraten, wie und womit sie ihre Zähne und Zahnzwischenräume am besten reinigen und wie es gelingen kann, die häusliche Mundhygiene konstant auf hohem Niveau zu halten (Beratung hinsichtlich richtiger Putztechnik, Wahl der richtigen Pflegeprodukte, Anwendung von Spüllösungen, Zahnseide, Interdentalbürstchen, Zungenschaber etc.). Die aktive Mitarbeit des Patienten ist für einen nachhaltigen Behandlungserfolg unerlässlich.

Das Mundhygieneniveau und der Parodontalstatus werden nach Abschluss der Behandlung in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Etwaige Problemstellen werden entsprechend behandelt, zudem sollte in regelmäßigen Abständen eine professionelle Reinigung der Zähne (professionelle Mundhygiene) durchgeführt werden. Wie sich die Parodontitis-Therapie genau gestaltet (erforderliche Maßnahmen, Anzahl der Sitzungen, Dauer etc.) und in welchen Abständen zahnärztliche Kontrollen erforderlich sind, richtet sich ganz nach der Situation des Patienten und wird individuell festgelegt.

Maßnahmen zur Vorbeugung

Mittels verschiedener einfach umzusetzender Maßnahmen ist es möglich, Karies, Zahnfleischentzündungen, Parodontitis und anderen Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen. Folgende Maßnahmen tragen wesentlich zum Erhalt der Mundgesundheit und zur Vorbeugung von Parodontitis bei:

  • Zähneputzen: Die Zähne sollten mindestens zweimal täglich (morgens und abends) sorgfältig geputzt werden. Besondere Aufmerksamkeit sollte hierbei auch schwer zu erreichenden Stellen zukommen, welche beim Putzen leichter vernachlässigt werden können. Nach einer Mahlzeit sollte etwa eine halbe Stunde gewartet werden, ehe geputzt wird, um den Zahnschmelz zu schonen.
  • Hilfsmittel: Zahnseide, Interdentalbürstchen, Mundspülungen und andere Hilfsmittel sollten regelmäßig zur Anwendung kommen, um die Zahnzwischenräume sauber zu halten und Beläge zu reduzieren.
  • Beratung: Jedes Gebiss hat individuelle Bedürfnisse. Das Alter, bestimmte Grunderkrankungen, individuelle Lebens- und Konsumgewohnheiten, Zahnersatz, Zahnspangen und andere Faktoren haben Einfluss darauf, wie sich die tägliche Mundhygiene gestalten sollte. Lassen Sie sich von einem Zahnarzt zum Thema Mundhygiene beraten und sich Putztechniken und den Umgang mit notwendigen Hilfsmitteln erklären.
  • Zahnbürste & Co reinigen: Die Zahnbürste sollte nach dem Putzen gründlich ausgewaschen und alle paar Wochen gewechselt werden. Auch herausnehmbarer Zahnersatz und herausnehmbare Zahnspangen sollten regelmäßig gereinigt werden.
  • Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen: Auch wenn keine Beschwerden bestehen sollte mindestens zweimal jährlich eine zahnärztliche Kontrolle erfolgen. Dies ermöglicht es, Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
  • Leichte Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen: Gelegentliche leichte Zahnschmerzen, gerötetes Zahnfleisch, dauerhaft schlechter Mundgeschmack und/oder Mundgeruch sind Anzeichen, dass mit der Mundgesundheit etwas nicht passt und sollten beim Zahnarzt abgeklärt werden lassen.
  • Professionelle Mundhygiene: Eine professionelle Mundhygiene ist eine wichtige Ergänzung zur täglichen Mundhygiene und sollte mindestens einmal jährlich durchgeführt werden. Im Rahmen der Sitzung werden die Zahnoberflächen und -zwischenräume gründlich gereinigt und von weichen und harten Ablagerungen befreit, was das Risiko für Karies, Parodontitis und andere Erkrankungen im Mundraum zusätzlich reduziert. Auch individuelle Problemzonen werden aufgedeckt und deren Reinigung wird erklärt. Zudem können sich Patienten danach über hellere Zähne, glatte Zahnoberflächen und ein angenehmes Mundgefühl freuen.
  • Rauchstopp: Raucher haben ein höheres Risiko für Parodontitis. Lesen Sie hier, wie es gelingen kann, mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Gesunde Ernährung: Zucker ist eine Nahrungsgrundlage für Plaquebakterien. Eine ausgewogene Ernährung und die Reduktion von zucker- und säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken sind ebenfalls wichtige Maßnahmen, um die Mundgesundheit zu fördern und Karies und Parodontitis vorzubeugen.
  • Grunderkrankungen behandeln lassen: Ein geschwächtes Immunsystem und bestimmte Erkrankungen erhöhen das Risiko für Parodontitis. Um die Allgemein- wie auch die Mundgesundheit zu verbessern und zu fördern sollten Grunderkrankungen stets ausreichend behandelt werden (z. B. gut eingestellte Blutzuckerwerte bei Diabetes mellitus).

