Dr. Christian Patsch - Orthopäde Puchenau 4048

Dr. Christian Patsch

Karl-Leitl-Straße 1, 4048 Puchenau

Achskorrekturen

Achskorrekturen - Dr. Christian Patsch - Orthopäde Puchenau 4048
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Beinachsenabweichungen

(O- oder X-Bein) stellen einen wichtigen Faktor in der Entstehung einer Arthrose des Kniegelenkes dar. Die Beinachse verändert sich im Laufe des Lebens vom O-Bein des Säuglings zum leichten X-Bein des Kleinkindes bis zum mehr oder weniger geraden Bein in der Pubertät. Bleibt allerdings ein O- oder X- Bein nach abgeschlossenem Wachstum bestehen, kommt es zu einer verstärkten mechanischen Belastung eines Kniegelenkanteils, weil das Körpergewicht nicht gleichmäßig verteilt wird. Dadurch entsteht mitunter eine frühzeitige Arthrose nur eines Gelenkfaches (Varus- oder Valgusgonarthrose). Die Abnützung des inneren Gelenkfaches (Varusgonarthrose) ist dabei weitaus die häufigere.

Symptome

Typisch sind belastungsabhängige Knieschmerzen im geschädigten Gelenksbereich, insbesondere der sogenannte Anlaufschmerz. Längere und intensivere Belastungen können den Schmerz deutlich verstärken.

Diagnostik

Neben der klinischen Untersuchung sind konventionelle Röntgenbilder des Kniegelenkes, eine Ganzbeinstandaufnahme (zu exakten Vermessung des Beines und zur OP-Planung) und meist eine MR-Tomographie erforderlich.

Behandlung

Liegt tatsächlich nur in einem Gelenkfach eine Abnützung vor, kann mit einer Umstellungsosteotomie die Beinachse verändert und damit die zugrundeliegende Pathologie korrigiert werden. Der Arthroseprozess kann so aufgehalten oder zumindest deutlich verzögert werden. Es können oft viele Jahre gewonnen und die Versorgung mit einer Kniegelenksprothese teilweise deutlich hinausgeschoben werden.
Die Operation erfolgt - nach simultaner Arthroskopie zur Behandlung intraartikulärer Probleme (Meniskus, Knorpel, ...) - eigentlich außerhalb des Gelenkes. Kombinationseingriffe (z.B. Kreuzbandrekonstruktion, Meniskusrefixation, Meniskustransplantation, Knorpeltransplantation, Knochen-/Knorpeltransplantation) ermöglichen komplexe Kniegelenksrekonstruktionen in nur einer Narkose. In diesen Fällen ist eine Umstellungsosteotomie nicht die primäre Behandlung, sie unterstützt das Operationsergebnis zusätzlich durch die Wiederherstellung der Gelenksbiomechanik.

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