Schlafstörungen
Viele Menschen liegen abends lange wach, wachen nachts immer wieder auf oder sind schon frühmorgens hellwach. Andere schlafen viel zu lange und fühlen sich morgens trotzdem nicht erholt. Schlafstörungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden.
Wenn der Schlaf über Wochen oder Monate hinweg nicht in Ordnung kommt, leidet der Alltag spürbar. Betroffene sind tagsüber müde, können sich schlechter konzentrieren und reagieren gereizter. Oft wächst zusätzlich die Sorge vor der nächsten Nacht. Diese mentale Anspannung verstärkt die Schlafprobleme weiter ‒ ein Teufelskreis.
Was bei Schlafstörungen im Körper passiert
Das menschliche Gehirn steuert den Schlaf aktiv. Verschiedene Hirnregionen und Botenstoffe sorgen dafür, dass wir einschlafen, die Nacht durchschlafen und morgens wieder wach werden. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, verliert der Schlaf an Tiefe und an Stabilität.
Bei einer Insomnie bleibt das Nervensystem in erhöhter Alarmbereitschaft. Der Körper ist müde, kommt aber nicht zur Ruhe. Die Gedanken kreisen und bereits kleinste Reize führen zum Aufwachen.
Manchmal stören andere Grunderkrankungen den Schlaf: Atemaussetzer in der Nacht, das Restless-Legs-Syndrom oder andere neurologische Erkrankungen führen zu Unterbrechungen des Nachtschlafs. Auch Depressionen, Angststörungen, hormonelle Veränderungen oder bestimmte Medikamente beeinflussen den Schlafrhythmus.
Die Ursachen gezielt abklären
Nicht jede Schlafstörung entsteht aus demselben Grund. Deshalb kläre ich zuerst detailliert ab, wie sich Ihre Beschwerden entwickelt haben und welche Faktoren sie aufrechterhalten.
Wir besprechen gemeinsam, seit wann Ihre Probleme bestehen, wie Ihre Nächte konkret verlaufen und welche Begleiterkrankungen oder Medikamente bei Ihnen eine Rolle spielen könnten. Anschließend untersuche ich Sie neurologisch. Anhand Ihrer Untersuchungsergebnisse wird über die Notwendigkeit weiterer diagnostische Schritte wie z.B. die schlafmedizinische Untersuchung im Schlaflabor entschieden.
So lässt sich feststellen, ob bei Ihnen eine Insomnie oder eine andere Form der Schlafstörung vorliegt – und welche Behandlung bei Ihnen daher die größte Aussicht auf Erfolg hat.
Individuelle Therapie bei Schlafstörungen
Die Therapiegestaltung richtet sich nach der Ursache Ihrer Schlafstörungen. Mein Ziel ist, dass Sie wieder regelmäßig und erholsam schlafen und sich tagsüber belastbarer fühlen.
Je nach Befund kommen für Sie eine oder mehrere der folgende Maßnahmen infrage
- gezielte Veränderungen der Schlafgewohnheiten
- verhaltenstherapeutische Behandlung der Insomnie
- Behandlung einer zugrunde liegenden körperlichen oder psychischen Erkrankung
- eine sorgfältig abgestimmte, zeitlich begrenzte medikamentöse Therapie
- bei komplexen Befunden: Therapie in Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren
Schlafmittel lösen das Problem oft nicht dauerhaft. Entscheidend ist, den Mechanismus hinter der Störung zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Weiteres Vorgehen
Im Anschluss an die Abklärung Ihrer Schlafstörung lege ich mit Ihnen gemeinsam fest, welche weiteren Schritte für Sie sinnvoll sind. In vielen Fällen reicht die Behandlung in meiner Praxis aus. Wenn eine weiterführende Diagnostik notwendig ist, überweise ich Sie an ein spezialisiertes Zentrum.