Sportverletzungen und Überlastungsschäden
Als Sportmediziner kenne ich beide Seiten: die Versorgung akut Verletzter und die Betreuung von Sportlerinnen und Sportlern bis zur Rückkehr in den Sport. Ich bin Sportarzt der Polizei Sportvereinigung Wien, Verbandsarzt der Austrian Padel Union und des Österreichischen Sportkegel- und Bowlingverbandes sowie medizinischer Berater des ÖFB und verfüge über das FIFA Diploma in Football Medicine.
Nach einer akuten Verletzung hilft zunächst das PECH-Schema: Pause, Eis, Kompression und Hochlagerung. Danach folgen die klinische Untersuchung, bei Bedarf ein Röntgen zum Frakturausschluss, der Ultraschall und eine MRT, die Bänder, Menisken und Knorpel genau darstellt.
Stabile Verletzungen lassen sich häufig konservativ behandeln, etwa mit Physiotherapie und Orthese. Unterstützend kommen ACP-Eigenbluttherapie, Stoßwellen- und Magnetfeldtherapie zum Einsatz. Bei einem Kreuzbandriss, einem Meniskusriss mit Blockade, Knochenbrüchen oder einer Kniescheibenverrenkung mit Knorpelschaden ist oft eine Operation sinnvoll. Mein Ziel ist es, Ihre Gesundheit und Ihre sportliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und langfristig zu erhalten.
Tennis- und Golferellbogen
Beim Tennisellbogen sind die Sehnenansätze der Unterarmstrecker am äußeren Ellbogen gereizt, beim Golferellbogen die der Unterarmbeuger am inneren Ellbogen. Auslöser sind wiederholte Greif- und Drehbewegungen, auch bei Büroarbeit, Handwerk oder Gartenarbeit. Fachlich handelt es sich um eine degenerative Sehnenveränderung mit Mikroeinrissen und nicht nur um eine klassische Entzündung. Die Diagnose stellen wir klinisch und mit dem Ultraschall. Die Therapie ist oft mehrstufig: Schonung, Bandage, Physiotherapie mit exzentrischen Dehnübungen, Stoßwellentherapie (bei chronischen Verläufen gut belegt), Magnetfeldtherapie und ACP-Eigenbluttherapie. Cortison wird nur kurzfristig und mit Vorbehalt eingesetzt. Eine Operation kommt nur in seltenen, therapieresistenten Fällen nach mehr als 12 Monaten infrage.
Läuferknie (Iliotibiales Bandsyndrom)
Beim Läuferknie reibt der Tractus iliotibialis am äußeren Kniegelenkshöcker, typisch beim Laufsport, Radfahren und Wandern. Risikofaktoren sind eine plötzliche Steigerung des Trainingsumfangs, schwache Hüftabduktoren, eine ungünstige Lauftechnik, abgelaufene Schuhe und O-Beine. Typisch sind stechende Schmerzen an der Knieaußenseite nach einer bestimmten Laufdistanz. Die Behandlung ist in der Regel konservativ: Anpassung des Trainings, Physiotherapie mit Dehnübungen und Kräftigung der Hüftabduktoren, Stoßwellen- und Magnetfeldtherapie sowie Beratung zu Laufschuhen und gegebenenfalls Einlagen. Eine Operation ist nur in absoluten Ausnahmefällen nötig.
Patellaspitzensyndrom (Jumper's Knee)
Beim Patellaspitzensyndrom ist der Ansatz der Patellasehne an der unteren Kniescheibenspitze gereizt, typisch bei Sportarten mit vielen Sprüngen wie Volleyball, Basketball, Leichtathletik und Fußball. Der Schmerz tritt belastungsabhängig an der Kniescheibenspitze auf, zunächst nach dem Sport, später auch währenddessen und in Ruhe. Die Diagnose stellen wir durch den gezielten Druckschmerz und den Ultraschall. Im Vordergrund steht die konservative Behandlung: exzentrisches Krafttraining, das am besten belegt ist, Stoßwellentherapie, Magnetfeldtherapie, ACP-Eigenbluttherapie und eine Anpassung des Trainings. Eine Operation (arthroskopisches Débridement) kommt nur nach längerem Versagen der konservativen Therapie infrage.
Ich berate Sie gerne!