Zusammenfassung
Prostata-Gesundheit
Anzeichen von Prostataproblemen: vermehrter Harndrang, schwacher Harnstrahl, Nachtröpfeln, Gefühl der nicht vollständigen Blasenentleerung, Blut in Urin oder Sperma, Erektionsprobleme, verminderter Samenerguss, Schmerzen an der Prostata
Häufigste Prostataerkrankungen: Benigne Prostatahyperplasie (BPH, gutartige Vergrößerung der Prostata), Prostatitis (Entzündungen der Prostata), Prostatakrebs
Lebensstilmaßnahmen für eine gesunde Prostata: Ernährung („gute“ Fette, viel Obst und Gemüse, Ballaststoffe, Phytoöstrogene, sekundäre Pflanzenstoffe (v.a. Lypocin in gekochten Tomaten), Fisch statt rotem Fleisch und Wurstwaren,…; Bewegung (ideal: Kombination aus moderatem Ausdauersport, Krafttraining und Beckenbodengymnastik, 150 Minuten pro Woche bei moderatem Tempo);
urologische Vorsorgeuntersuchung
Wie merkt man, dass mit der Prostata etwas nicht stimmt?
Typische Anzeichen von Prostataproblemen betreffen oft das Wasserlassen, denn die Prostata liegt direkt unter der Harnblase und umschließt einen Teil der Harnröhre. Auch Schmerzen im Unterbauch, im Bereich zwischen Hodensack und After oder beim Samenerguss können auftreten.
Achten Sie auf folgende Beschwerden:
- häufigen oder plötzlich starken Harndrang, auch nachts
- einen schwachen oder unterbrochenen Harnstrahl
- häufiges Wasserlassen mit jeweils kleinen Urinmengen
- Schwierigkeiten, mit dem Wasserlassen zu beginnen
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- unkontrolliertes Nachtröpfeln nach dem Wasserlassen
- das Gefühl, dass die Harnblase nicht vollständig entleert ist
- Schmerzen beim oder nach dem Samenerguss
- Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
Viele dieser Symptome können auf eine gutartige Ursache wie etwa eine Prostatavergrößerung zurückgeführt werden. Mit zunehmendem Alter wächst die Prostata häufig. Dabei kann sie die Harnröhre einengen und den Harnfluss behindern. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Größe: Auch eine leicht vergrößerte Prostata kann Beschwerden verursachen. Andere Symptome wie etwa Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit deuten auf weniger harmlose Ursachen hin, und in jedem Fall sollte man sich an den Arzt oder an die Ärztin wenden, wenn Beschwerden auftreten.
Was sind die häufigsten Prostata-Erkrankungen?
Vor allem mit zunehmendem Alter können verschiedene Prostata-Erkrankungen auftreten. Dazu zählen gutartige Veränderungen wie die benigne Prostatahyperplasie (BPH), Entzündungen der Prostata (Prostatitis) sowie bösartige Erkrankungen wie der Prostatakrebs (Prostatakarzinom), die zugleich auch die häufigsten Prostata-Erkrankungen sind. Die oben beschriebenen Beschwerden können auf eine Erkrankung hinweisen. Prostatakrebs verursacht im frühen Stadium jedoch meist keine Symptome. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Erkrankung und ihrem Verlauf ab.
Benigne Prostatahyperplasie (BPH), auch gutartige Prostatavergrößerung
Bei vielen Männern vergrößert sich die Prostata ab etwa 40 Jahren. Das ist ein normaler Alterungsprozess und wenn keine Beschwerden vorliegen, ist die BPH nicht medizinisch behandlungsbedürftig. Verursacht die gutartige Vergrößerung Beschwerden beim Wasserlassen, sprechen Fachleute von einem benignen Prostatasyndrom (BPS).
Entleert sich die Harnblase nicht vollständig, kann Restharn zurückbleiben. Dieser begünstigt wiederkehrende Harnwegsinfektionen und Blasensteine. Bei einer ausgeprägten Abflussstörung können auch die Nieren geschädigt werden. In seltenen Fällen kommt es durch eine stark vergrößerte Prostata zu akutem Harnverhalt. Betroffene können trotz voller Blase keinen Urin mehr lassen und haben meist starke Schmerzen. Das ist ein medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss.
