Dr. Bernd Bursa - Urologe Perchtoldsdorf 2380

Dr. Bernd Bursa

Beethovenstraße 32, 2380 Perchtoldsdorf

Prostatakrebs

Prostatakrebs - Dr. Bernd Bursa - Urologe Perchtoldsdorf 2380
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In den westlichen Industrieländern ist Prostatakrebs (Prostatakarzinom) die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Risikofaktoren für das Entstehen von Prostatakrebs sind u.a. das Alter und erbliche Faktoren - ist ein naher männlicher Verwandter (Vater, Bruder, Großvater, Onkel) an Prostatakrebs erkrankt, dann ist das Risiko selbst zu erkranken erhöht. Aus diesen Gründen sollten Männer mit familiärer Vorbelastung und Patienten fortgeschrittenen Alters regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung erscheinen.

Vorsorgeuntersuchung

Die erste Vorsorgeuntersuchung sollte ab dem 45. Lebensjahr durchgeführt werden. Bei Patienten mit familiärer Vorbelastung sollte die erste Vorsorgeuntersuchung bereits ab dem 40. Lebensjahr erfolgen. Die Vorsorgeuntersuchung richtet sich auch an völlig beschwerdefreie Patienten - schließlich ist es das Ziel einer Vorsorgeuntersuchung, etwaige Veränderungen im Frühstadium zu erkennen, also in einem Stadium, in welchem der Krebs noch ohne größeren Aufwand behandelbar ist und gute Chancen auf eine Genesung bestehen. Da sich der Krebs im Frühstadium selten durch bestimmte Beschwerden bemerkbar macht, wäre es der falsche Ansatz auf das Auftreten der ersten Symptome zu warten - im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung kann die Erkrankung zu einem Zeitpunkt diagnostiziert werden, in welchem Patienten noch keine Krankheitsanzeichen wahrnehmen.

Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung werden mehrere Untersuchungen und Tests durchgeführt, darunter eine Tastuntersuchung der Prostata, eine transrektale Ultraschalluntersuchung und eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des PSA-Werts.

Beim prostataspezifischen Antigen (PSA) handelt es sich um ein Enzym, welches von den Zellen der Prostata produziert wird und um einen der wichtigsten Tumormarker bei Prostatakrebs. Bei Patienten mit einem Prostatakarzinom ist der PSA-Wert erhöht. Da neben Prostatakrebs allerdings auch Entzündungen sowie eine gutartige Vergrößerung der Prostata zu einem Anstieg des PSA-Werts führen können, deutet ein einmalig erhöhter PSA-Wert nicht zwangsläufig auf einen Tumor der Prostata hin.

Sind die Untersuchungsergebnisse unauffällig, ist im Regelfall eine einmal jährliche Vorsorgeuntersuchung ausreichend.

Diagnose

Deuten die Untersuchungsergebnisse (Tastuntersuchung und Ultraschalluntersuchung der Prostata, Bestimmung des PSA-Werts) auf ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs, leite ich umgehend alle nötigen Untersuchungen zur weiteren Abklärung in die Wege. Zur Sicherung der Verdachtsdiagnose wird eine Biopsie durchgeführt, bei welcher eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen wird. Ausgehend vom histologischen Befund können anschließend weitere Untersuchungen notwendig sein. Die Biopsie wird von mir in der Ordination durchgeführt, sodass sich für Patienten im Zuge der Diagnostik keine zusätzlichen Wege ergeben. Der Termin für die Biopsie wird nach einer ausführlichen Befundbesprechung gemeinsam in der Ordination festgelegt.

Behandlung

Für die Therapie von Prostatakrebs stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, darunter operative Maßnahmen, Hormon-, Strahlen- und Chemotherapie.

Ist der Tumor auf die Prostata beschränkt (es haben sich also noch keine Metastasen gebildet), dann ist eine operative Entfernung der Prostata möglich (radikale Prostatektomie). Bei der radikalen Prostatektomie werden je nach Art der Operation mehrere offene und minimal-invasive Verfahren unterschieden. Wenn möglich, führe ich den Eingriff minimal-invasiv und robotergestützt mit dem daVinci-Operationssystem durch. Hierbei wird der Operateur durch einen Roboter bei der Orientierung im Körper und Behandlung unterstützt. Die Prostatektomie mit dem daVinci-Operationssystem ist eine Weiterentwicklung konventioneller minimal-invasiver Methoden und kombiniert gezielt die Vorteile der laparoskopischen mit jenen der offenen Prostatektomie.

Welche Therapie im Einzelfall am besten geeignet ist, richtet sich nach Tumorart und -stadium sowie nach den individuellen Patientenbedürfnissen und vielen anderen Faktoren. Ich nehme mir ausreichend Zeit um Sie verständlich über Ihre Untersuchungsergebnisse und Therapiemöglichkeiten aufzuklären, sodass wir nach sorgfältigem Abwägen und Besprechen aller Optionen gemeinsam eine zu Ihren Bedürfnissen passende Therapieentscheidung treffen können.

Die umfassende und individuelle Betreuung eines jeden Patienten zählt zu meinen wichtigsten leitenden Grundsätzen. Als Ihr Arzt betreue ich Sie von der Diagnose bis zur letzten postoperativen Kontrolle persönlich und bin bei Fragen gemeinsam mit meinem Team jederzeit gerne für Sie da.

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