Skip to main content
Frau als Comic, Andy Warhol-Style, daneben OMG
IrinaLevitskaya/shutterstock.com

Sind Frauen emotionaler als Männer?

Gefühle wie Begeisterung, Nervosität oder Stärke werden zwischen Geschlechtern meist unterschiedlich interpretiert. Während starke Gefühle beim Mann oft als „leidenschaftlich“ bezeichnet werden, gelten diese bei Frauen nicht selten als „irrational“. Welche Bandbreite an Gefühlsschwankungen Frauen und Männer über einen längeren Zeitraum hin wirklich aufweisen, wurde nun von Forschenden der University of Michigan untersucht.

Um mehr über ihre täglichen positiven und negativen Emotionen zu erfahren, folgten Wissenschaftler 142 Frauen und Männern über 75 Tage. Frauen wurden dabei in vier Gruppen eingeteilt: eine ohne Einnahme oraler Verhütungsmittel (also unter natürlichem  Zyklus) und drei andere, die verschiedenen Formen oraler Kontrazeptiva benutzten.

Fazit der Untersuchung:  Zwischen den Männern und den verschiedenen Gruppen von Frauen fanden sich keinerlei Unterschiede. Die Emotionen von Männern schwankten im gleichen Ausmaß wie die von Frauen. „Dass wir keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Frauengruppen gefunden haben, macht auch deutlich, dass emotionale Höhen und Tiefen auf viele Einflüsse zurückzuführen sind – nicht nur auf Hormone”, so Adriene Beltz, die leitende Autorin.

Da Frauen in der Vergangenheit teilweise von der Teilnahme an Studien ausgeschlossen wurden, weil davon ausgegangen wurde, dass Hormonschwankungen zu emotionaler Instabilität führen, könnte diese Studie auch Auswirkungen auf künftige Forschungsprojekte haben.

Referenz:
University of Michigan
Little evidence for sex or ovarian hormone influences on affective variability, Scientific Reports 2021; https://www.nature.com/articles/s41598-021-00143-7

#psychologie #frau #mann #stereotyp #emotion #forschung #hormone #medizin #medimpressions

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

Zum Artikel: glückliche Frau im Wald - Resilienz-Übungen

Resilienz-Übungen: So stärken Sie Ihre mentale Widerstandskraft im Alltag

Resilienz lässt sich stärken. Nicht von heute auf morgen und nicht durch einen einzelnen Trick. Aber durch kleine Übungen, regelmäßige Gewohnheiten und einen bewussteren Umgang mit Stress.

Zum Artikel: Resiliente Kinder

Resilienz bei Kindern stärken: Was Kinder stark macht

Kinder erleben im Alltag viele kleine und große Herausforderungen: Streit mit Freundinnen und Freunden, schlechte Noten, Enttäuschungen, Leistungsdruck, Veränderungen in der Familie oder das Gefühl, nicht dazuzugehören. Nicht jedes Kind geht gleich damit um.

Zum Artikel: Mann hält Regenschirm gegen den Wind

Resilienz: Krisenkompetenz durch innere Stärke

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, schwierige Lebensphasen, Rückschläge und Krisen zu bewältigen, ohne dauerhaft aus dem seelischen Gleichgewicht zu geraten. Sie hilft dabei, mit Belastungen umzugehen und nach herausfordernden Erfahrungen wieder Stabilität zu finden.

Zum Artikel: Bronchitis: Ein Mann mit Schal hustet in seine Faust

Akute und chronische Bronchitis – Ursachen, Symptome und Behandlung

Husten, Schleim im Hals und ein Druckgefühl in der Brust: Hinter solchen Beschwerden kann eine Bronchitis stecken. Dabei sind die Bronchien in der Lunge entzündet. Eine akute Bronchitis wird meist durch Viren verursacht und tritt besonders im Winter in der kalten Jahreszeit auf.