COPD – Definition, Symptome, Diagnose, Behandlung

COPD – Definition, Symptome, Diagnose, Behandlung

    Stand: August 2018 Entgeltlicher Content

    COPD steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease (= Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und ist primär eine Folgeerkrankung des Zigarettenrauchens. Schätzungen der WHO aus dem Jahr 2016 gehen von einer Prävalenz von 251 Millionen COPD Patienten weltweit aus. [1] 

    Was ist COPD?

    Bei COPD kommt es zu einer dauerhaften Entzündung und Verengung der Bronchien (= chronisch obstruktive Bronchitis) und häufig zu einer Überblähung der Lunge (= Lungenemphysem). Das führt zu Atemnot, dem häufigsten Symptom der COPD. Betroffene können dadurch erschwert ausatmen. [2]

    Hauptursache für die Entstehung einer COPD ist das Zigarettenrauchen. Andere Ursache sind beispielsweise länger andauernde Reizungen der Lunge mit Schadstoffen oder erblich bedingte Einflüsse. [3]

    Symptome

    Die häufigsten Symptome einer COPD sind Auswurf, Husten und Atemnot – oft als „AHA“-Symptome bezeichnet. Plötzlich und für kurze Zeit deutliche Verschlechterungen des Krankheitszustandes werden als „Exazerbationen“ bezeichnet und können Anzeichen dafür sein, dass die Therapie angepasst werden muss. Manchmal ist auch eine stationäre Behandlung im Krankenhaus notwendig. Da jede COPD Exazerbation die Lungenfunktion und den weiteren Verlauf der Erkrankung verschlechtern kann, sollte das Auftreten von Exazerbationen durch geeignete Medikamente, Impfungen gegen Pneumokokken und Grippe sowie das Meiden der auslösenden Faktoren reduziert werden. [4]

    Diagnose

    Die frühe Erkennung der COPD ist ausschlaggebend um den Verlauf der Erkrankung mit wirksamen Medikamenten zu beeinflussen und die Beschwerden zu verbessern. Nach einer Anamnese und einer gründlichen körperlichen Untersuchung ist die Lungenfunktionsprüfung das wichtigsten Diagnoseverfahren um eine COPD festzustellen. Nach den Ergebnissen der Lungenfunktionstests und den Beschwerden des Patienten wird die COPD in die Schweregrade I bis IV eingeteilt. [4]

    Therapie

    Das Behandlungsziel besteht darin, das Fortschreiten der Erkrankung zu mindern und Exazerbationen zu vermeiden. Voraussetzung jeder sinnvollen Behandlung ist, zunächst schädigende Einflüsse auszuschalten, wie vor allem das Rauchen aufzugeben. Auch Atemtraining kann Patienten mit COPD helfen. Ein wesentlicher Bestandteil der COPD Therapie sind die Medikamente. Im Allgemeinen werden zwei Arten von Medikamenten eingesetzt, die je nach Erkrankungsstadium auch miteinander kombiniert werden können [4]:

    • Bronchodilatatoren: atemwegserweiternde Arzneimittel
    • Inhalatives Kortison: entzündungshemmendes Arzneimittel

     

    [1] https://www.onmeda.de/krankheiten/copd.html
    [2] http://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/chronic-obstructive-pulmonary-disease-(copd)
    [3] https://www.onmeda.de/krankheiten/copd.html
    [4] https://www.onmeda.de/krankheiten/copd.html