Paranoide Zustände, schizoaffektive Störung

Paranoide Zustände, schizoaffektive Störung bei Dr. med. univ. Elisabeth Birgmayr-Lechner
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Paranoide Zustände können sich durch ausgeprägtes Misstrauen und die feste Überzeugung zeigen, beobachtet, verfolgt oder bedroht zu werden, ohne dass sich dafür für andere nachvollziehbare Hinweise finden. Der Betroffene selber kann beim Entstehen der Erkrankung oder in den psychotischen Phasen seine Beeinträchtigung nicht erkennen. Er erlebt eine andere Realität. Handlungen der anderen oder Gegenstände bekommen eine besondere Bedeutung. Begleitend können starke Anspannungen, bizarre Handlungen und sozialer Rückzug auftreten.

Das Gefühl „alles bezieht sich auf mich und hat mit mir zu tun“ entsteht. Es können neu erfundene Worte auftreten, Gedankenabreißen, Sperrungen bis hin zu einem Wortsalat den niemand versteht.

Bei schizoaffektiven Störungen sind einerseits Antriebsminderung, bedrückte Stimmung und wahnhafte negative Gedanken mit dabei oder andererseits übertriebe positive Stimmung, beschleunigter Antrieb und Größenideen, aber auch der Neigung zu Zorn kann vorhanden sein. Manchmal kann die Stimmung plötzlich umschwenken und Suizidgedanken oder präsuizidale Gedanken können auftreten.

Solche Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben, psychische und auch körperliche sowie den Einfluss bestimmter Substanzen. Eine zeitnahe psychiatrische und gegebenenfalls körperliche Abklärung ist wichtig. Je nach Ursache umfasst die Behandlung Medikamente, insbesondere Antipsychotika, sowie unterstützende psychotherapeutische und psychosoziale Maßnahmen. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

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