Divertikelerkrankung – Diagnose und Therapie

Divertikelerkrankung – Diagnose und Therapie - Priv.-Doz. Dr. Alexander Hans Petter-Puchner - Allgemeinchirurg 1010 Wien
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Die Entstehung von Divertikeln wird durch eine ballaststoffarme, fettreiche Ernährung begünstigt. Es handelt sich dabei um Schleimhautausstülpungen an der Darmwand, insbesondere im linken unteren Dickdarm (Sigma). Die muskelschwachen Stellen ermöglichen u.a. den Durchtritt von Bakterien aus dem Darminneren, was zu Entzündungen in und um die Darmwand herum führen kann (Divertikulitis).

 

Das Auftreten von Divertikeln nimmt dabei mit steigendem Lebensalter zu.

Typische Symptome zeigen sich in Form von wellenförmigen oder dauerhaften Schmerzen im linken Unterbauch, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und Fieber.

Unbehandelte Divertikel können zur Ausbildung eines Abszesses (Eiteransammlung) oder im schlimmsten Fall auch zu einem Durchbruch der Darmwand führen.

 

Die Diagnose einer Divertikelerkrankung wird über die klinische Untersuchung, die Sonografie (Ultraschall) und die Computertomografie (CT) mit Kontrastmittelgabe über den Anus gestellt. Zudem sollte in der akuten Phase der Erkrankung eine Temperaturmessung sowie die Bestimmung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), CRP und eine Urinanalyse erfolgen. Eine Darmspiegelung zum Ausschluss eines Tumors oder anderer Veränderungen wird erst nach Abklingen der Entzündung durchgeführt.

 

Eine Divertikelerkrankung wird zunächst konservativ (u.a. Infusionen, Antibiotikagabe) mit stationärer Aufnahme behandelt. Tritt keine Verbesserung, sondern eine zunehmende Verschlechterung (u.a. Komplikationen wie Darmdurchbruch, Darmverengung, Fistel- oder Abszessbildung) auf, wird eine Operation notwendig.

 

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