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Schulschließung hat auch gesundheitliche Vorteile

Es ist unbestritten, dass sich die Schulschließungen in der Corona-Epidemie negativ auf die Gesundheit vieler Kinder und Heranwachsende ausgewirkt haben. Dennoch zeigen sich auch positive Effekte.

Gemäß mehrer Studien nahmen bei Jugendlichen im Lockdown depressive Symptome und Angstzustände zu, während die Lebenszufriedenheit und -qualität abnahm. Jugendliche waren weniger körperlich aktiv und verbrachten mehr Zeit vor dem Bildschirm.
Homeschooling-Phasen können sich aber auch positiv auf das gesundheitliche Wohlbefinden vieler Jugendlicher auswirken, zeigt eine Studie an 3664 Gymnasiasten. Die Schülerinnen und Schüler schliefen während des Lockdowns rund 75 Minuten länger. Sie gingen nur etwa 15 Minuten später ins Bett als sonst, standen aber um rund 90 Minuten später auf. Gleichzeitig stieg ihre Lebensqualität signifikant und der Konsum von Alkohol sowie Koffein sank, berichtet Co-Studienleiter Oskar Jenni, Universität Zürich. Als Vergleich dienten Ergebnisse einer Befragung von 5308 Schülern aus dem Jahr 2017.

Für die Forscher stellt dies eine einmalige Gelegenheit zur Untersuchung von späteren Schulstartzeiten dar, wobei bereits bekannt ist, dass Schlafdefizite bei Jugendlichen zu allgemeiner Müdigkeit, Angst und körperlichem Unwohlsein führen können. Dadurch verschlechtern sich die Stimmung sowie kognitive Funktionen wie Konzentration, Gedächtnis und Aufmerksamkeit, was die Bewältigung des Alltags erheblich beeinträchtigt.
„Unsere Befunde sprechen klar dafür, die morgendlichen Schulstartzeiten zu verschieben, damit die Jugendlichen mehr Schlaf bekommen“, betont Jenni. Vermutlich wären die positiven Effekte auf die Gesundheit und Lebensqualität ohne die psychischen Belastungen durch die Pandemie noch viel grösser gewesen.

Referenz:
Universität Zürich
Association of Adolescent Sleep Duration During COVID Pandemic High School Closure – Effects of homeschooling on adolescents’ sleep and health, JAMA Network Open 2022; https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2787630

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