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Atherosklerose ist Hauptursache für Herzinfarket
Foto: Crevis/shutterstock.com

Künstliche Intelligenz für Erkennung von Atherosklerose

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind weltweit Todesursache Nummer 1. Umso früher Veränderungen in Gefäßen erkannt werden, desto schneller können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. ForscherInnen der MedUni Graz in Kooperation mit der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) und internationalen KollegInnen nutzen Methoden der künstlichen Intelligenz, um Risikovorhersagentools entwickeln zu können.

Gefäßverkalkungen (Atherosklerose, Arteriosklerose) sind die häufigsten krankhaften Veränderungen der Arterien. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung der Arterienwände, in deren Folge es zu Verhärtung, Verdickung und Elastizitätsverlust und Verengung der Gefäße kommt. Da die Gefäßverkalkung erst spät Symptome hervorruft, bleibt sie oft lange unentdeckt. Unbehandelt kann sie schwere kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle hervorrufen.

Werden persönliche Risiken wie die Neigung zu Atherosklerose frühzeitig erkannt, wäre ein Großteil der Herzerkrankungen vermeidbar. Bisher gibt es zwar schon große Mengen an Gesundheitsdaten, die aber für die Risikovorhersage von kardiovaskulären Ereignissen mit konventionellen Tools nicht umfassen genutzt werden können.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Predicting Cardiovascular Events Using Machine Learning“ (PRE-CARE ML) haben sich WissenschafterInnen vom Karolinska Institutet in Stockholm, dem Hasso-Plattner-Institut in Potsdam, der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, der Universität São Paulo und der Universität Maribor unter der Leitung von Peter Rainer (MedUni Graz) gemeinsam mit Diether Kramer, Stefanie Jauk (KAGes) und Werner Ribitsch (KAGes/MedUni Graz) zusammengeschlossen, um mithilfe von künstlicher Intelligenz zuverlässige Tools zur Risikovorhersage zu entwickeln.

Da schlechte Prognosen häufig Abwehr erzeugen, anstatt zu Lebensstilveränderungen zu führen, will sich das Team in einem weiteren Schritt auch mit effektiven Kommunikationsstrategien befassen.

Referenz:
Medizinische Universität Graz
https://www.medunigraz.at/news/detail/atherosklerose-kuenstliche-intelligenz-fuer-die-vorsorge

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  • Autor

    Mag. Simone Peter-Ivkic

    Medizinjournalistin

    Simone Peter-Ivkic ist seit 2011 als freie Medizinjournalistin tätig. Sie hat Anglistik und Publizistik an der Universität Wien studiert und fand anschließend ihre Leidenschaft für medizinische Themen.

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