Elektrokardiogramm (EKG)

Elektrokardiogramm (EKG) - OÄ Dr. med. univ. Marion Ljuba - Kardiologin Klagenfurt 9020
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Mit einem Elektrokardiogramm (EKG), einem der wichtigsten Untersuchungsmethoden in der Kardiologie, können Herzströme gemessen werden. Diese entsprechen der Kontraktion des Herzens, der eine elektrische Erregung vorausgeht, die sich dann auf alle Herzmuskelzellen ausbreitet. Die elektrischen Spannungsänderungen lassen sich mittels auf der Körperoberfläche aufgebrachten Elektroden messen und aufzeichnen, wodurch sich ein typisches Bild ergibt. Anhand der Kurven können die Herzfrequenz und der Herzrhythmus analysiert werden. Das Kardiogramm gibt auch Hinweise auf bestimmte Herzerkrankungen wie etwa Vorhofflimmern, Arteriosklerose oder Angina pectoris.

 

· Ruhe-EKG

Das klassische EKG wird im Liegen durchgeführt und dauert nur einige Minuten. Es zeigt, ob das Herz richtig schlägt und ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Die Untersuchung selbst birgt keine Risiken und ist für Patienten vollkommen schmerzlos. Daher wird sie auch routinemäßig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder Gesundheits-Checks herangezogen.

 

· Belastungs-EKG

Um Blutdruck und Herzfrequenz bei maximaler Belastung zu bestimmen, wird ein Belastungs-EKG (Ergometrie) durchgeführt. Dadurch lassen sich bestimmte Erkrankungen des Herzens, wie beispielsweise belastungsinduzierte Herzrhythmusstörungen feststellen, die bei einem normalen EKG nicht aufscheinen. 
Der Patient trainiert dabei unter kontrollierten Bedingungen auf einem Fahrradergometer, wobei die Belastung kontinuierliche gesteigert wird, was nicht schmerzhaft ist, mitunter aber als anstrengend empfunden werden kann. Diese wird aber individuell auf den Patienten abgestimmt, wodurch sich die Methode auch dazu eignet, um die Belastbarkeit von Patienten nach einer Herzoperation oder einem Herzinfarkt zu messen.

Die erbrachte Leistung wird in Watt angegeben und stellt eine wichtige Kenngröße dar, da sie eine gute Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Schwere einer Herzerkrankung erlaubt. Die Dauer der Untersuchung beträgt ungefähr 20 Minuten, wobei auch eine Nachbeobachtung erfolgt, um zu dokumentieren, wie sich Puls und Blutdruck nach einer körperlichen Belastung normalisieren.

 

· Langzeit-EKG (24h, 72h, eine Woche)

Das Langzeit EKG gibt Aufschlüsse über Herzrhythmusstörungen, die nur manchmal auftreten und dient der Therapiekontrolle bei einer Herzkrankheit. Die Aufzeichnung dauert 24 Stunden, 72 Stunden oder kann auch über eine ganze Woche gehen. Sie erfolgt über ein mobiles Gerät, das Patienten kaum in Ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt.

 

· Herzratenvariabilitäts-EKG (Stressanalyse)

Die Herzratenvariabilität wird zur Messung des Stresslevels verwendet und gibt weitere Auskünfte zur Steuerung des Herzens, die auch über das vegetative Nervensystem beeinflusst wird. Funktioniert diese Feinsteuerung schlecht, hat dies Auswirkungen auf den Organismus. Dieser lässt sich glücklicherweise jedoch auch von außen „trainieren“ wodurch sich Wohlbefinden und körperliche Leistung entsprechend steigern lassen.

 

· EKG-Event-Recording

Der Event-Recorder ist ein kleines und handliches Gerät mit dem gelegentlich auftretende Herzrhythmusstörungen aufgezeichnet werden können. Im Gegensatz zu einem Langzeit-EKG wird die Aufzeichnung hier nicht vom Arzt, sondern vom Patienten veranlasst, sobald dieser Schmerzen oder Beschwerden verspürt.

Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten ohne Gewähr.