Fact-Box Parodontitis

Parodontitis: Erkrankung des Zahnhalteapparats

Ursachen/Risikofaktoren: Bakterielle Entzündung, mangelhafte Mundhygiene, Rauchen, unausgewogene Ernährung, bestimmte Erkrankungen wie Diabetes mellitus, geschwächte Immunabwehr, Stress, genetische Faktoren u. a.

Folgen: Zerstörung des Zahnhalteapparats, Zahnverlust, Einschränkungen unbeschwert zu essen, zu sprechen und zu lachen, erhöhtes Risiko für bestimmte andere Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen)

Symptome: Je nach Schweregrad; blutendes, gerötetes und/oder geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischschwund, vertiefte Zahnfleischtaschen, freiliegende empfindliche Zahnhälse, optisch länger wirkende Zähne, Mundgeruch, lockere Zähne, Zahnverlust u. a.

Diagnose: Anamnese, Inspektion von Zähnen, Zahnfleisch und Mundhöhle, Bestimmen der Sondierungstiefe, Erfassen von Blutungsneigung und Lockerungsgrad der Zähne, Röntgenaufnahmen, Abstrichentnahme u. a.

Behandlungsmaßnahmen: Beratung und Optimierung der häuslichen Mundhygiene, systematische Reinigung aller Zahnoberflächen, Antibiotika-Therapie, chirurgische Therapie (Reinigung und Reduktion der Taschentiefe unter direkter Sicht), regelmäßige Kontrollen u. a.

Vorbeugende Maßnahmen: Regelmäßiges gründliches Zähneputzen, regelmäßige Anwendung von Zahnseide und anderen Hilfsmitteln, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen, professionelle Mundhygiene, Rauchstopp, ausgewogene Ernährung, Reduktion von zucker- und säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken u. a.

Autor:
Quellen:
Becher S.; Die nichtchirurgische Therapie der Parodontitis, der junge zahnarzt 03/2020, Springer Medizin Verlag

Schmidinger-Mostegel M.; Systemische Antibiotikagabe bei subgingivaler Instrumentierung, Zahn Krone 03/2019, MedMedia Verlag und Mediaservice

Graetz C., Sälzer S.; Parodontitis – Paradigmenwechsel in der Prophylaxe?, Zahn Krone 02/2019, MedMedia Verlag und Mediaservice

Schmidinger-Mostegel M.; Häusliches mechanisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis, Zahn Krone 02/2019, MedMedia Verlag und Mediaservice

Wimmer G.; Interaktion von Parodontitis und Diabetes mellitus, Ärzte Krone 17/2017, MedMedia Verlag und Mediaservice

Schünke M. et al.; Zahnhalteapparat (Parodontium), In: Schünke M. et al. (Hrsg.), Kopf, Hals und Neuroanatomie, 2015, 4. Auflage, Georg Thieme Verlag

Vetter C.; Parodontitis: Eine Quelle für Systemerkrankungen, Deutsches Ärzteblatt 17/2011, Deutscher Ärzteverlag GmbH

Wimmer G.; Parodontitis und Diabetes mellitus: Eine Wechselbeziehung, Universum Innere Medizin 05/2011, MedMedia Verlag und Mediaservice

Sarkady C.; Parodontalerkrankungen: Grundlagen der Gingivitis und Parodontitis, ARS Medici 23/2006, Rosenfluh Publikationen AG

Die Parodontale Grunduntersuchung (PGU), Österreichische Gesellschaft für Parodontologie, URL: https://www.oegp.at/patientinnen/untersuchung/, 26.06.2020