Prostatitis (Entzündung der Prostata)
Eine Entzündung der Prostata kann akut oder chronisch verlaufen. Sie kann sehr schmerzhaft sein und deutliche Beschwerden verursachen. Eine akute bakterielle Prostatitis entsteht durch Bakterien, die meist über die Harnwege in die Prostata gelangen. Typisch sind Schmerzen beim Wasserlassen, Fieber und Schüttelfrost. Sie muss rasch ärztlich behandelt werden. Zur Behandlung kommen Antibiotika zum Einsatz.
Besteht die Prostatitis mehr als drei Monate lang und sind wiederholt Keime im Urin, im Prostataexprimat oder im Ejakulat nachweisbar, so spricht man von einer chronischen Prostatitis. Die Beschwerden sind häufig weniger plötzlich und ausgeprägt als bei der akuten Form, können aber wiederkehren. Möglich sind Schmerzen beim Wasserlassen, im Dammbereich oder beim Samenerguss.
In den allermeisten Fällen ist die Prostataentzündung aber nicht bakteriell verursacht, und die genauen Auslöser für die entzündlichen Prozesse sind nicht bekannt. Mediziner:innen sprechen hier von einer abakteriellen chronischen Prostatitis.
Prostatakarzinom
Prostatakrebs ist in westlich industrialisierten Ländern die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Im Frühstadium verursacht er meist keine Beschwerden, sondern erst dann, wenn der Tumor wächst und auf die Harnröhre drückt, kommt es zu Beschwerden beim Wasserlassen. Hinzu können Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, Abgeschlagenheit oder Gewichtsverlust kommen. Wichtig ist die Diagnose beim Facharzt oder der Fachärztin, denn er oder sie kann anhand bestimmter Untersuchungen klären, ob es sich tatsächlich um einen Tumor handelt, denn in vielen Fällen steckt hinter den Symptomen „nur“ eine gutartige Prostatavergrößerung. Mehr zu Prostatakrebs lesen Sie hier.

Welche Rolle spielt der PSA-Wert für die Prostata-Gesundheit?
PSA steht für Prostataspezifisches Antigen und ist ein Eiweißstoff, der hauptsächlich in der Prostata gebildet wird. Er verflüssigt die Samenflüssigkeit und sorgt so für die Beweglichkeit der Spermien. Mit einem Bluttest lässt sich die PSA-Konzentration bestimmen.
PSA wird vor allem als Tumormarker für Tumore der Prostata eingesetzt. Er kann helfen, ein Prostatakarzinom zu erkennen und spielt auch im Verlauf einer solchen Erkrankung eine Rolle, denn man kann damit den Krankheitsverlauf, die Prognose und den Therapieerfolg beurteilen.
Die häufig genannte Grenze von 4 ng/ml, entsprechend 4 µg/l, ist keine sichere Grenze zwischen gesund und krank. Auch bei niedrigeren Werten kann Prostatakrebs vorliegen. Umgekehrt können etwa eine gutartige Prostatavergrößerung oder eine Entzündung den Wert erhöhen. Bei der Beurteilung werden deshalb unter anderem das Alter, die Größe der Prostata und frühere PSA-Werte berücksichtigt.
Ein PSA-Test allein zeigt aber nur Veränderungen der Prostata an und gilt nicht als sicherer Hinweis auf ein Prostatakarzinom. Trotzdem kann der Test, der im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung kostenlos ist, im Einzelfall sinnvoll sein.
Warum ist die Prostata-Vorsorge so wichtig?
Die Prostata-Früherkennung dient dazu, Prostatakrebs zu entdecken, bevor Beschwerden auftreten. Prostatakrebs ist in Österreich die häufigste Krebserkrankung bei Männern und verläuft im frühen Stadium meist symptomlos. Beschwerden beim Wasserlassen oder Schmerzen können erst bei fortgeschrittener Erkrankung auftreten.
