Handchirurgie

Handchirurgie - Dr. Matthias Kolloros - Plastischer Chirurg Judenburg 8750
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Handchirurgie - Dr. Matthias Kolloros - Plastischer Chirurg Judenburg 8750
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Da in der Hand und in den Fingern zahlreiche Strukturen wie Nerven und Fasern sehr dicht nebeneinander liegen, erfordert jeder handchirurgische Eingriff ein besonders hohes Maß an Präzision und Fingerspitzengefühl.

Am Ästhetik-Zentrum werden jedes Jahr mehr als 300 Eingriffe an der Hand durchgeführt. Unser Behandlungsspektrum im Bereich der Handchirurgie umfasst:

  • Karpaltunnelsyndrom:

Das Karpaltunnelsyndrom bezeichnet ein Engpasssyndrom des Nervus medianus (Nervenengpasssyndrom). Engpass deswegen, weil das Syndrom und damit verbundene Beschwerden durch eine Einengung des Nervus medianus und damit verbunden durch erhöhten Druck, welcher auf diesen ausgeübt wird verursacht werden.

 

Der Nervus medianus ist ein Nerv des Arms (mittlerer Armnerv), der verschiedene Bereiche der Hand versorgt. Er verläuft durch den Karpaltunnel. Der Karpaltunnel ist eine anatomische Passage im Bereich vom Handgelenk und eine Art Durchgang für Nerven und Sehnen, die vom Unterarm zur Hand ziehen. Wenn sich der Tunnel verengt, ist der Nervus medianus erhöhtem Druck ausgesetzt und wird gereizt (Druckschädigung des Mittelnervs). Mögliche Ursachen und Faktoren, welche die Entstehung eines Karpaltunnelsyndroms begünstigen sind u. a. eine angeborene anatomische Enge, Überanstrengung und vermehrte Belastungen/Überbelastungen des Handgelenks, bestimmte Erkrankungen (Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Stoffwechselerkrankungen) und Verletzungen im Bereich des Handgelenks.

 

Das Beschwerdebild kann individuell verschieden sein und hängt u. a. mit dem Schweregrad zusammen bzw. damit, wie lange der Nerv bereits eingeklemmt ist. Je länger der Nerv eingeengt wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zu ausgeprägten und dauerhaften Schädigungen kommt. Typische Symptome bei einem Karpaltunnelsyndrom sind (abhängig vom Schweregrad) Missempfindungen und Gefühlsstörungen (Taubheitsgefühl, Kribbeln) im Bereich der Handinnenfläche, des Daumens, des Zeige- und Mittelfingers und im Bereich der Innenseite des Ringfingers, Schmerzen, verschlechterter Tast- und Empfindungssinn, Sensibilitätsverlust, Muskelschwund im Daumenbereich und folglich Funktionseinschränkungen des Daumens u. a. Im fortgeschrittenen Stadium fällt es Betroffenen schwer, bestimmte feinmotorische Fertigkeiten und an sich einfache Handbewegungen und Aufgaben auszuführen (z. B. Aufheben kleiner Gegenstände, Zuknöpfen, Umgreifen einer Flasche, Nähen). Wichtig ist es, die Abklärung der Symptome nicht zu lange aufzuschieben, um eine irreversible Schädigung des Nervens zu verhindern.

 

Therapie

Zunächst kann ein konservativer Therapieversuch (nächtliche Ruhigstellung der Hand mit einer Schiene, medikamentöse Therapie, physiotherapeutische Maßnahmen) unternommen werden. Bei stärker ausgeprägten Beschwerden, neurologischen Symptomen bzw. wenn sich die Symptome binnen eines bestimmten Zeitraums nach Beginn der konservativen Behandlung nicht bessern, kann eine operative Behandlung sinnvoll bzw. notwendig sein. Im Rahmen der Operation wird das Karpalband unter Schonung umgebender Nerven und Blutgefäße gespalten und den Nerven einengendes Gewebe wird entfernt. Durch die Operation wird die Einengung des Nervs beseitigt und der Nerv wird mechanisch entlastet. Die Operation kann offen oder endoskopisch erfolgen. Bei rechtzeitiger Behandlung ist es möglich, dass die Funktionsfähigkeit der Hand vollständig wiedererlangt werden kann.

 

Die Behandlungsmöglichkeiten, die Operation und wichtige damit zusammenhängende Punkte (Ablauf, allgemeine Risiken etc.) und Maßnahmen, welche den Heilungsprozess nach dem Eingriff fördern werden im persönlichen Gespräch im Detail erläutert. 

 

  • Rhizarthrose:

Eine Rhizarthrose kann konservativ mittels schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten, Daumenschiene und intraartikulären Injektionen behandelt werden. Wenn sich die Beschwerden nicht bessern, wird operativ eine Resektionsarthroplastik oder eine Resektionssuspensionsarthroplastik durchgeführt. Mit beiden Operationsverfahren können in bis zu 95 Prozent der Fälle sehr gute Ergebnisse erzielt werden.
 

  • Ringbandstenose (schnellender Finger):

Eine Ringbandstenose kann konservativ mittels entzündungshemmenden Medikamenten und lokalen Injektionen behandelt werden. Bei einer operativen Behandlung wird das Ringband durchtrennt und das entzündete Gewebe gegebenfalls entfernt. Nähte werden nach etwa zehn Tagen gezogen.
 

  • Sehnenscheidenentzündung:

Eine Sehnenscheidenentzündung wird anfangs konservativ mittels antientzündlichen Medikamenten, Salben und Bandagen behandelt. Bei Nichtbesserung der Symptome wird das Sehnenfach operativ gespalten.
 

  • Morbus Dubuytren:

Ab einem Streckdefizit des Fingers von 30 Grad wird das erkrankte Gewebe operativ entfernt. Alternative Behandlungsmöglichkeiten sind eine Nadelfasziotomie und die Injektion einer Kollagenase.
 

  • Ganglion (Überbein):

Ein Ganglion am Handgelenk oder am Finger wird üblicherweise erst bei auftretenden Schmerzen entfernt. Die Operation erfolgt über einen kleinen Hautschnitt, durch welchen das Ganglion zumeist unkompliziert entfernt werden kann.
 

Alle Eingriffe an der Hand oder an den Fingern werden ambulant durchgeführt, sodass Sie die Klinik noch am Tag der Operation wieder verlassen können.

Kosten für Operationen im Bereich der Handchirurgie werden von der Krankenkassa gedeckt. Mit Ihrer Krankenkassa rechnen wir direkt ab.

 

Bei Fragen bin ich in der Ordination gerne für Sie da.

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