Allgemeine Urologie & Vorsorge
In den Bereich der allgemeinen Urologie fällt eine Vielzahl von Beschwerdebildern. Einige davon habe ich im Folgenden zusammengefasst. Gerne stehe ich Ihnen zu diesen Themen zur Verfügung, um Sie bezüglich möglicher Therapien zu beraten!
Prostatavergrößerung:
Mit zunehmendem Alter kommt es bei Männern häufig zu einer gutartigen Prostatavergrößerung. Der Fachausdruck lautet benigne Prostatahyperplasie (BPH). Typische Symptome sind nächtlicher Harndrang, ein schwacher Harnstrahl oder „Nachtröpfeln“, da die vergrößerte Prostata die Harnröhre einengt. Bei leichten Beschwerden können pflanzliche Mittel eingesetzt werden, bei stärkeren Problemen wird medikamentös behandelt. Zudem sind auch operative Eingriffe möglich.
Blasenentleerungsstörungen:
Hierunter werden Probleme beim Wasserlassen zusammengefasst. Typische Symptome sind beispielsweise ein schwacher Harnstrahl, das Gefühl einer vollen Blase auch noch nach dem Toilettengang sowie tröpfelnder Urinverlust. Gemeinsam gehen wir der Ursache auf den Grund und besprechen mögliche Therapieoptionen.
Harninkontinenz:
Hierunter versteht man den unfreiwilligen Verlust von Urin (Harninkontinenz). Manchmal wird dies auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet. Sowohl Frauen als auch Männer können betroffenen sein. Die Ursachen sind vielfältig, darunter u.a. eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur (z.B. nach Geburten) oder Prostataveränderungen. Je nach Ursache besprechen wir die möglichen Behandlungsoptionen.
Überaktive Blase:
Bei einer überaktiven Blase (Reizblase) tritt wiederholt plötzlicher, intensiver Harndrang auf. Je nach Ursachen wird behandelt. Gerne bespreche ich die Therapiemöglichkeiten mit Ihnen.
Abklärung wiederkehrender Harnwegsinfekte:
Gerade Frauen leiden öfters unter wiederholt auftretenden Blasenentzündungen. Eine Behandlung ist wichtig, da die auslösenden Bakterien in Richtung Nieren wandern und dort eine Nierenbeckenentzündung verursachen können. Ist der Harnwegsinfekt stark ausgeprägt, kann die Gabe eines Antibiotikums erforderlich sein, um die Ausbreitung Richtung Nieren zu verhindern. Bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten ist es wichtig, die Ursache herauszufinden. Wurde diese ermittelt, kann eine entsprechende Therapie eingeleitet werden, um zukünftige Infektionen zu verhindern.
Nierensteine:
Nierensteine sind kristalline Ablagerungen aus Mineralien und Salzen im Urin, die sich im Nierenbecken bilden. Von dort können diese in die Harnwege wandern. Symptome treten oftmals erst auf, wenn die Nierensteine die Harnleiter blockieren. Ist dies der Fall, kann es zu Blut im Urin und starken Schmerzen (Nierenkoliken) kommen. Für die Behandlung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. In manchen Fällen können die Steine von außen mittels Ultraschalls zertrümmert werden (Stoßwellentherapie), in anderen ist eine Operation erforderlich. Ich berate Sie diesbezüglich gerne!
Blasensteine:
Bilden sich in der Harnblase kleine kristalline Ablagerungen von Mineralien, spricht man von Blasensteinen oder auch Harnsteinen. Typische Anzeichen sind Schmerzen beim Wasserlassen bzw. Schmerzen im Unterbauch sowie Blut im Urin. Zur Auflösung mancher Blasensteine können Medikamente eingesetzt werden. Bei größeren Steinen sind minimal-invasive operative Einsätze erforderlich.
Harnleiterschienen-Entfernung:
Eine Harnleiterschiene ist ein dünner Kunststoffschlauch, der den Urinfluss von der Niere zur Blase sichert. Sie kommt bei Harnleiterverengungen oder Nierensteinen zum Einsatz, um einen Urinstau und Nierenschäden zu verhindern. In meiner Praxis führe ich Harnleiterschienen-Entfernungen durch: Dieser unkomplizierte, ambulante Eingriff dauert meist nur wenige Minuten und wird unter lokaler Betäubung oder kurzer Sedierung durchgeführt.
Katheterwechsel:
Auch Katheterwechsel werden in meiner Ordination ambulant durchgeführt.
Blasenspiegelung:
Diese urologische Untersuchung kommt als Diagnoseverfahren zum Einsatz, beispielsweise bei Verdacht auf Blasensteine oder bei Harnröhrenverengungen. Bei einer Blasenspiegelung wird ein dünnes Endoskop in örtlicher Betäubung mittels sterilen Gleitgels über die Harnröhre in die Harnblase eingeführt. Die Untersuchung dauert zumeist nur wenige Minuten.
Urologischer Ultraschall
Die urologische Sonographie (Fachausdruck für Ultraschall) ist ein rasches, schmerz- und strahlungsfreies Standardverfahren zur genaueren Untersuchung des Harntrakts. Eingesetzt wird die urologische Ultraschalluntersuchung beispielsweise zur Beurteilung der Nieren, der ableitenden Harnwegen, der Harnblase, der Prostata und der Hoden sowie gegebenenfalls des Penis. So dient dieses Verfahren u.a. der Diagnose von Nierensteinen, Zysten und Tumoren.
Urologisches Routinelabor:
Die Analyse von Urinproben kann ebenfalls bei mir in der Praxis durchgeführt werden. Diese kann wichtige Erkenntnisse für verschiedene Diagnosen liefern.
Urologische Vorsorge:
Die urologische Vorsorge kommt zur Früherkennung von Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs zum Einsatz. Sie wird Männern ab dem 45. Lebensjahr (bei familiärer Vorbelastung ab 40 Jahre) einmal im Jahr empfohlen. Bestandteile dieser Vorsorgeuntersuchung sind ein Anamnesegespräch, eine Blutabnahme zur Bestimmung des PSA-Wertes, eine Urinanalyse sowie eine Ultraschalluntersuchung der Nieren, Blase, Prostata und Hoden.