Skip to main content
schlafendes Paar
Foto: Antonio Guillem/shutterstock

REM-Schlaf beeinflusst Essverhalten

Viele verschiedene Hirnregionen zeigen eine erhöhte Aktivität während des REM-Schlafs, einer Schlafphase, in der wir intensiv träumen und die durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet ist. Auch der sogenannte laterale Hypothalamus, eine kleine, evolutionär konservierte Struktur bei allen Säugetieren im Zwischenhirn, zeigt erhöhte Aktivität während des REM-Schlafs. Warum, ist weitgehend unbekannt. Im Wachzustand orchestrieren die Nervenzellen aus diesem Hirnareal den Appetit und die Nahrungsaufnahme und sie spielen eine wichtige Rolle bei Motivation und Suchtverhalten.

Forschende der Universität Bern und des Inselspitals, Universitätsspital Bern, haben nun entdeckt, dass die Aktivität dieser Nervenzellen während des REM-Schlafs, unser Essverhalten reguliert. Wird diese Aktivität bei Mäusen durch Lichtimpulse unterdrückt, ist ihr Appetit gestört und die Mäuse nehmen weniger Nahrung zu sich.

Das bedeutet, dass der REM-Schlaf nötig ist, um die Nahrungsaufnahme stabil zu halten, so die Forscher, und dass nicht die Schlafmenge allein wichtig ist, damit wir uns wohl fühlen, sondern dass es auch auf die Schlafqualität ankommt.

Der entdeckte Zusammenhang zwischen der Aktivität der Zellen im REM-Schlaf und dem Essverhalten könnte dazu dienen, neue Therapieansätze bei Essstörungen zu entwickeln. Zudem könnten sie auch für die Motivation und das Suchtverhalten von Bedeutung sein.

Referenzen:
Universität Bern, Inselspital Bern
Pressemitteilung
REM sleep stabilizes hypothalamic representation of feeding behavior, P.N.A.S., 31 July 2020,
https://doi.org/10.1073/pnas.1921909117

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

Zum Artikel: glückliche Frau im Wald - Resilienz-Übungen

Resilienz-Übungen: So stärken Sie Ihre mentale Widerstandskraft im Alltag

Resilienz lässt sich stärken. Nicht von heute auf morgen und nicht durch einen einzelnen Trick. Aber durch kleine Übungen, regelmäßige Gewohnheiten und einen bewussteren Umgang mit Stress.

Zum Artikel: Resiliente Kinder

Resilienz bei Kindern stärken: Was Kinder stark macht

Kinder erleben im Alltag viele kleine und große Herausforderungen: Streit mit Freundinnen und Freunden, schlechte Noten, Enttäuschungen, Leistungsdruck, Veränderungen in der Familie oder das Gefühl, nicht dazuzugehören. Nicht jedes Kind geht gleich damit um.

Zum Artikel: Mann hält Regenschirm gegen den Wind

Resilienz: Krisenkompetenz durch innere Stärke

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, schwierige Lebensphasen, Rückschläge und Krisen zu bewältigen, ohne dauerhaft aus dem seelischen Gleichgewicht zu geraten. Sie hilft dabei, mit Belastungen umzugehen und nach herausfordernden Erfahrungen wieder Stabilität zu finden.

Zum Artikel: Bronchitis: Ein Mann mit Schal hustet in seine Faust

Akute und chronische Bronchitis – Ursachen, Symptome und Behandlung

Husten, Schleim im Hals und ein Druckgefühl in der Brust: Hinter solchen Beschwerden kann eine Bronchitis stecken. Dabei sind die Bronchien in der Lunge entzündet. Eine akute Bronchitis wird meist durch Viren verursacht und tritt besonders im Winter in der kalten Jahreszeit auf.