Dr. Kathrin Köck - HNO-Ärztin Wien 1200

Dr. Kathrin Köck

Webergasse 18/1, 1200 Wien

Schwindel

Schwindel - Dr. Kathrin Köck - HNO-Ärztin Wien 1200
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Bei Schwindel handelt es sich nicht um eine Diagnose bzw. ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern um ein Symptom, dem möglicherweise eine andere Erkrankung zugrunde liegt. Es handelt sich um einen Verlust der sicheren räumlichen Orientierung, wobei das Schwindelgefühl akut, chronisch oder wiederkehrend auftreten kann.
Schwindel ist Folge widersprüchlicher Informationen verschiedener Sinnesorgane an das Gehirn (Informationen aus den Augen, aus dem Gleichgewichtssinn des Ohres, aus den Propriozeptoren und Sensoren der Muskulatur u.a.) - erhält das Gehirn also widersprüchliche Informationen oder ist die Verarbeitung der Signale gestört, dann entsteht ein Schwindelgefühl.
Es werden verschiedene Arten von Schwindel unterschieden, darunter vestibulärer und nicht-vestibulärer Schwindel, bei welchem die Ursache im Regelfall außerhalb des Gleichgewichtssystems zu finden ist. Abhängig von den Beschwerden und davon, wie sich der Schwindelanfall für den Patienten anfühlt werden weitere Formen wie Drehschwindel, Schwankschwindel oder Liftschwindel unterschieden. Mit den jeweiligen Schwindelattacken können, je nach Schwindelform, bestimmte Begleiterscheinungen einhergehen. So leiden z.B. Patienten mit Drehschwindel (Schwindel, der durch eine sich mit oder gegen den Uhrzeigersinn bewegende Drehempfindung gekennzeichnet ist) häufig unter Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Ohrensausen.
Schwindel kann verschiedene Ursachen haben. Bei vestibulärem Schwindel reichen diese von Störungen und Irritationen des Gleichgewichtssystems und ungewohnten Sinnesreizungen bis hin zu verschiedenen Erkrankungen (z.B. Entzündung des Gleichgewichtsnervs, Erkrankungen im Bereich vom Innenohr, Reisekrankheit u.a.). Bei nicht-vestibulärem Schwindel sind die Auslöser für die Attacken in anderen Bereichen des Körpers zu finden. Zu den möglichen Ursachen zählen HWS-Syndrom, Bluthochdruck, zu niedriger Blutdruck, Anämie, Herzrhythmusstörungen, Medikamentennebenwirkungen, Alkohol, schlecht eingestellte Brille u.v.m.
Häufig ist der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (vestibulärer Schwindel), bei welchem sich kleine Kristalle im flüssigkeitsgefüllten Gleichgewichtsorgan befinden. Ändern Patienten die Körperhaltung, dann bewegen sich diese in den Bogengängen, was zu einer Reizung der dortigen Sinneszellen und einem Schwindelanfall führt.
Die mögliche Ursache hinter Schwindelattacken ist häufig harmlos, tritt Schwindel in heftigem Ausmaß, wiederkehrend, plötzlich und ohne äußere Ursache auf, führen bestimmte Kopfbewegungen regelmäßig zu einem Schwindelgefühl oder geht dieses mit anderen Beschwerden und Begleiterscheinungen wie z.B. Benommenheit, Ohrensausen oder Sehstörungen einher, dann ist auf jeden Fall eine genaue Abklärung ratsam.
Im Rahmen der Behandlung können je nach Ursache und Schwindelart unterschiedliche Maßnahmen hilfreich sein. Bei Patienten mit Lagerungsschwindel sind dies u.a. bestimmte Lagerungsmanöver, die nach Einweisung in der Ordination selbstständig zu Hause durchgeführt werden können und dabei helfen, die Bogengänge von den Kristallen zu befreien. Weitere Behandlungsmaßnahmen sind Gleichgewichtsübungen, Entspannungsübungen und Maßnahmen zum gezielten Stressabbau, Physiotherapie, physikalische Therapien, Medikamente und Infiltrationen. Bei nicht-vestibulärem Schwindel bessern sich die Attacken häufig bei adäquater Behandlung der jeweiligen Grunderkrankung. Der Behandlungsplan wird nach ausführlicher Beratung zu in Frage kommenden Behandlungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeitet.

Bei Fragen bin ich in der Ordination gerne für Sie da!
Schwindel - Leistungsangebot im Überblick
• Abklärung (Anamnese, gründliche HNO-Untersuchung, Hörtest, Gleichgewichts- und Koordinationsprüfungen)
• Beratung zu in Frage kommenden Behandlungsmöglichkeiten
• Lagerungsmanöver bei Lagerungsschwindel in der Ordination inkl. Einweisung in die Durchführung der Übungen
• Erarbeitung eines individuellen Behandlungskonzepts
• Bei Bedarf enge Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten (z.B. Physikalische Medizin, Orthopäden, Neurologen, Internisten) im Zuge von Diagnostik und Therapie
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