Dr. Lukas Brandner

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Unfallchirurgie

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Schreyvogelgasse 3,

1010 Wien

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Kreuzbandriss

Die beiden Kreuzbänder zählen zu den wichtigsten stabilisierenden Strukturen im Kniegelenk. In Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen bewirken sie eine mechanische Stabilität und durch ihre Verdrillung eine Drehstabilität.
 

Funktion des vorderen Kreuzbandes

Das vordere Kreuzband verhindert, dass sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne verschiebt - beim Versuch den Unterschenkel gegen den Oberschenkel nach vorne zu ziehen kommt es zu einer Anspannung des vorderen Kreuzbandes.
 

Wie kommt es zu einem Kreuzbandriss?


Verletzungen des vorderen Kreuzbandes zählen zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt und entstehen zumeist durch eine Beugebewegung des Kniegelenks bei zeitgleicher Außenrotation und X-Beinstellung - das bedeutet, dass der Unterschenkel außenrotiert, während im Knie eine X-Beinstellung vorliegt, beispielsweise beim Verkanten eines Skis. Häufig kommt es auch zu einem Überstreckungstrauma.

Neben dem Skisport sind Verletzungen des vorderen Kreuzbandes auch häufig beim Fußballspiel und im Kampfsport zu beobachten, prinzipiell ist das Risiko für einen vorderen Kreuzbandriss jedoch bei allen Sportarten erhöht, bei welchen es zu raschen Drehbewegungen und/oder plötzlichem Abstoppen kommt.
 

Begleitverletzungen des vorderen Kreuzbandrisses


Ein Kreuzbandriss kann von einem inneren Meniskusriss und einer Verletzung des inneren Seitenbandes begleitet werden. In solchen Fällen ist von einer sogenannten "unhappy triad" die Rede.
 

Symptome


Ein Kreuzbandriss kann, muss jedoch nicht zwangsläufig besonders schmerzhaft sein. Wird die Verletzung jedoch von Meniskus- und Knorpelverletzungen begleitet, verspüren Betroffene im Regelfall stechende Schmerzen bei Bewegungen und unter Belastung. Bei einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes steht vor allem das Gefühl der Instabilität im Vordergrund. Betroffene haben das Gefühl, dass das Knie bei Bewegungen weggleitet (sogenannte "Giving Way-Attacken"). In weiterer Folge werden die anderen Strukturen im Knie mehr belastet, was wiederum zu Folgeverletzungen des Meniskus und des Knorpels führen kann. Darüber hinaus geht ein Kreuzbandriss meistens mit Schwellungen und Bewegungseinschränkungen im Bereich vom Kniegelenk einher.
 

Diagnose


Bei einem vorderen Kreuzbandriss handelt es sich um eine schwerwiegende Verletzung vom Knie. Die Untersuchung des Knies und die Diagnose sollten so zeitnah wie möglich erfolgen, um einen dauerhaften Schaden im Kniegelenk zu vermeiden.

Nach einer Anamnese und einer umfassenden klinischen Untersuchung in der Ordination veranlasse ich umgehend eine Magnetresonanztomographie (MRT). Die MRT liefert genaue Informationen über das Ausmaß der Verletzungen und mögliche Begleitverletzungen.

Die MRT wird von uns noch am selben Tag für den Patienten organisiert, sodass möglichst zeitnah über das weitere Vorgehen entschieden werden kann.
 

Beratung


Der genaue Ablauf von Behandlung und Rehabilitation orientieren sich an vielen individuellen Faktoren (z.B. Ausmaß des Schadens, mögliche Begleitverletzungen, (biologisches) Alter des Patienten, sportliches Aktivitätsniveau etc.) und wird vorab genau erörtert.

Die ausführliche Beratung meiner Patienten ist mir ein sehr wichtiges Anliegen. Vor jeder Therapieentscheidung werden alle Untersuchungsergebnisse, die Notwendigkeit einer Behandlung, unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten inkl. ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile sowie Risiken und die Rehabilitation so lange besprochen, bis all Ihre Fragen geklärt und mögliche Ängste beseitigt sind.
 

Behandlung eines vorderen Kreuzbandrisses


Bei Patienten mit ausgeprägter Instabilität vom Knie und bereits leicht erhöhtem körperlichen Anspruchsniveau (gelegentliche Sportausübung) stellt eine Operation im Regelfall die Behandlung erster Wahl dar, da ansonsten frühzeitige Arthrose droht.

Die Operation des Kreuzbandes ist umso wichtiger, je jünger der Patient ist. Auch bei Patienten mit Begleitverletzungen wird im Regelfall eine operative Behandlung empfohlen.
 

Operation


Operationen werden von mir in der Privatklinik Döbling, Rudolfinerhaus, Evangelischem Krankenhaus oder der Krankenanstalt Hera durchgeführt. Der richtige Zeitpunkt für die Operation wird in der Ordination besprochen und gemeinsam festgelegt. 

Für die Operation stehen mehrere Techniken zur Verfügung, darunter die Refixation des vorderen Kreuzbandes und die Kreuzband-Plastik.

Refixation


Bei einer Refixation wird das vordere Kreuzband mithilfe einer speziellen Technik refixiert (das Knie behält sein natürliches Kreuzband). Eine Refixation des vorderen Kreuzbandes kommt prinzipiell dann infrage, wenn das Kreuzband direkt am Oberschenkelknochen ausgerissen ist.
 

Kreuzband-Plastik


Bei bestehender Indikation zu einer operativen Behandlung wird das vordere Kreuzband in den meisten Fällen durch eine körpereigene Sehne ersetzt. Als Ersatzsehnen werden die Semitendinosus- und die Gracilissehne verwendet. Die beiden Kniebeugersehnen können entnommen werden, ohne, dass es im Knie zu einem wesentlichen Kraft- und Funktionsverlust kommt. Die Operation wird minimal-invasiv durchgeführt.

Während dem Eingriff werden die Sehnen zunächst entnommen und an beiden Enden mit speziellen Zugfäden besetzt. Anschließend werden die Sehnen in die anatomisch vorgebohrten Kanäle im Ober- und Unterschenkelknochen eingezogen. Für die Stabilität des Kniegelenks ist die Position der Knochenkanäle von besonders großer Bedeutung. Die sogenannte "Pressfit Position" stellt sicher, dass das Sehnentransplantat fest gegen die knöcherne Wand der Bohrkanäle gepresst wird. Außerdem wird das Sehnentransplantat am Ober- und am Unterschenkel mit Pins, Schrauben oder Metallbuttons fixiert.
 

Rehabilitation


Eine postoperative Rehabilitation und physikalische Therapie stellen sicher, dass Patienten ihre volle Beweglichkeit, Koordination und Muskelkraft wiedererlangen können. Die postoperative Behandlung und Betreuung werden noch während der Vorbereitungsphase der Operation organisiert, was einen fließenden Übergang zwischen Operation und Rehabilitation sicherstellt.

Die Physiotherapie erfolgt - ebenso wie die postoperativen Kontrollen - in der Ordination. Ein gut eingespieltes Team aus Physiotherapeuten und Ärzten vor Ort stellt sicher, dass die weitere Behandlung zu jedem Zeitpunkt optimal auf die individuellen Patientenbedürfnisse abgestimmt wird.

Dank der engen Kommunikation und der intensiven (interdisziplinären) Zusammenarbeit innerhalb unseres Teams kann der Zustand des Patienten regelmäßig evaluiert werden, was die Chancen auf eine schnelle Rückkehr zu alltäglichen und sportlichen Aktivitäten drastisch verbessert.
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