Wird er aber rechtzeitig erkannt, so stehen die Heilungschancen sehr gut, und es können schonendere Therapieverfahren eingesetzt werden. Außerdem können Ärzt:innen typische Beschwerden durch Vorsorgeuntersuchungen klarer eingrenzen, und oft steht hinter Problemen mit dem Wasserlassen „nur“ eine Prostata-Entzündung oder eine gutartige Prostatavergrößerung.
Wie hält man die Prostata gesund?
Um die Prostata langfristig gesund zu halten und das Risiko für Entzündungen, eine gutartige Vergrößerung oder Krebs zu senken, spielt der allgemeine Lebensstil eine entscheidende Rolle. Wie so oft geht es um die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung sowie Gewichtsmanagement.
Welche Ernährung ist gut für die Prostata?
Eine abwechslungsreiche, überwiegend pflanzliche Ernährung unterstützt die Gesundheit und das Wohlbefinden. Hinweise auf mögliche Vorteile für die Prostata liefern Beobachtungen aus asiatischen Ländern, in denen gutartige Prostatavergrößerungen seltener beschrieben werden. Die traditionelle, ballaststoffreiche Ernährung könnte dazu beitragen. Ein ursächlicher Zusammenhang ist jedoch nicht ausreichend belegt. Eine spezielle Prostatadiät lässt sich daraus nicht ableiten.
Mit den folgenden Tipps können Sie Ihre Ernährung ausgewogen gestalten:
- Fette: Bevorzugen Sie pflanzliche Öle mit ungesättigten Fettsäuren, etwa Raps-, Walnuss-, Oliven- oder Leinöl.
- Ballaststoffe: Essen Sie regelmäßig Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen oder Kichererbsen.
- Obst und Gemüse: Sorgen Sie für Abwechslung auf dem Teller. Verschiedene Sorten liefern unterschiedliche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
- Phytoöstrogene: Das sind hormonähnliche Substanzen aus pflanzlichen Lebensmitteln, die dem Prostatawachstum entgegenwirken können. Sie finden sich vor allem in Hülsenfrüchten, Soja und Sojaprodukten, Getreideprodukten (Haferflocken, Leinsamen,…) und bestimmten Getränken wie Tee
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Sekundäre Pflanzenstoffe beeinflussen verschiedene Stoffwechselprozesse und hemmen Entzündungen. Sie sind in vielen Obstsorten (Granatäpfel, Melonen,…) und Gemüsen wie Tomaten, Karfiol, Brokkoli, Chinakohl, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten enthalten. Vor allem der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin, der reichlich in Tomaten enthalten ist, bietet möglicherweise Schutz für die Prostatazellen. Weitere gute Quellen für Lycopin sind Wassermelonen, Paprika, Hagebutten, Marillen und Chili.
- Getränke: Trinken Sie über den Tag verteilt etwa 1,5 bis 2 Liter, vorzugsweise Wasser oder ungesüßten Tee. Bei Hitze und körperlicher Aktivität kann der Bedarf steigen.
- Rotes Fleisch und Wurstwaren: Essen Sie wenig rotes Fleisch und möglichst wenig verarbeitetes Fleisch wie Wurst oder Speck. Wählen Sie häufiger Hülsenfrüchte oder Fisch als Alternative.

Ist viel Trinken gut für die Prostata?
Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von 1,5 bis 2 Litern Wasser oder ungesüßtem Tee ist generell wichtig und kann auch die Harnwege „durchspülen“. Mehr als diese Menge kann bei bereits bestehenden Beschwerden mit dem Wasserlassen kontraproduktiv sein. Bei nächtlichem Harndrang kann es helfen, die Trinkmenge über den Tag zu verteilen und vor dem Schlafengehen weniger zu trinken.
Was kann man noch für die Prostatagesundheit tun?
