Priv.-Doz. Dr. Manfred Schmidt, FEBOPRAS - Plastischer Chirurg 4020 Linz

Priv.-Doz. Dr. Manfred Schmidt, FEBOPRAS

Museumstraße 31, 3. Stock, 4020 Linz

Nervenchirurgie

Nervenchirurgie - Priv.-Doz. Dr. Manfred Schmidt, FEBOPRAS - Plastischer Chirurg 4020 Linz
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Die Chirurgie der peripheren Nerven ist ein Spezialbereich der Plastischen oder Handchirurgie der sich mit der Therapie von Nervenkompressionssyndromen, Nervenverletzungen, Nerventumoren und weiteren wiederherstellenden Maßnahmen (zB.: Sehnenverlagerungen) beschäftigt.

Eine korrekte Diagnose ist nur nach exakter Abklärung der Ursachen möglich. Hier stehen neben der klinischen Untersuchung der hochauflösende Ultraschall, Magnetresonanzdarstellungen und Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen zur Verfügung.

Häufige Nervenkompressionssyndrome sind das Karpaltunnelsyndrom (CTS) und das Ellenrinnensyndrom (SNUS) aber auch seltenere Phänomene wie das Wartenberg Syndrom, das Pronator teres Syndrom, das Supinatorlogen Syndrom, das Spinner-Ganglion, die Meralgia paraesthetica, die Kompression des Nervus peroneus am Wadenbeinköpfchen oder das Tarsaltunnelsyndrom. Auch das Morton-Neurom zählt zur Gruppe der Nervenkompression.

Die Therapie erfolgt meist durch eine operative Freilegung der betroffenen Nerven und der Beseitigung sämtlicher einengenden Strukturen. Auch eine Verlagerung von Nerven kann im manchen Fällen nötig sein.

Nach Verletzung von peripheren Nerven bilden sich oft schmerzhafte verdickte Nervenenden, sogenannte Neurome. Hier kann eine Verlagerung des Nervenendes an den Stamm eines anderen Nerven Abhilfe schaffen. Zur Wiederherstellung von Gefühl oder Bewegungsfähigkeit kann eine Nerventransplantation notwendig sein. Hier werden an anderer Stelle oberflächliche Hautnerven entnommen (zB. N. suralis an der Wade) und mikrochirurgisch in den Nervendefekt eingesetzt.

Die Entfernung von Tumoren der peripheren Nerven (Schwannom, Neurofibrom) erfordern spezielle Techniken bei denen der Tumor mikrochirurgisch von den verdrängten Nervenfasern abpräpariert wird. Dadurch kann die Nervenfunktion optimal geschont werden.

Ist eine primäre Wiederherstellung der verlorenen Funktion nicht mehr möglich, kann im Rahmen von motorischen Ersatzoperationen durch Umlagern von Sehnen eine funktionelle Verbesserung erzielt werden (zB. Bei der Fallhand oder dem Fallfuß).

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