Schulterluxation

Schulterluxation - Prof. Dr. Klaus Schatz - Orthopäde Wien 1010
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Das Schultergelenk ist das beweglichste Kugelgelenk des Körpers. Dieses hohe Maß an Beweglichkeit im Bereich der Schulter hat den Nachteil, dass im Vergleich zu anderen Gelenken ein höheres Risiko für eine Verrenkung ("Auskugeln", Luxation) besteht. Bei einer Schulterluxation "springt" der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne. In Folge einer Schulterluxation kommt es zumeist zu weiteren Verletzungen, darunter u. a. Einrisse an der Gelenkkapsel, das teilweise oder vollständige Abreissen der Gelenklippe (Labrum glenoidale; Bankart-Läsion), Knorpel-, Knochen- und Nervenverletzungen.

 

Mitunter können ein heftiges Verreißen oder ein Sturz zur Verrenkung vom Schultergelenk führen, was in vielen ein chronisch instabiles Gelenk zur Folge hat - nach einer ersten Schulterluxation ist das Risiko für eine erneute Luxation erhöht, was eine arthroskopisch durchgeführte Stabilisierungsoperation, im Rahmen welcher die verletzten Strukturen gezielt rekonstruiert werden, notwendig machen kann.

 

Von der unfallbedingten Schulterluxation unterschieden wird die anlagebedingte Schulterinstabilität/habituelle Schulterluxation, die zunächst konservativ therapiert wird. Bleibt die Schulter trotz Ausschöpfen der konservativen Behandlungsmaßnahmen nicht stabil, kann auch hier eine Operation sinnvoll/notwendig sein.

 

  • Behandlung der unfallbedingten Schulterluxation (Schulterarthroskopie)

Durch eine Schulterluxation werden häufig wichtige Stabilisatoren der Schulter verletzt, was in vielen Fällen zu einer chronischen Instabilität führt - die Schulter kann dann auch bei Alltagsbewegungen immer wieder auskugeln. Eine Operation ermöglicht es, die Stabilität der Schulter langfristig wiederherzustellen. Im Rahmen der Operation wird die abgerissene Gelenklippe fixiert (Refixation des Labrum glenoidale), gleichzeitig kann die überdehnte Gelenkkapsel gestrafft werden. Auch knöcherne Schäden (Schäden an der knöchernen Gelenkpfanne, Bankart Läsion; Schäden am Oberarmkopf, Hill-Sachs-Delle) lassen sich im Rahmen des Eingriffs behandeln (Operation nach Latarjet).

 

Die Behandlungsstrategie orientiert sich an der individuellen Beschwerdesymptomatik, am Ausmaß der Verletzung, am Vorliegen von möglichen Begleitverletzungen und an anderen individuellen Faktoren. Der Behandlungsplanung gehen eine umfassende Abklärung und gründlich erarbeitete Diagnose sowie eine ausführliche Beratung voraus, im Rahmen welcher ich Sie genau über das Ausmaß der Verletzung und in Frage kommende Therapien informiere - als Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass Sie als Patient immer eine klare Vorstellung in Hinblick auf die Diagnose und mögliche Behandlungen haben und beim Verlassen der Praxis keine Fragen offen sind.

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