Die zweite Säule der Eigenprävention für die Prostatagesundheit ist Bewegung, und hier zeigen zahlreiche Studien aus jüngerer Zeit, dass Sport und regelmäßige Bewegung sich schützend auf die Prostata auswirken können. Vor allem bei der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH), die häufig mit Symptomen der unteren Harnwege einhergeht, deuten viele Studien darauf hin, dass regelmäßige körperliche Aktivität mit einem geringeren Auftreten und einem verringerten Fortschreiten von BPH verbunden ist.
Auch bei Prostatakrebs gibt es Hinweise auf einen möglichen Schutzeffekt: Einige Studien verbinden regelmäßige körperliche Aktivität mit einem geringeren Erkrankungsrisiko. Die Ergebnisse sind jedoch uneinheitlich. Wie stark Bewegung das Risiko tatsächlich beeinflusst und ob ein früher Beginn zusätzliche Vorteile bietet, ist noch nicht ausreichend geklärt. Bei bestehendem Prostatakrebs kann regelmäßige Bewegung die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität verbessern. Kleinere Studien zeigen außerdem, dass angeleitete Trainingsprogramme den PSA-Wert günstig beeinflussen können. Ob Bewegung dadurch auch das Fortschreiten der Krebserkrankung verlangsamt, ist bisher nicht ausreichend belegt.
Ausdauer- und Krafttraining unterstützen außerdem die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Studien zeigen, dass sie auch die Erektionsfähigkeit nach einer Prostatakrebsbehandlung verbessern können. Was die Sportarten betrifft, so empfehlen die Expert:innen eine Kombination aus moderatem Ausdauersport, Krafttraining und Beckenbodengymnastik, idealerweise in einem Ausmaß von 150 Minuten pro Woche bei moderatem Tempo.
Bei einer akuten Prostatitis, insbesondere mit Fieber, sollten Sie auf Sport verzichten und sich körperlich schonen. Eine akute bakterielle Prostatitis erfordert eine rasche ärztliche Behandlung mit Antibiotika.
Helfen pflanzliche Mittel bei einer vergrößerten Prostata?
Pflanzliche Mittel werden eingesetzt, um Beschwerden beim Wasserlassen zu lindern. Ihre Wirksamkeit ist jedoch je nach Präparat unterschiedlich gut untersucht. Dass sie die Prostata verkleinern oder das Gewebewachstum zuverlässig bremsen, ist nicht ausreichend belegt. Vor einer Einnahme sollten die Beschwerden ärztlich abgeklärt werden.
Auch bei der Sägepalme ist die Studienlage nicht eindeutig: Eine große Studienauswertung fand insgesamt kaum oder keinen Nutzen gegenüber einem Scheinmedikament.
Die europäische urologische Leitlinie berücksichtigt dagegen einen bestimmten, mit Hexan gewonnenen Sägepalmenextrakt als mögliche Option mit begrenzter Wirkung. Die Ergebnisse lassen sich nicht auf alle Sägepalmenprodukte übertragen. Viele Präparate sind gut verträglich. Dennoch können Nebenwirkungen und Wechselwirkungen auftreten. Ob eine Kombination mit anderen Medikamenten sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke besprechen.
Welche Rolle spielen Vitamine und Spurenelemente für die Prostata?
Vitamine und Spurenelemente spielen im Rahmen einer gesunden, ausgewogenen Ernährung ihre Rolle für die Prostatagesundheit. Allerdings zeigen die wissenschaftlichen Untersuchungen zur spezifischen hochdosierten Zufuhr keinen großen Nutzen für die Prävention von Prostataerkrankungen, und vor Überdosierung wird allgemein gewarnt. Untersucht wurden unter anderem Vitamin D und Vitamin E. Für Vitamin-D-Präparate ist kein verlässlicher Schutz vor Prostatakrebs nachgewiesen. Hochdosiertes Vitamin E erhöhte in einer großen Studie sogar das Prostatakrebsrisiko. Auch für Vitamin B1 und B2 lässt sich keine Empfehlung zur gezielten Vorbeugung von Prostatakrebs ableiten.
