Handchirurgie

Handchirurgie - Dr. med. univ. Clemens Carl Wissiak - Orthopäde Deutschlandsberg 8530
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Die Handchirurgie zählt zu den anspruchsvollsten Fachdisziplinen im Bereich der orthopädischen Chirurgie.

 

  • Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom stellt das häufigste Nervenkompressionssyndrom dar. Es wird in der Regel durch eine Einengung des Nervus medianus (Mittelhandnerv) auf Höhe des Handgelenks ausgelöst.
Zu den typischen Beschwerden eines Karpaltunnelsyndroms zählen Gefühlsstörungen (u.a. Kribbeln, Taubheitsgefühl, Einschlafen der Hand) und Schmerzen vor allem in Daumen, Zeige- und Mittelfinger, die bis in den ganzen Arm ausstrahlen können. Im fortgeschrittenen Stadium kann es auch zu einem Muskelschwund im Bereich des Daumenballens und einer damit verbundenen Kraftlosigkeit kommen.
Anfänglich können die Beschwerden mittels Ruhigstellung des Handgelenks durch spezielle Nachtlagerungsschienen oder Stützverbände verbessert werden. Zudem helfen lokale Infiltrationen und medikamentöse Therapien.
Führen konservative Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg, ist eine operative Behandlung indiziert.

 

  • Schnellender Finger

Beim schnellenden Finger liegt eine Verdickung der Beugesehnen vor, die nicht mehr ungehindert durch die Ringbänder hindurchgleiten können. Das Strecken des betroffenen Fingers ist nur mit großem Kraftaufwand, verbunden mit einem schnappenden Geräusch, möglich.

 

Helfen konservative Therapien nicht aus, kann das Ringband mithilfe eines chirurgischen Eingriffes durchtrennt werden.

 

  • Dupuytrensche Kontraktur

Bei der Dupuytrenschen Kontraktur krümmen sich die Finger einer Hand immer mehr in Richtung Handinnenfläche. Die Ursache dafür ist eine Veränderung des Bindegewebes der Hand, das seine fasrige Struktur verliert. In Folge verhärten sich die Fingersehnen zu Strängen. Zudem kommt es zu einer Knötchenbildung. Ab einer gewissen Beugeeinschränkung der Finger ist eine Operation meist unumgänglich.

 

  • Sulcus nervi ulnaris Syndrom

Beim Sulcus nervi ulnaris Syndrom ist der Nervus ulnaris im Bereich des Ellenbogengelenks komprimiert, also eingeengt. Typische Symptome sind ein Taubheitsgefühl in Klein- und Ringfinger sowie eine allgemeine Kraftminderung in der Hand. Eine konservative Therapie ist nur bei einer leichten Form des Kubitaltunnelsyndroms möglich. 

 

  • Ganglion

Bei einem Ganglion handelt es sich um ein gutartiges Geschwulst, das im Bereich von Sehnenscheiden, Gelenkkapseln oder in Knochen auftreten kann. Die Ursache eines Ganglions stellen chronische Reizzustände und Überbeanspruchungen der entsprechenden Strukturen dar. Ein Ganglion kann sowohl konservativ als auch chirurgisch behandelt werden.
 

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