Skip to main content
Frau hält abwehrend die Hände von sich
Cookie Studio/shutterstock.com

Covid-19: Nadelangst steht Impfungen im Weg

Um die Durchimpfungsraten zu steigern, kommt es auf jede Impfung an. Britische Forscher haben deshalb untersucht, welche Gründe Menschen daran hindern, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Eine groß angelegte Studie an über 15 000 Personen belegt nun, dass rund 10% der Impfgegner im Prinzip nichts gegen eine Impfung oder den Impfstoff per se haben, sehr viel jedoch gegen die Handhabung von Injektions-Spritzen.

Bei Menschen mit Injektionsphobie (die überwiegend angeboren ist), führt allein der Anblick von Spritzen zu einem Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks, gefolgt von einem plötzlichen Rückgang bei beiden. Ist das der Fall, kann das bei rund der Hälfte der Betroffenen eine Ohnmacht auslösen. Was verständlicherweise dazu führt, dass eine Vakzinierung lange hinausgezögert wird bzw. dass sich Betroffene gar nicht impfen lassen.
Besonders ausgeprägt war die Angst vor Injektionen laut Untersuchung bei jüngeren Personen und Menschen die bestimmten ethnischen Minderheiten angehörten.

Die gute Nachricht für Nadel-Ängstliche lautet: Verhaltens-Therapien können helfen die Angst in den Griff zu kriegen, sind relativ unkompliziert durchzuführen und sehr effektiv. Patienten können auch lernen, die frühen Anzeichen eines Blutdruckabfalls zu erkennen und diesem durch eine Muskelentspannung entgegenzuwirken. Hilfe bieten auch Impfungen in Form von Nasensprays. An der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs in Sprayform wird bereits gearbeitet.

Referenz:
University of Oxford
Injection fears and COVID-19 vaccine hesitancy; Psychological Medicine 2012; https://www.cambridge.org/core/journals/psychological-medicine/article/injection-fears-and-covid19-vaccine-hesitancy/A70D5D859CC25804B7AC4FB3AD54F68D

#covid19 #corona #impfung #injektion #impfangst #injektionsphobie #injektionsspritze #medizin #medimpressions

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

Zum Artikel: Frau mit Schnupfen während dem Radfahren

Sport bei Erkältung: Wann es okay ist und wann Sie pausieren sollten

Sie sind erkältet und fragen sich, ob Training hilft oder schadet. Pauschal lässt sich das nicht beantworten, denn nicht jede Erkältung verläuft gleich: Ein leichter Schnupfen ist etwas anderes als ein Infekt mit starkem Krankheitsgefühl.

Zum Artikel: Frau hält Tee mit Zitrone

Halsschmerzen: Diese Hausmittel beruhigen den Hals

Es fängt oft harmlos an: ein Kratzen im Hals, das beim Schlucken plötzlich deutlich unangenehmer wird. Meist steckt ein harmloser Virusinfekt dahinter und die Symptome lassen sich mit einfachen Maßnahmen gut lindern.

Zum Artikel: Kollagenpulver und ein Glas Wasser

Kollagen: Wirkung, Einnahme und Risiken –was bringt es wirklich für Haut und Gel

Kollagen steht für straffe Haut, kräftiges Haar, starke Nägel und schmerzfreie Gelenke – zumindest laut den Werbeversprechen vieler Kollagenpräparate. Doch was kann das Strukturprotein tatsächlich leisten und was ist Marketing?

Zum Artikel: Frau hat gerötetet Hautausschlag auf ihrem Oberarm

Hautausschlag: Was steckt hinter Rötungen, Flecken und Bläschen?

Die möglichen Ursachen für einen Ausschlag reichen von Allergien über Hautkrankheiten bis hin zu Infektionskrankheiten, Stress, psychischen Belastungen und vielen mehr.