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Essverhalten: Salat
Foto:TheLen/shutterstock.com

Gene beeinflussen Essverhalten

Inwiefern Essgewohnheiten erlernt werden und welchen Einfluss genetische Prädispositionen auf das Körpergewicht haben, wurde anhand des Datenmaterials aus einer laufenden finnischen Kohortenstudie mit Zwillingen analysiert.

Es stellte sich heraus, dass genetische Risikofaktoren das Gewicht beeinflussen, indem sie das Essverhalten steuern. Das gilt insbesondere für das Verhaltensmuster „Snacking“, das sich durch ein „Überessen“ bzw. „nicht aufhören können“ charakterisiert, sowie dem Naschen zwischen den Mahlzeiten und auch abends. Menschen mit entsprechender genetischer Veranlagung haben es daher deutlich schwerer haben, ihr Gewicht zu halten als jene ohne Prädisposition.

„Diese Ergebnisse sollen nicht entmutigen, sondern aufzeigen, warum es manche Menschen schwerer haben ihr Gewicht zu halten als andere. Keinesfalls sind Gene aber deterministisch. Unsere Gene haben sich über Generationen hinweg kaum bis gar nicht verändert, und dennoch gibt es in Europa immer mehr Menschen mit Übergewicht und Adipositas. Mit einer ausgewogenen Ernährung, körperlicher Bewegung sowie mit ausreichend Schlaf kann man gegen die Genetik ankämpfen. Es gibt Studien, die zeigen, dass Schlafmangel zu hormonellen Veränderungen führt, die den Appetit anregen“, so Ernährungsepidemiologin Leonie-Helen Bogl von der MedUni Wien.

Referenzen:
Medizinische Universität Wien Pressemitteilung , University of Helsinki
American Journal of Clinical Nutrition. Published: 20 July 2020
DOI: https://doi.org/10.1093/ajcn/nqaa181

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Fotocredit: Canva

  • Autor

    Manuela Klauser

    Medizinredakteurin

    Manuela Klauser verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der medizinischen Content-Produktion und war in diesem Bereich auch selbstständig.

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