Skip to main content
Eizellen haben bestimmte Vorlieben (
Foto: Rendix Alextian/shutterstock

Eizellen haben bestimmte Vorlieben

In einer Studie wurde festgestellt, dass  Eizellen gewisse Vorlieben haben und ihren chemischen Lockruf nicht an alle Spermien gleichermaßen richten. Demnach wählt die Eizelle die genetisch für sie passenden Spermien aus. Lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass Eizellen lediglich passive Empfängerinnen von Spermien sind und deren chemischer Lockruf bloß den Weg für die Spermien weist.

Für die Studie erhielten die Forscher Follikelflüssigkeits- und Spermienproben von insgesamt 44 Paaren, die sich einer IVF im St. Mary’s Hospital, Manchester unterzogen. Die Untersuchungen erfolgten anonymisiert und die Ergebnisse wurden nicht an die Spender kommuniziert.

Interessanterweise wurde nämlich bei etwa jedem zweiten Versuch festgestellt, dass die Eizelle die Spermien eines fremden Mannes bevorzugte und nicht jene des Partners der Spenderin. Ob die Gene von Frau und Mann zusammenpassen oder nicht, ist im Körpergeruch begründet. Allerdings sieht die Partnerwahl außerhalb des Labors anders aus, da es zahlreiche weitere Gründe für die Auswahl des Partners gibt und diese nicht ausschließlich aufgrund des Geruchs getroffen wird.

Referenz:
Proceedings of the Royal Society B, Published: 10 June 2020
https://doi.org/10.1098/rspb.2020.0805

  • Autor

    Manuela Klauser

    Medizinredakteurin

    Manuela Klauser verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der medizinischen Content-Produktion und war in diesem Bereich auch selbstständig.

Zum Artikel: Silent Inflammation: Frau liegt erschöpft auf der Couch

Stille Entzündungen im Körper: Symptome, Ursachen und Behandlung

Stille Entzündungen verursachen keine Schmerzen und zeigen sich auch nicht durch Rötungen oder Schmerzen. Deshalb bleiben sie oft unbemerkt. Welche Rolle Ernährung, Stress und Lebensstil dabei spielen und was Sie selbst tun können, um chronischen Entzündungen vorzubeugen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Zum Artikel: Schlaflosigkeit: schlaflose Frau mit Uhr in der Nacht im Bett

Schlafmangel: Warum zu wenig Schlaf krank machen kann

Eine kurze Nacht macht sich schnell bemerkbar: Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Reizbarkeit sind typische Folgen. Doch Schlafmangel beeinflusst auch Herz, Stoffwechsel, Immunsystem und Hormonhaushalt. Hält er länger an, kann das Risiko für verschiedene Erkrankungen steigen.

Zum Artikel: Schlaftracking: Mann schläft mit Smartwatch und Smartphone

Schlaftracker im Check: Können Smartwatch, Ring und Apps den Schlaf verbessern?

Schlaftracker gehören heute für viele Menschen zum Alltag und versprechen detaillierte Einblicke in den eigenen Schlaf.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Schlaftracker funktionieren, welche Messwerte tatsächlich aussagekräftig sind, wo die Grenzen der Geräte liegen und für wen Schlaftracking sinnvoll sein kann.

Zum Artikel: Ärztin untersucht Kind mit einem Stehtoskop

Herzgesundheit bei Kindern: Auf was Eltern achten müssen

Der Grundstein für ein gesundes Herz wird bereits in der Kindheit gelegt. Ob Ernährung, Bewegung oder das Erkennen von Warnsignalen: Eltern können viel dazu beitragen, dass sich das Herz ihres Kindes gesund entwickelt. Aber worauf kommt es im Alltag wirklich an? Wann sollte man mögliche Herzsymptome bei Kindern ernst nehmen?