Zecken können FSME übertragen
Foto: Steven Ellingson/shutterstock

Einfach erklärt: FSME

FSME ist eine Krankheit. FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Diese Krankheit wird von Zecken übertragen. Wenn eine Zecke FSME-Viren hat, kann sie die Krankheit auf Menschen übertragen. FSME kann gefährlich sein. Die Krankheit kann das Gehirn und die Nerven angreifen. In diesem Text erlären wir mehr über FSME, wie man sich schützt, was bei einem Zeckenstich zu tun ist und wie eine Impfung helfen kann.

Wichtiges über FSME:


Übertragung:
Zecken übertragen das Virus.

Andere Krankheiten: Zecken können auch Borreliose übertragen, dagegen gibt es aber keine Impfung.

Behandlung:  Keine spezielle Medizin gegen das FSME-Virus. Nur die Symptome können behandelt werden.

Verbreitung: In ganz Österreich gibt es Zecken.

Schutz: Der beste Schutz ist die Impung.

In diesem Artikel finden Sie viele wichtige Informationen in einfacher Sprache über FSME. Dieser Text enthält allgemeine Informationen und kann keinen Besuch bei einem Arzt oder einer Ärztin ersetzen. 

Was ist FSME?

FSME ist eine Krankheit, die man von einem Virus bekommt. Dieses Virus wird meistens durch einen Zeckenstich übertragen. Zecken sind kleine Tiere, die im Gras oder im Wald leben. Wenn sie jemanden stechen, kann das Virus in den Körper kommen.

Wichtiges über FSME:

  • Zecken: Übertragen das Virus.
  • Andere Krankheiten: Zecken können auch Borreliose übertragen, dagegen gibt es aber keine Impfung. Durch den Zeckenbiss kommen Bakterien ins Blut eines Menschen. Diese Bakterien verursachen die Krankheit Borreliose. 
  • Nicht von Mensch zu Mensch: FSME kann sich nicht von einem Menschen auf einen anderen übertragen.

FSME-Erkrankungen in Österreich

In jedem Bundesland in Österreich gibt es Zecken. Zecken sind nicht nur im Wald, sondern auch in Wiesen, Parks und Gärten. Wegen des wärmeren Klimas gibt es Zecken auch im Herbst und Winter. 

Wie verläuft eine FSME-Erkrankung?

FSME kann unterschiedliche Beschwerden auslösen. Manche spüren nichts und andere haben verschiedene Anzeichen der Erkrankung, wie grippeähnliche Symptome:

  • Fieber
  • Kopf- und Bauchschmerzen
  • Allgemeines Krankheitsgefühl

Manche Menschen werden durch FSME auch stärker krank und haben oft folgende Anzeichen: 

  • Hohes Fieber
  • steifer Nacken
  • Kopfschmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Schwindel

Bei manchen Menschen kommen die FSME-Viren in das Gehirn und es kommt zu einer Entzündung des Gehirns. Das nennt man auch  Meningitis oder Meningoenzephalitis. 

Die meisten Menschen erkranken aber nicht schwer und werden schnell gesund. Für manche Menschen ist FSME besonders gefährlich. Dazu zählen:

  • Personen über 50 Jahre
  • In seltenen Fällen auch Kinder

Wie wird FSME behandelt?

Viele Menschen bemerken einen Zeckenstich nicht. Sie glauben, Sie haben FSME? Dann kann ein Arzt oder eine Ärztin Blut abnehmen und es untersuchen. So kann festgestellt werden, ob man FSME hat.  

Wie wird FSME behandelt? 

Es gibt keine spezielle Medizin gegen das FSME-Virus. Nur die Symptome können behandelt werden. Falls Sie FSME haben, ist es wichtig, sich auszuruhen und viel zu schlafen. Wenn Sie Schmerzen haben, können Sie Schmerzmittel nehmen. Davor sollten Sie aber mit einem Arzt oder einer Ärztin sprechen. Medikamente können auch Nebenwirkungen haben. Bei stärkeren Symptomen muss man vielleicht im Krankenhaus behandelt werden. 

