Schlafstörungen
Schlaf ist die wichtigste tägliche Regenerationsphase für Körper und Psyche. Wenn er nicht funktioniert, bekommt das ganze System Schlagseite: Konzentration, Stimmung, Immunsystem, Stressresistenz – alles leidet.
Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Beschwerden, die Menschen in meine Praxis bringen – oft als Begleitsymptom von Angst, Stress, Burnout oder einer Lebenskrise, manchmal aber auch als Hauptthema.
Wie sich Schlafstörungen zeigen
Schlafprobleme haben viele Gesichter:
- Einschlafstörungen – stundenlang wachliegen, nicht abschalten können, Gedankenkarussell
- Durchschlafstörungen – mehrfaches Aufwachen, lange Wachphasen mitten in der Nacht
- Frühes Erwachen – ab 3 oder 4 Uhr wach, ohne wieder einschlafen zu können
- nicht erholsamer Schlaf – trotz ausreichender Stunden müde aufwachen
- Albträume und ausgeprägte Unruhe in der Nacht
- Angst vor der Nacht – das Bett wird zum Ort der Anspannung statt der Ruhe
Tagsüber zeigen sich Schlafstörungen oft in Erschöpfung, Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit, Antriebslosigkeit und einer geringeren Stresstoleranz.
Was Schlafstörungen aufrechterhält
Bei den meisten chronischen Schlafstörungen ist nicht nur die ursprüngliche Ursache das Problem, sondern ein Teufelskreis, der sich rund um den Schlaf entwickelt:
- Der Schlaf wird zum Druck-Thema („Ich muss jetzt einschlafen, sonst...")
- Schon der Gedanke ans Schlafen erzeugt Anspannung
- Das Bett wird mit Wachliegen und Frust verknüpft
- Schlafmittel oder Alkohol bringen kurzfristig Erleichterung, verschlechtern aber die Schlafqualität
- Tagsüber wird zum Ausgleich Koffein, „Power" oder Mittagsschlaf gebraucht – was die Nacht weiter stört
Genau hier setzt eine gute Behandlung an: nicht nur die Ursache, sondern auch das gesamte Schlafverhalten in den Blick nehmen.
Wichtig vorab: körperliche Abklärung
Hinter Schlafstörungen können auch körperliche Ursachen stehen – Schilddrüsenfunktion, Schlafapnoe, Eisenmangel, hormonelle Veränderungen, Schmerzen. Eine Abklärung beim Hausarzt oder der zuständigen Fachärzt:in ist deshalb ein wichtiger Schritt. Sind körperliche Ursachen ausgeschlossen oder allein nicht ausreichend, lohnt sich der Blick auf das Zusammenspiel von Stress, Psyche und Schlafverhalten.
Wie ich dich begleite
Ich arbeite nach dem biopsychosozialen Modell – Körper, Psyche und Lebensumstände gemeinsam betrachtet. Mein Ansatz ist pragmatisch und lösungsorientiert: zuerst Symptomlinderung, damit du wieder erholsame Nächte bekommst – dann Arbeit an den Mustern, die deinen Schlaf stören.
In der Therapie kombiniere ich:
- ärztliche Gespräche, Psychoedukation und – wenn sinnvoll – medikamentöse Unterstützung
- Methoden aus Verhaltenstherapie, ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie) und Schematherapie
- konkrete Schlafhygiene-Strategien und Verhaltensmaßnahmen
- Atem-, Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken zum „Runterfahren" am Abend
- Werkzeuge gegen das nächtliche Gedankenkarussell
- Arbeit an inneren Antreibern und Sorgenmustern, die deinen Schlaf rauben
Mein Therapieprogramm: Das Ich-Projekt
Wenn deine Schlafstörungen mit Stress, Angst oder Erschöpfung zusammenhängen, ist „Das Ich-Projekt" oft ein passender Weg – ein telemedizinisches Therapieprogramm, das Medizin und Verhaltenstherapie verbindet und seit 2021 durch Telemed Austria zertifiziert ist. In drei Phasen über mindestens 6 Monate begleite ich dich von der ersten Stabilisierung bis hin zu einem dauerhaft erholsamen Schlaf und einem gesunden Umgang mit Stress.
Wenn dich Schlafprobleme schon länger belasten – melde dich gerne. Der Einstieg ist immer ein Beratungsgespräch, in dem wir gemeinsam schauen, was zu dir passt.