Dr. Christoph Brand

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Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten

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Tinnitus

Bei einem Tinnitus handelt es sich um eine akustische Wahrnehmung (z.B. Brummen, Klingeln, Pfeifen, Zischen, Klopfen, Zirpen etc.), die jedoch keinen äußeren Schallquellen zugeordnet werden kann. Die akustische Wahrnehmung kann auf einer oder auf beiden Seiten wahrgenommen werden. 

Es werden prinzipiell zwei Formen des Tinnitus unterschieden: Der objektive Tinnitus und der subjektive Tinnitus.

Mögliche Ursachen eines sogenannten objektiven Tinnitus sind zum einen Gefäßverengungen (insbesondere der Halsschlagader bei Arteriosklerose), zum anderen auch Verspannungen und eventuelle Verkrampfungen der Muskulatur im Bereich der HWS (Halswirbelsäule), der Binnenmuskeln im Mittelohr oder Fehlstellungen im Kiefergelenksbereich mit daraus resultierenden Muskelverspannungen. Hier kann oft eine Infiltration in die Myogelose (Muskelverhärtung) im Bereich der HWS den Tinnitus verbessern. Zusätzlich ist unterstützend eine Physiotherapie der HWS und eventuell des Kiefergelenks angezeigt. Auch spezielle Entspannungstechniken können hilfreich sein.
Die Ursachen eines subjektiven Tinnitus sind hingegen wesentlich vielfältiger und komplexer und reichen von organischen Ursachen wie z.B. einer Innenohrschwerhörigkeit, die im Rahmen eines Hörsturzes - eventuell auch nur über einen Frequenzbereich - entsteht, Mittelohrentzündungen und auch wieder Kiefergelenksprobleme und Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule bis hin zu nicht organischen Ursachen wie z.B. starker psychischer Belastung, Stress, Depressionen und Symptome von Burn Out oder einer Kombination dieser.

Im Rahmen einer ausführlichen Anamnese mache ich mir zunächst noch vor den klinischen Untersuchungen ein möglichst exaktes Bild über die Ausprägung der wahrgenommen Geräusche, den Schweregrad des Tinnitus, mögliche Ursachen und etwaige Folgeerscheinungen (z.B. Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme, Schwindel, Überempfindlichkeit des Gehörs).

Anschließend werden eine komplette Hals-Nasen-Ohren-Untersuchung und Hörtests durchgeführt. Je nach Ausgangssituation können noch weitere Untersuchungen wie eine Tympanometrie (Untersuchung des Mittelsohres auf mögliche Funktionsstörungen) oder Untersuchungen anderer medizinischer Fachrichtungen erforderlich sein.

Die Behandlung eines Tinnitus ist stets ursachenorientiert. Weiters hängt die Behandlung davon ab, ob es sich um einen akuten oder um einen chronischen Tinnitus handelt (kürzer oder länger als drei Monate anhaltender Tinnitus).
Bei einem Tinnitus, dessen Ursachen bekannt sind, wird versucht diese gezielt zu beseitigen (z.B. Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule, Entzündungskrankheiten etc.). Weiters besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie. Zudem ist es wichtig, dass die Betroffenen lernen richtig mit den Ohrgeräuschen umzugehen - diesbezüglich können eine psychotherapeutische Therapie und Entspannungsübungen hilfreich sein.

In der Ordination berate ich Sie in Ruhe zu den zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten. Bei Fragen bin ich jederzeit gerne persönlich für Sie da.
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