Univ.Prof. Dr. Andreas Temmel - HNO-Arzt Wien 1060

Univ.Prof. Dr. Andreas Temmel

Stumpergasse 13, 1060 Wien

Kehlkopf

01. Heiserkeit


Heiserkeit ist in der täglichen Praxis ein häufiges Symptom. Sie verlangt ein umfassendes differentialdiagnostisches Wissen, um die notwendigen diagnostischen Schritte einzuleiten und eine optimale Therapie zu gewährleisten.
Millionen von Menschen sind weltweit von Stimmstörungen mit Heiserkeit betroffen. Aus einer vorübergehenden Stimmproblematik kann sich ein starkes Krankheitsgefühl mit zusätzlichen Symptomen wie Räusperzwang, Trockenheitsgefühl im Hals, Halskratzen und Halsschmerzen entwickeln.
Durch den mehr oder weniger bewussten Einfluss der Stimme auf das individuelle Befinden kann es durch eine Stimmerkrankung zu Beeinträchtigungen im privaten und beruflichen Umfeld kommen.

Aufgrund der unterschiedlichen Reaktionsweisen des Stimmorgans besteht kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Ätiologie und der daraus resultierenden Stimmsymptomatik. Man kann daher von der Art und dem Grad der Heiserkeit nicht auf der zugrunde liegenden Pathologie Rückschlüsse ziehen. Es gilt daher grundsätzlich, dass eine länger als drei Wochen bestehende Heiserkeit unbedingt HNO-fachärztlich abgeklärt werden muss.

02. Sprachentwicklungsverzögerung


Sprache ist das höchstentwickelte Ausdrucksmittel zwischen Menschen, die Brücke zum Nächsten. Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen sollten rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. „Viele Eltern kommen zu spät, meist kurz vor Schuleintritt oder, wenn das Kind schon Probleme in der Schule hat.“

Die Sprache entwickelt sich rasch: Mit eineinhalb Jahren spricht das Kind Einwort-Sätze, deren Bedeutung man aus der Betonung erkennt. In der Folge werden immer mehr Wörter aneinandergereiht. Während es mit eineinhalb Jahren zehn bis fünfzehn Wörter spricht, sind es mit vier Jahren an die 2000. Danach beginnt die grammatikalisch richtige Satzbildung. Die eigentliche Sprachentwicklung ist mit der Hirnreife, also mit der Pubertät, abgeschlossen.
Die Sprachentwicklung geht individuell unterschiedlich vor sich. Man sollte nicht gleich unsicher werden, wenn das gleichaltrige Nachbarkind schon einige Wörter mehr spricht. Dennoch ist es ratsam, die sprachliche Entwicklung des Kindes zu beobachten, um ihm späteres Leid zu ersparen. Versäumtes ist bei größeren Kindern oder gar Erwachsenen nur mühsam, manchmal nicht mehr nachzuholen.

Um abzuklären, welche Sprachprobleme vorhanden sind, erhebt der Arzt einen genauen HNO-ärztlichen Befund einschließlich Hörprüfung, die Logopädin eine Lautbestandsaufnahme. Dabei stellt sie fest, welche Laute, Silben bzw. Wörter richtig, welche fehlerhaft gesprochen, ausgelassen oder durch andere ersetzt werden. Wortschatz (dafür gibt es standardisierte Tests) und Sprachverständnis (das Kind soll zu einem gezeigten Bild die richtige Bezeichnung finden) und Merkfähigkeit (Nacherzählen) werden getestet. Auch die Unterscheidung ähnlich klingender Wörter wird überprüft.

Voraussetzung für normale Sprachentwicklung ist das Zusammenspiel von Gehirn, Augen, Ohren, Mund-Nase-Rachenraum, Kehlkopf und Lunge (Atmung!). Fällt nur ein Organ aus, kann das eine verzögerte Sprach- und Sprechentwicklung zur Folge haben. Bevor man also an der Intelligenz des Kindes zu zweifeln beginnt, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob das Kind organisch gesund ist, ob es z.B. schlecht hört. Schon eine gering verminderte Hörfähigkeit führt dazu, dass das Kind Sprachlaute nicht unterscheiden kann und undeutlich spricht. Gute Sehkraft ist wichtig, weil das Kind die Sprache zum Teil nachahmend lernt. Außerdem sind Gesichtsausdruck, Sprechbewegung und Haltung eine weitere Informationsquelle, die sich das Kind ebenfalls abschaut.

03. Tumor


Bösartige Tumore des Kehlkopfes nehmen ihren Ursprung meistens von der Schleimhaut des Kehlkopfes.
Je nach Lage des Tumors kann es frühzeitig oder erst sehr spät zu einer Heiserkeit und/oder Schluckbeschwerden und/oder Brennen im Hals kommen.
Hauptursache für die Entstehung eines bösartigen Kehlkopftumors ist vor allem das Rauchen.
Je früher ein Tumor erkannt wird desto besser ist die Prognose. Gerade bei relativ früh erkannten Kehlkopftumoren ist sehr oft eine Heilung auf Dauer (bis zu 96 %) möglich.

Deshalb gilt auch: Heiserkeit und/oder Schluckbeschwerden und/oder Brennen im Hals, die länger als drei Wochen anhalten, müssen abgeklärt werden.

04. Operationen


Wenn im Rahmen der klinischen Untersuchung eine chronische Entzündung, ein Polyp oder ein bösartiger Tumor entdeckt wird, so wird in Narkose eine Inspektion des Kehlkopfes (Mikrolaryngoskopie) durchgeführt.
Hierbei wird mittels einem speziellen starren Rohr und einem Mikroskop untersucht. Es können hierbei Operationen direkt am Stimmband und in dessen Umgebung durchgeführt werden.
Erweitertes Profil (entgeltlich).
Letzte Aktualisierung: 13.03.2017

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