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Eine schwitzende Maus sitzt auf einer Tischkante und schaut ins Grüne
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Übergewicht: Fett lässt sich „ausschwitzen“

Eine interessante Beobachtung machten kürzlich Forscher der University of Pennsylvania. Um die Wirkung des Zytokins TSLP (thymic stromal lymphopoietin), das bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielt, zu untersuchten, wurde dessen zelleigene Produktion bei fettleibigen Mäusen erhöht. Zuvor wurde bereits vermutet, dass dieser Botenstoff eine Rolle im Energiestoffwechsel, etwa bei der Entstehung des Typ-2-Diabetes haben könnte. Das Protein wird in der Haut, Lunge und im Darm produziert.

Tatsächlich verloren die Mäuse unter verstärkter TSLP-Produktion signifikant an Gewicht, sogar das gefürchtete Viszeralfett (Bauchfett) war nicht mehr vorhanden. Bei den Tieren verbesserten sich auch Blutzucker- und Insulinwerte, und das Risiko einer Fettlebererkrankung reduzierte sich deutlich. Unerwarteterweise waren diese Befunde aber nicht mit einer verringerten Nahrungsaufnahme oder einer verminderten Darmresorption verbunden, denn die Tiere nahmen weiterhin die gleiche Kalorienmenge zu sich. Was den Forschern aber auffiel war, dass die Tiere ein bemerkenswert glitzerndes Haarbild aufwiesen. Offfenbar verlieren die zytokinproduzierenden Mäuse an Gewicht, indem sie Fett einfach „ausschwitzen“. Weitere Untersuchungen bestätigten, dass TSLP das Immunsystem dazu anregt, Lipide über die ölproduzierenden Talgdrüsen der Haut freizusetzen. Dieser Stoffwechselweg, so die Forscher, dient natürlicherweise vermutlich dazu, die Hautbarrierefunktion gegen eindringende Parasiten aufrecht zu erhalten.

Die Verbindung zwischen TSLP und Sebum-produzierenden Genen zeigt sich auch in Hautproben menschlicher Zellen. Die Ergebnisse könnten deshalb auch dazu genutzt werden, neue Strategien zur Behandlung der Fettleibigkeit beim Menschen zu entwickeln.

Referenz:
University of Pennsylvania, Philadelphia
Thymic stromal lymphopoietin induces adipose loss through sebum hypersecretion, Science 2021; https://science.sciencemag.org/content/373/6554/eabd2893

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  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

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