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Schnarchen, Mann schlafend
tommaso79/shutterstock.com

„Ohrwürmer“ beeinträchtigen Schlafqualität

Die meisten Menschen hören tagsüber und oft kurz vor dem Schlafengehen Musik, um sich zu entspannen. Klingt logisch, ist aber vielleicht doch keine gute Idee. Der Meinung ist zumindest Schlafforscher Michael Scullin von der Baylor University, Texas; der jüngst untersuchte, wie sich Musikhören auf die Schlafqualität auswirkt.

Er fand heraus, dass gerade „Ohrwürmer“ (Lieder, die sich im Kopf einer Person einnisten und immer wieder abgespielt werden), die häufig im Wachzustand auftreten, auch beim Ein- und Durchschlafen Probleme bereiten. Dabei gilt: je höher der Musikkonsum, desto wahrscheinlicher die Chance auf eine „Ohrwurminfektion“.
Überraschenderweise fand die Studie, die an über 200 Personen durchgeführt wurde, auch heraus, dass reine Instrumentalmusik doppelt so häufig zu Ohrwürmern führt und die Schlafqualität stört als die gesungene Version einer Musikproduktion. So erwies sich beispielsweise der Song „Call me maybe“ mit Carly Ray Jepsen als weit verträglicher als die Instrumentalversion des Music-Hits. Interessant war auch der Befund, dass fast alle Teilnehmer davon ausgingen, dass Musik ihren Schlaf verbessert. Die im Schlaflabor durchgeführten EEG-Messungen bezeugten jedoch das Gegenteil.

Eine Möglichkeit Ohrwürmer loszuwerden, so der Forscher, besteht darin sich vor dem zu Bett gehen mit anderen Dingen, die vollständige Konzentration benötigen, zu beschäftigen. Etwa To do-Listen für den nächsten Tag zu verfassen.

Referenz:
Baylor University
Bedtime Music, Involuntary Musical Imagery, and Sleep, Psychological Science 2021; https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0956797621989724

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  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

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