Facharzt Dr. med. univ. Michael Lehner - Nuklearmediziner Wels 4600

Facharzt Dr. med. univ. Michael Lehner

Oberfeldstraße 105, 4600 Wels

Radiofrequenzablation von Schilddrüsenknoten

Radiofrequenzablation von Schilddrüsenknoten - Facharzt Dr. med. univ. Michael Lehner - Nuklearmediziner Wels 4600
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• Etwa jeder Dritte in Österreich hat Knoten und/oder Zysten in der Schilddrüse. Diese sind meistens gutartig. Wachsen diese jedoch rasch oder verursachen sie Beschwerden wie Schluckstörungen, Atemnot, Globusgefühl ("Knödel im Hals") oder treten die Knoten sichtbar am Hals hervor (kosmetisches Problem), blieb bisher in vielen Fällen nur die Operation der Schilddrüse.

• Rund 10.000 Schilddrüsenoperationen werden derzeit jährlich in Österreich gemacht, so viele wie nirgendwo sonst weltweit. Diese werden in Allgemeinnarkose und im Rahmen eines mehrtägigen stationären Aufenthalts durchgeführt. In den meisten Fällen ist nach einer Schilddrüsenoperation eine lebenslange Ersatztherapie mit Schilddrüsenhormonen notwendig.

• Durch den Einsatz von Radiofrequenzwellen steht seit einigen Jahren eine minimal-invasive Technik zur Behandlung von Schilddrüsenknoten und -zysten zur Verfügung. Weltweit werden jährlich etwa 7000 Eingriffe pro Jahr in wenigen Zentren durchgeführt - in Österreich ist diese Technik seit 2014 möglich.

• Die Radiofrequenzablation stellt keine absolute Alternative zu einer Schilddrüsenoperation dar. Sollte bei ihnen bereits eine Operation empfohlen worden sein, wird anhand der vorliegenden Befunde entschieden, ob eine Radiofrequenzablation alternativ möglich ist. Eventuell sind weitere Untersuchungen in der Schilddrüsenpraxis notwendig.

• Jedenfalls muss vor dem Eingriff eine Probenentnahme der zu behandelnden Knoten erfolgen, um Bösartigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Bei kleineren "heißen" Knoten (autonomen Adenomen) ist dies nicht erforderlich, da diese Knoten überwiegend gutartig sind.

• Nach örtlicher Betäubung wird ultraschall-gezielt eine Sonde in den zu behandelnden Knoten eingeführt. Mittels einer Hochfrequenzwelle, die in einem Generator erzeugt wird, wird an der Sondenspitze Hitze erzeugt und der Knoten Punkt für Punkt behandelt.

• Das erhitzte Schilddrüsengewebe wird dauerhaft zerstört und spezielle Abwehrzellen des Körpers bauen das abgestorbene Knotengewebe in weiterer Folge ab, wodurch der Knoten schrumpft. Das Ausmaß der Verkleinerung ist abhängig von der ursprünglichen Größe und Beschaffenheit des Knotens - nach 3 Monaten rund 40-60% und nach 1 Jahr rund 60-90%.

• Das umliegende gesunde Gewebe bleibt komplett verschont und kann weiterhin Hormone produzieren, sodass keine tägliche Tabletteneinnahme nach dem Eingriff erforderlich ist.

• Der Eingriff selbst dauert je nach Knotengröße zwischen 30 und 60 Minuten bei einem Gesamtaufenthalt von etwa 2 Stunden. Keine Narkose, keine Narbenbildung, kein Krankenstand.

• Die Gesamtkosten betragen 2.300 €. Derzeit wird nicht von allen gesetzlichen Krankenkassen Rückersatz geleistet. Wir unterstützen Sie gerne beim Antrag, können jedoch hier keine Garantien abgeben. Die meisten Zusatzversicherungen erstatten einen erheblichen Anteil der Kosten.

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