Univ.Prof. Dr. Christian Gäbler - Unfallchirurg Wien 1090

Univ.Prof. Dr. Christian Gäbler

Alserstraße 28/12, 1090 Wien

Kniescheibe

Kniescheibe - Univ.Prof. Dr. Christian Gäbler - Unfallchirurg Wien 1090
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Die Kniescheibe, auch Patella genannt, ist ein flacher Knochen in Form einer Scheibe und liegt vor dem Kniegelenk. Sie schützt das Kniegelenk und dient zudem als eine Art Kraftumleiter bei der Kraftübertragung von der Oberschenkelmuskulatur auf den Unterschenkel.

Zu den häufigsten Verletzungen der Kniescheibe zählen die Patella-Subluxation und die Patella-Luxation (Kniescheibenverrenkung).

Patella-Subluxation

Bei der Patella-Subluxation weicht die Kniescheibe von ihrer ursprünglichen Position im Knie ab. Ursachen für diese Abweichung sind entweder mangelnde Führung durch die Muskeln oder frühere Verletzungen an der Kniescheibe. Unbehandelt kann eine Patella-Subluxation zu Schäden am Gelenkknorpel, zu starken Schmerzen und zu Arthrose führen.

Die Behandlung der Patella-Subluxation erfolgt im Regelfall durch eine minimal-invasive Operation. Dabei wird der Druck auf die Kniescheibe durch einen kleinen Schnitt minimiert, außerdem erfolgt eine Kapselraffung an der inneren Seite, wodurch die Zugrichtung wiederhergestellt wird. Eine gezielte physikalische Therapie nach der Operation stellt sicher, dass das Knie nach dem Eingriff schnell wieder voll funktionsfähig und belastbar ist.

Patella-Luxation

Bei der Patella-Luxation springt die Kniescheibe aufgrund eines Risses der inneren Führung aus ihrer natürlichen Position nach außen. Ursachen für eine Patella-Luxation sind eine bestehende Muskelschwäche oder eine zu starke Krafteinwirkung auf das Knie. In den meisten Fällen wird die Patella-Luxation von einem starken Kniegelenkserguss begleitet.

Die Behandlung einer Patella-Luxation ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig (Grad der Fehlstellung, Alter der Verletzung, Alter des Patienten, Stabilität des inneren Führungsbandes etc.) und kann auf folgende Arten erfolgen:

  • Konsequente und gezielte Physiotherapie
  • Arthroskopie (in Kombination mit Physiotherapie)
  • Offene Naht und Raffung des Innenbandes (in Kombination mit Physiotherapie)
Nach einer Operation

wird das Knie im Regelfall geschient. Die Belastung des Knies erfolgt langsam und kontrolliert, die Schiene wird nach etwa sechs Wochen entfernt.
Der Behandlungsverlauf wird nach drei Monaten im Rahmen einer klinischen Untersuchung in der Ordination inklusive Röntgenaufnahmen genau kontrolliert.

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