Dr. Josef Jurkowitsch - Unfallchirurg Wien 1010

Dr. Josef Jurkowitsch

Schreyvogelgasse 3, 1010 Wien

Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom - Dr. Josef Jurkowitsch - Unfallchirurg Wien 1010
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Das Karpaltunnelsyndrom ist ein Nervenkompressionssyndrom und eines der am häufigsten auftretenden Schmerzsyndrome im Bereich der Hand.

Beim Karpaltunnel handelt es sich um eine tunnelartige Röhre auf der Handflächenseite vom Handgelenk. Er wird durch die Handwurzelknochen und ein straffes Bindegewebsband gebildet. Durch den Karpaltunnel verläuft - neben den Beugesehnen - der Nervus medianus, welcher im Bereich der Hand unterschiedliche Funktionen erfüllt (vegetative Funktionen, Steuerung der Bewegungen der Finger und des Daumens, Rückmeldung von Empfindungen).

Karpaltunnelsyndrom - Ursachen
Bei Patienten mit Karpaltunnelsyndrom wird der Nervus medianus im Karpaltunnel eingeklemmt, was zu einer chronischen Druckbelastung des Nerven führt. Die Ursachen und Auslöser können vielfältig sein, häufig ist der erhöhte Druck auf Schwellungen zurückzuführen, welche Folge von chronischen Entzündungen, Überbelastung oder Verletzungen sind.

Karpaltunnelsyndrom - Symptome
Typische Beschwerden sind Schmerzen, das nächtliche Einschlafen von Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger (dauenseitige Seite) und Missempfindungen wie Kribbeln und nadelstichartige Empfindungen. Mit zunehmender Nervenschädigung nehmen Patienten häufig Taubheitsgefühle und Ausfallserscheinungen der betroffenen Finger wahr. Mit fortschreitendem Verlauf kommt es schließlich zu Muskelschwund und zu einem Kraftverlust der Hand. Der Verlauf kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein, unbehandelt führt das Karpaltunnelsyndrom jedoch meistens zu einer weitgehenden Funktionseinschränkung der Hand.

Diagnose
Die Symptome des Karpaltunnelsyndroms sind relativ typisch, sodass die Schilderung der Beschwerden durch den Patienten und eine klinische Untersuchung in vielen Fällen ausreichend sind, um eine Diagnose zu stellen. Um das Ausmaß der Nervenschädigung genau bestimmen zu können, wird zusätzlich eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit veranlasst.

Therapie
Die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms kann konservativ und operativ erfolgen. Konservative Behandlungsmöglichkeiten umfassen u.a. das Tragen einer Nachtschiene, Injektionen und schmerz-/entzündungshemmende Medikamente. Zwar lassen sich mit einer konservativen Therapie die Beschwerden vor allem im Anfangsstadium gut mildern, im Regelfall ist jedoch eine Operation unumgänglich, um die Beschwerden dauerhaft zu beseitigen und bleibende Nervenschäden zu verhindern.

Die Operation wird von mir meistens endoskopisch durchgeführt (ein offener Zugang ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erforderlich). Der Zugang erfolgt hierbei über sehr kleine Hautschnitte an der Beugeseite des Handgelenks und an der Handinnenfläche. Indem das Karpaltunneldach gespalten wird, wird der Nerv freigelegt und entlastet. Anschließend wird die Haut mit wenigen Nähten verschlossen.
Schmerzen lassen nach kurzer Zeit nach und viele Patienten nehmen bereits wenige Tage nach der Operation eine Besserung der Gefühlsstörungen wahr. Die Hand muss nach dem Eingriff für einige Wochen geschont werden, Bewegungsübungen helfen dabei die Handfunktion möglichst vollständig wiederherzustellen.

Vor dem Eingriff informiere ich Sie im Detail über die Notwendigkeit und den Ablauf der Operation, mögliche Risiken und die postoperative Versorgung. Der Heilungsverlauf wird im Rahmen regelmäßiger Kontrollen in der Ordination überprüft. Bei Fragen zum Karpaltunnelsyndrom und zu anderen Erkrankungen der Hand bin ich gerne persönlich für Sie da.

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