Assoz. Prof. Univ. Doz. Dr. med. Stefan Wolfsberger - Neurochirurg Wien 1090

Assoz. Prof. Univ. Doz. Dr. med. Stefan Wolfsberger

Borschkegasse 15/17, 1090 Wien

Wirbelkanalenge (Spinalkanalstenose)

Wirbelkanalenge (Spinalkanalstenose) - Assoz. Prof. Univ. Doz. Dr. med. Stefan Wolfsberger - Neurochirurg Wien 1090
1/1

Eine Wirbelkanalenge („Spinalkanalstenose“ oder „Vertebrostenose“) entsteht durch altersbedingte Abnützungserscheinungen der Wirbelsäule. Ursache ist ein Verlust der Stabilität der beweglichen Segmente der Wirbelsäule. Dieser entsteht aufgrund von Über- und Fehlbelastung und altersbedingten Verlust der Bandscheiben an Höhe und Pufferwirkung. 


Um diesem Prozess entgegenzuwirken und die Stabilität aufrechtzuerhalten, reagiert die Wirbelsäule mit Verdickung von Bandstrukturen und knöchernen Anbauten („Knochenspangen“). Dadurch kommt es aber zu einer zunehmenden Einengung des Wirbelkanals, die schließlich Druck auf das Rückenmark bzw. die Nervenwurzeln ausübt. 

Krankheitsbild 


Ist der Wirbelkanal so stark verengt, dass Rückenmark und Nervenwurzeln nicht mehr ungehindert gleiten können bzw. zusammengedrückt werden, entstehen die typischen Symptome einer Wirbelkanalenge: Schmerzen, neurologische Missempfindungen, wie Kribbeln und Taubheitsgefühl, eventuell Krämpfe. Je nachdem, welcher Wirbelsäulenabschnitt von der Wirbelkanalenge betroffen ist, können Sensibilitätsstörungen an Armen oder Beinen auftreten.  


Typisch für eine Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule sind eine Ungeschicklichkeit der Hände und ein verändertes Gangbild. Eine Wirbelkanalenge in der Lendenwirbelsäule äußert sich mit einer aufgrund von Schmerzen der Beine zunehmend verkürzten Gehstrecke. Bei zunehmender Wirbelkanalenge kann sich diese bis auf wenige Meter reduzieren! Typischerweise lassen die Schmerzen in Ruhe, beim Vorbeugen und Hinsetzen nach, Zurückbeugen verstärkt die Schmerzen.  

Behandlung 


Die Diagnose wird anhand der klinischen Symptome und einer bildgebenden Untersuchung mit Magnetresonanztomographie (MR) gestellt – diese bestätigt den klinischen Verdacht und zeigt die genaue Höhe der Wirbelkanalenge. 


Eine Wirbelkanalenge wird in den meisten Fällen zunächst konservativ mittels medikamentöser Therapie und physikalischen/physiotherapeutischen Maßnahmen behandelt. Bei einer hochgradigen Einengung des Wirbelkanals mit Gangstörungen und einer erheblichen Einschränkung der Gehstrecke kann nur eine Operation Abhilfe schaffen. Ebenso ist bei einer bereits im MR sichtbaren Veränderung im Rückenmark eine Operation nötig.  


Diese wird typischerweise mikrochirurgisch durch das minimal invasiv unterminierende Erweitern der Wirbelkanalenge (Undercutting) durchgeführt. Dabei werden die einengenden knöchernen und Bandstrukturen entfernt, um wieder ausreichend Platz für Rückenmark bzw. Nervenwurzeln zu schaffen. 


Bei Fragen bin ich gerne für Sie da! 


Weitere Informationen finden Sie hier!

Erweitertes Profil (entgeltlich). Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten ohne Gewähr.