Skip to main content
Bilddaten: Erklärung von medizinischen scans
Foto:H_Ko/Shutterstock

Bilder sagen mehr als Worte

Schätzungen zufolge sind jedes Jahr weltweit mehr als zwei Drittel der Todesfälle auf nicht übertragbare Krankheiten zurückzuführen, die mit Verhaltensweisen wie Rauchen, schlechter Ernährung und Bewegungsmangel in Verbindung gebracht werden. Verhaltensänderungen können Risiken reduzieren, und viele Interventionen zielen darauf ab, eine solche Änderung zu motivieren. Um Patienten zu überzeugen, gesundheitsbewusster zu leben und aktiver zu ihrem Gesundungsprozess beizutragen, dazu bedarf es üblicherweise vieler Worte. Der Effekt ist dennoch meist beschränkt, wie Ärzte aus Erfahrung berichten.

Wie sich die Gesundheitsaufklärung mit einfachen Mitteln verbessern lässt, darüber berichtet eine englische Forschungsgruppe. Sie führten eine Metaanalyse von 21 randomisierten kontrollierten Studien mit über 9000 erwachsenen Teilnehmern durch. Den Teilnehmern wurden die medizinischen Aufnahmen nach einem bildgebenden Verfahren wie Computertomographie, Ultraschall oder Röntgen erklärt und in Zusammenhang mit ihrem persönlichem Gesundheitsrisiko gebracht, zusätzlich zu allgemeinen Gesundheitsinformationen, oder sie erhielten Gesundheitsinformationen oder -ratschläge ohne visuelle Bildinformation.

Das Ergebnis: dank der Präsentation medizinischer Bilddaten ließen sich ungesunde Verhaltensweisen signifikant reduzieren. Patienten rauchten deutlich weniger, ernährten sich gesünder, verbesserten ihre Medikamenteneinnahme, erhöhten ihre körperliche Aktivität und zeigten ein verbessertes Mundhygieneverhalten. Einzelne Studien berichteten auch über eine verstärkte Selbstuntersuchung der Haut und eine Verbesserung der Fußpflege nach einem visualisierten Feedback. Die Studie legt nahe, medizinische Bildgebungsscans häufiger zur Patientenaufklärung einzusetzen und auch gesundheitliche Verbesserungen, die sich durch individuelle Verhaltensänderungen ergeben, besser sichtbar zu machen.

Referenz:
University College London
Visualising health risks with medical imaging for changing recipients’ health behaviours and risk factors: Systematic review with meta-analysis, PLOS Medicine 2022; https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1003920

#gesund #gesundheitsverhalten #bilder #motivation #risikoverhalten #gesundheitsbewusstsein #verhalten #medizin #medimpressions

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

Zum Artikel: Algenöl: Glas mit grünen Algenöl und Kapseln mit Omega-3-Fettsäure

Omega-3-Fettsäuren in der veganen Ernährung: Wie Algenöl den Bedarf decken kann

Vegane Ernährung erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren. Diese sind wichtig für Herz, Gehirn und Sehkraft und kommen hauptsächlich in Fisch vor. Algenöl ist hier eine ausgezeichnete pflanzliche Alternative.

Zum Artikel: Sammlung von Lebensmitteln mit 0mega-3-Fettsäure

Warum Omega-3-Fettsäuren so wichtig für Ihre Gesundheit sind

Omega-3-Fettsäuren gelten vielfach als Wunderwaffe für die menschliche Gesundheit. Die Kapseln aus Fischöl sollen die Herz-Kreislauf-Funktion unterstützen, die Gehirnfunktion fördern und entzündliche Prozesse im Körper regulieren.

Zum Artikel: Eisenmangel: müde Frau auf dem Sofa

Eisenmangel - Häufige Ursachen, typische Symptome und Behandlung

Zu einem Eisenmangel kommt es, wenn die Zufuhr oder Aufnahme von Eisen vermindert sind, wenn der Eisenbedarf steigt oder dem Körper Eisen verloren geht.