Lycopin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der unter anderem in Tomaten vorkommt. Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass ein regelmäßiger Verzehr von Tomatenprodukten mit einem geringeren Risiko für Prostatakrebs, insbesondere fortgeschrittene Formen, verbunden sein könnte. Auch Zink und Selen sollten nicht gezielt zur Prostatakrebsvorbeugung eingenommen werden. Ein vorbeugender Nutzen zusätzlicher Präparate ist nicht nachgewiesen, und eine übermäßige Zufuhr kann schädlich sein.
Empfehlenswert ist deshalb eine ausgewogene, überwiegend pflanzliche Ernährung. Nahrungsergänzungsmittel können bei einem festgestellten Mangel oder einer anderen medizinischen Indikation sinnvoll sein. Ihre Einnahme und Dosierung sollten ärztlich abgestimmt werden.

Wann sollte man mit Prostatabeschwerden zu einem Arzt oder einer Ärztin?
Prostatabeschwerden äußern sich meist durch Probleme beim Wasserlassen oder Schmerzen. Beides sind gute Gründe, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.
Unbedingt sollten Sie das bei folgenden Warnzeichen tun:
- wenn Blut in Urin oder Sperma ist
- wenn Sie unter plötzlichem Harnverhalt oder starken Schmerzen im Unterbauch leiden
- wenn Sie Schmerzen (vor allem Brennen) beim Wasserlassen haben, eventuell auch Fieber
- wenn Sie unter einem schwachen Harnstrahl, nächtlichem Harndrang oder dem Gefühl einer nicht vollständig entleerten Blase leiden
In Österreich wird Männern ab dem 45. Lebensjahr eine jährliche urologische Vorsorgeuntersuchung empfohlen.
FAQ
Ja, eine vergrößerte Prostata kann durch bestimmte Medikamente (5-Alpha-Reduktasehemmer) oder verschiedene operative Verfahren verkleinert werden, und in Folge bessern sich auch die Beschwerden, die mit der Vergrößerung des Organs einhergehen.
Fahrradfahren ist eine Ausdauersportart, die auch bei gewissen Prostatabeschwerden problemlos durchgeführt werden kann. Allerdings kann dabei ein Druck auf den Dammbereich entstehen. Aber es gibt speziell ausgeführte Fahrradsättel, die hier entlastend wirken, weil sie eine Aussparung
in der Mitte, eine kürzere Sattelnase oder ein spezielle Polsterung haben. Nicht zu empfehlen ist Fahrradfahren bei einer akuten oder chronischen Prostatitis und kurz vor einem PSA-Test, denn durch den Druck auf den Damm kann der PSA-Wert steigen und somit verfälscht werden.
Zu diesem Thema gibt es zwar einzelne große Beobachtungsstudien, die einen geringfügigen Zusammenhang zwischen Samenergüssen und einem seltener auftretenden Prostatakarzinom zeigen, aber dadurch ist nicht belegt, dass häufige Samenergüsse vor Krebs schützen.
Ja, Beschwerden durch eine gutartige Prostatavergrößerung können mit Erektionsstörungen einhergehen. Auch eine chronische Prostataentzündung kann die Sexualfunktion beeinträchtigen und Schmerzen beim Samenerguss verursachen. Zudem können manche Medikamente und Eingriffe zur Behandlung von Prostataerkrankungen die Erektionsfähigkeit oder den Samenerguss beeinflussen.
Nein. Eine gutartig vergrößerte Prostata ist nicht automatisch gefährlich. Entscheidend ist, ob sie den Harnabfluss behindert oder Komplikationen verursacht. Manche Männer haben trotz deutlich vergrößerter Prostata kaum Beschwerden, andere bereits bei einer leichten Vergrößerung.
Ja, denn die Prostata ist kein Organ, das überlebenswichtig ist, aber wenn sie aus medizinischen Gründen entfernt werden muss, können Kontinenzprobleme und Erektionsstörungen auftreten.
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https://www.prostata-hilfe-deutschland.de/prostata-news/ernaehrung-lebensmittel-gesunde-prostata, Abruf September 2026
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