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Frau in gelbe Jacke steht vor einem Berg, springt und feiert ihren Erfolg
Foto: Pedarilhosbr/shutterstock

Welche Neurotransmitter steuern die Motivation?

Welche Substanzen im Gehirn unsere Motivation steuern und aufrechterhalten, stand im Fokus einer wissenschaftlichen Untersuchung der ETH Lausanne (EPFL) mit der Universität Edinburgh. Um die Motivation zu testen und zu quantifizieren, entwarf das Team eine sogenannte „monetary incentive force task.“ Die Teilnehmer wurden gebeten, einen Kraftmesser 120 mal zu drücken. Je nach Krafteinsatz erhielten sie zwanzig, fünfzig oder einen Franken. Die verschiedenen Summen sollten die Probanden zur Entscheidung drängen, ob und wie viel Energie sie in diese Aufgabe stecken. Zeitgleich wurden die Gehirne der 43 teilnehmenden Männer mittels Protonenmagnetresonanzspektroskopie gescannt, um Metaboliten im Nucleus accumbens zu messen.

Die Analyse ergab, dass der Schlüssel zur Leistung – und zur Motivation – im Verhältnis von zwei Neurotransmittern liegt: Glutamin und Glutamat. Die Forscher stellten auch fest, dass die Probanden die den Test zugleich mit anderen Teilnehmern – also unter Gruppendruck – absolvierten, noch motivierter waren. Das betraf besonders jene mit einem niedrigen Glutamin-Glutamat-Verhältnis im Nucleus accumbens.

Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Motivations-Neurowissenschaft und könnten dabei helfen, therapeutische Strategien zu entwickeln. Unter anderem Ernährungsinterventionen, die Defizite bei der Leistungsbereitschaft durch eine gezielte Beeinflussung des Stoffwechsels beheben.

Referenzen:
EPFL, The University of Edinburgh
https://actu.epfl.ch/news/the-neuroscience-of-getting-and-staying-motivate-3
Glutamine-to-glutamate ratio in the nucleus accumbens predicts effort-based motivated performance in humans. Neuropsychopharmacology, 13.8.2020.
https://doi.org/10.1038/s41386-020-0760-6

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

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