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Frau arbeitet am Laptop
shutterstock

Kamera aus bei Zoom-Meetings

Die Pandemie führte dazu, dass viele auf Remote-Arbeit umgestiegen und virtuelle Meetings zu einem vertrauten Bestandteil des täglichen Lebens geworden sind. Damit einher kommt es zu einem neuen Phänomen, der „Zoom-Müdigkeit“ – ein Gefühl des Ausgelaugt Seins und des Energiemangels nach einem Tag voll mit virtuellen Meetings.

Besonders abgeschlagen fühlen sich dabei offenbar diejenigen, die ihre Kamera durchgehend eingeschalten lassen. Sie geben an, weitaus müder zu sein als diejenigen, die eher offline agieren. Das ist das Ergebnis eines vierwöchigen amerikanischen Experiments mit 103 Teilnehmern und mehr als 1400 Einzelbeobachtungen. Besonders ausgeprägt zeigte sich dieser Effekt bei Frauen und Teilnehmern, die ihren Job noch nicht lange machten. Diese „Zoom-Fatigue“ hatte auch Auswirkungen auf die Performance der Mitarbeiter, sie meldeten sich seltener zu Wort und engagierten sich weniger. Was wiederum der gängigen Annahme vieler Vorgesetzter widerspricht, dass sich Mitarbeiter eher bei laufender Kamera einbringen.

Die Wissenschaftler schlagen vor, Angestellte nicht dazu zu zwingen, ihre Kamera durchgehend eingeschalten zu lassen. Idealerweise sollte man ihnen zugestehen, über die   Kamerafunktion selbst entscheiden zu können.

Referenz:
University of Georgia, University of Arkansas
The fatiguing effects of camera use in virtual meetings: A within-person field experiment, J of Appl Psy 2021; https://doi.apa.org/fulltext/2021-77825-003.html

#zoom #muedigkeit #auswirkung #fatigue #virtuell #konferenz #kamera #medizin #medimpressions

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

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