Kreuzbandriss

Kreuzbandriss - Priv.-Doz. Dr. Patrick Weninger - Unfallchirurg 1010 Wien
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Das vordere Kreuzband und das hintere Kreuzband verlaufen in der Mitte vom Kniegelenk, wo sie sich überkreuzen. Sie bewirken eine mechanische Stabilität und eine Drehstabilität vom Kniegelenk und stellen sicher, dass der Unterschenkel nicht zu weit nach vorne und hinten ausweichen kann.

Als zentrale und wichtigste Stabilisatoren vom Knie stehen die Kreuzbänder unter permanenter Spannung - sie zentrieren das Knie sobald dieses einer Belastung ausgesetzt wird und stellen sicher, dass die Beweglichkeit der unteren und oberen Gelenkfläche gegeneinander einschränkt ist.

Der Kreuzbandriss ist eine gefürchtete Knieverletzung. Verletzungen des vorderen Kreuzbandes sind dabei wesentlich häufiger als Verletzungen des hinteren Kreuzbandes. Zu einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes kommt es z.B. im Rahmen einer Außenrotationsbewegung oder eines Überstreckungstraumas, häufig zu beobachten ist dies z.B. beim Fußball, Basketball oder beim Skifahren.

Mit dem Riss des vorderen Kreuzbandes ist ein wichtiger Stabilisator des Knies in seiner Funktion eingeschränkt, das Knie wird instabil. Diese Instabilität ist auch das Hauptproblem bei einem Kreuzbandriss - das Kniegelenk ist dann vor allem in strecknaher Stellung nicht ausreichend stark, was dazu führt, dass es bei bestimmten Bewegungen, allen voran Drehbewegungen, zum Abknicken des Unterschenkels kommt. Patienten haben das Gefühl, dass das Knie nachlässt bzw. wegrutscht, was auch als "giving-way"-Phänomen bezeichnet wird.

Zwar kann das Knie durch andere Strukturen stabilisiert werden, für viele Sportarten ist es in diesem Zustand allerdings kaum leistungsfähig. Darüber hinaus kommt es aufgrund der Instabilität zu einer deutlichen Mehrbelastung von anderen Kniestrukturen, weswegen das Risiko für einen Meniskusriss und einen Knorpelschaden bei einer chronischen Instabilität sehr hoch ist. Aus diesen Gründen sollte ein gerissenes Kreuzband bei jungen sowie bei (sportlich) aktiven Patienten bei Möglichkeit zeitnah ersetzt werden.


Personalisierte Operation

Denn Kreuzbandriss ist niemals gleich Kreuzbandriss. In der Unfallchirurgie gleicht kein Fall dem anderen, selbst dann nicht, wenn es sich um die gleiche Verletzung bei zwei Patienten handelt, die sich hinsichtlich Alter, Anatomie, Aktivitätsniveau und anderer Merkmale sehr ähneln.
Jeder Patient hat unterschiedliche Ansprüche, weswegen es keine Technik gibt, die für alle Patienten gleichermaßen gut geeignet ist.
Welche Operationsmethode im Einzelfall die besten Erfolgschancen bietet, wird nach Vorliegen einer exakten Diagnose ausgiebig besprochen und gemeinsam mit dem Patienten entschieden.
Ausschlaggebend sind u.a. Faktoren wie die Anatomie und das Aktivitätslevel, Begleitverletzungen, etwaige Vorschäden am Knie, das exakte Ausmaß der Instabilität und andere.


Kreuzbanderhaltung:

In manchen Fällen ist es nach einem Kreuzbandriss möglich, das eigene, gerissene Kreuzband wieder zu refixieren.
Mit dieser Technik ist es möglich, das eigene Kreuzband zu erhalten.
Größter Vorteil ist dabei, dass man keine körpereigene Sehne entnehmen muss, um das gerissene Kreuzband zu ersetzen.


Kreuzbandersatz:

  • Ersatz mit der Semitendinosus- und Gracilissehne (Kniebeugersehnen)/Semitendinosus-Grazilis-Graft (STG)
  • Bone-Tendon-Bone (BTB)/Patellasehnen-Graft
  • Quadrizepssehnen-Graft
  • Spendersehne
  • Kreuzband-Operation mit durchbluteter Sehne (vital-ACL)

Die Kreuzband-Operation mit durchbluteter Sehne ist eine innovative Operationstechnik, welche von Doz. Dr. Weninger in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien entwickelt wurde.
Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die für den Eingriff verwendete Sehne durchblutet wird.
Es ist davon auszugehen, dass das neue Kreuzband dadurch schneller einheilt und, dass das Risiko für einen neuerlichen Riss reduziert ist.


Ihr Knie in spezialisierten Händen

Als Unfallchirurg ist Doz. Dr. Patrick Weninger seit vielen Jahren auf Knie- und Sportverletzungen spezialisiert. Im Laufe der Jahre hat er viele tausende Operationen am Knie durchgeführt. Dank der Kombination aus

  • einer vertiefenden chirurgischen Ausbildung,
  • regelmäßigen Fortbildungsmaßnahmen,
  • langjähriger Erfahrung,
  • einer Spezialisierung auf ein enges Spektrum und
  • einer sehr hohen Fallzahl (konservativ und operativ)

ist es ihm möglich, komplexe Ausgangssituationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren und Patienten mit einem Meniskusriss, Kreuzbandriss und Bänderverletzungen State of the Art-Behandlungen zu bieten, die hinsichtlich Sicherheit und Qualitätsniveau den höchsten Anforderungen der modernen Kniechirurgie gerecht werden.
Die postoperative Behandlung (Rehabilitation, Physiotherapie mit ausgewählten erfahrenen Therapeuten) wird so organisiert, dass ein nahtloser Übergang zwischen allen Behandlungsphasen gegeben ist.

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