Stoßwellentherapie – Sprechstunde

Stoßwellentherapie – Sprechstunde

Stand: November 2016

Dr. Christian Lhotka, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie in 1010 Wien beantwortet in dieser Video-Sprechstunde Fragen zum Thema Stoßwellen-Therapie.

Was genau ist eine Stoßwellen-Therapie?

Dr. Christian Lhotka: Stoßwellen wurden ursprünglich gegen kriegführende U-Boote eingesetzt. Das zugrundeliegende Prinzip, dass sich eine Druckwelle im Wasser ungehindert ausbreitet und den Zielpunkt exakt trifft, wird im Bereich der Medizin verwendet – und zwar seit ca. 30 Jahren bei Nierensteinen sowie seit 20 Jahren in der Orthopädie. Hier zur Behandlung von Sehnenansatzerkrankungen, d.h. Tennisellbogen, Fersensporn, Achillessehnenschmerzen und Kalkschulter.

Welche Vorteile bietet die Stoßwellen-Therapie?

Dr. Christian Lhotka: Der Vorteil der Stoßwellen-Therapie ist der rasche Wirkungseintritt – d.h., dass die Patienten rasch wieder schmerzfrei sind – sowie die geringen Nebenwirkungen, denn die Therapie ist weitgehend nebenwirkungsfrei, und, dass man auf diese Weise eigentlich sehr oft Operationen vermeiden kann.

Welche Arten von Stoßwellen werden in der Orthopädie eingesetzt?

Dr. Christian Lhotka: Zum einen gibt es die radiale Stoßwelle, bei der ein Bolzen mittels Pressluft gegen eine Membran geschleudert wird und die Eintritts-Tiefe bei circa drei bis fünf Zentimeter liegt. Zum anderen gibt es die fokussierte Stoßwelle, bei welcher ein Elektrofunken im Wasser gezündet wird und die Eintritts-Tiefe bei circa zehn Zentimeter liegt. Grundsätzlich ist die fokussierte Stoßwelle gleichwohl intensiver. Darüber hinaus gibt es noch die piezoelektrische Stoßwelle. Hier können wir Impulse sowohl senden, als auch empfangen und auf diese Weise auch diagnostische Informationen erhalten.

Bei welchen Indikationen kann eine Stoßwellen-Therapie eingesetzt werden?

Dr. Christian Lhotka: Die klassische Anwendung findet sich in der Therapie der Kalkschulter, des Tennisellbogen, der Achillessehnenproblematik sowie des Fersensporns. In jüngerer Zeit kommt die Stoßwellen-Therapie auch bei Schleimbeutelentzündungen an der Hüfte, bei Muskelverspannungen im Schulter-Nackenbereich, bei Kreuzschmerzen bzw. bei Knochenmarksödemen oder schlecht heilenden Wundverhältnissen bzw. auch bei schlecht heilenden Knochen zur Anwendung und verzeichnet sehr gute Erfolge.

Warum sollte man für eine Stoßwellen-Therapie einen Spezialisten aufsuchen?

Dr. Christian Lhotka: Entscheidend für den Therapieerfolg sind gleichermaßen die Wahl des richtigen Punktes, die richtige Energiemenge und auch eine Kombination aus den verschiedenen Stoßwellen – fokussiert, radial und piezoelektrisch – weil auf diese Weise ein rascher Therapieerfolg erzielt werden kann.

 

Weitere Informationen zu Dr. Christian Lhotka finden Sie hier.

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