Wie kann man sich vor FSME schützen?

Der beste Schutz vor FSME ist die Impfung. Die Impfung erfolgt in 3 Teilen:

  • Erste und zweite Impfung: Innerhalb von drei Monaten
  • Dritte Impfung: Nach neun bis zwölf Monaten

Nur mit allen drei Impfungen hat man einen vollen Schutz. Nach drei Jahren muss wieder geimpft werden, dann alle fünf Jahre. Bei über 60-Jährigen ist die Auffrischungsimpfung alle drei Jahre nötig.

Was sind die Nebenwirkungen der Impfung?

Die FSME-Impfung hat nur selten Nebenwirkungen. Dazu zählen:

  • Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Fieber bei Kindern

Man darf auch in der Schwangerschaft impfen. Davor sollte man aber immer mit einem Arzt oder einer Ärztin sprechen.

Wie kann man sich vor Zecken schützen?

Zecken leben im Gras und im Wald. Sie können neben FSME auch Borreliose übertragen. Deshalb ist es wichtig auf folgende Punkte zu achten:

Schutzmaßnahmen:

  • Kleidung: Bei Ausflügen in die Natur sollte man lange Kleidung tragen. Helle Kleidung und sie sollte möglichst viel Haut bedecken.
  • Insektenschutzmittel: Tragen Sie Insektenschutzmittel auf. 
  • Körper absuchen: Nach dem Aufenthalt im Freien ist es wichtig, den Körper auf Zecken abzusuchen.

Wie entfernt man Zecken?

Wenn Sie eine Zecke finden, muss sie schnell entfernt werden. So geht man vor:

  • Eine Pinzette verwenden
  • Greifen Sie mit der Pinzette die Zecke nah an der Hautoberfläche am Kopf 
  • Langsam rausziehen 
  • Nicht den Körper der Zecke quetschen, da sonst Bakterien übertragen werden können
  • nicht drehen, da der Kopf abreißen könnte
  • Wunde säubern

FAQ

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Zecken-Enzephalitis wird durch das FSME-Virus verursacht. Die Krankheit wird von Zecken übertragen. Zecken können auch Borreliose übertragen.

FSME wird über einen Zeckenstich auf den Menschen übertragen. Sehr selten passiert die Ansteckung durch das Essen von Rohmilchprodukten, wie Rohmilch oder Rohmilchkäse.

Nur eine Impfung gegen FSME schützt vor einer Ansteckung. Man muss sich 3x impfen lassen. Nur dann hat man den vollen Schutz.

  • Autor

    Redaktion DocFinder.at

    Unser Team aus erfahrenen Redakteuren und medizinischen Experten hat es sich zur Aufgabe gemacht, hochwertige Informationen zu Gesundheitsthemen zu erstellen. Unsere Artikel basieren auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung. Unser Qualitätsanspruch besteht darin, aktuelle medizinische Inhalte in erstklassiger Qualität auf verständliche Weise zu vermitteln.

Das könnte Sie auch interessieren
CT-Bild von Fötus in Eileiter - Ultraschallbild Eileiterschwangerschaft

Eileiterschwangerschaft

Bei einer Eileiterschwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle im Eileiter ein. Dies kann zu lebensgefährlichen Situationen führen.

Frau mit Tuch über Inhalationsschüssel

Behandlung einer Sinusitis - Nebenhöhlenentzündung

Bei einer Nebenhöhlenentzündung lohnt es sich, verschiedene Behandlungsmöglichkeiten auszuprobieren bzw. miteinander zu kombinieren.

Fuß tritt auf rostigen Nagel. Tetanus Gefahr

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Tetanus ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Ohne Behandlung verläuft Tetanus tödlich, wirksamster Schutz ist die Impfung.

Mammographie: Arzt betrachtet Röntgenbilder

Was sind die Vor- und Nachteile einer Mammographie?

Die Mammographie ist die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs und kann auch zur näheren Diagnostik eingesetzt werden. Dabei wird die Brust geröntgt.