Minimal-invasive Therapieoptionen bei Schilddrüsenknoten

Minimal-invasive Therapieoptionen bei Schilddrüsenknoten
Bei geeigneten, gutartigen Schilddrüsenknoten können neben Verlaufskontrolle oder Operation auch organerhaltende, minimal-invasive Verfahren in Betracht kommen. Ziel ist es, Beschwerden, Druckgefühl, kosmetische Beeinträchtigung oder knotenspezifische Beschwerden individuell zu beurteilen und die passende Therapieoption zu besprechen.

Zu den möglichen Verfahren gehören insbesondere:

  • Radiofrequenzablation — RFA (Angebot in Salzburg)
  • Ethanolinstillation — PEI (Angebot in Salzburg). Vor allem bei überwiegend zystischen Schilddrüsenknoten eine etablierte Option, bei der Alkohol gezielt in die Zyste eingebracht wird.
  • Ultraschallgesteuerte thermische Behandlung gutartiger Schilddrüsenknoten mittels Radiofrequenzenergie.
  • Mikrowellenablation — MWA
  • Thermisches Verfahren, bei dem knotiges Gewebe durch Mikrowellenenergie gezielt behandelt wird.
  • Laserablation — LA / LITT
  • Minimal-invasive Behandlung durch laserinduzierte Wärmeenergie unter Bildkontrolle.
  • Hochintensiver fokussierter Ultraschall — HIFU

Vor jeder Therapieentscheidung stehen eine sorgfältige fachärztliche Klärung, hochauflösende Sonographie, Laborbewertung, Risikoeinschätzung und – falls erforderlich – zytologische Sicherung. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Knotengröße, Struktur, Lage, Beschwerden, Risikoprofil und persönlicher Situation.

Die European Thyroid Association empfiehlt bildgesteuerte Ablationsverfahren nur bei benignen Knoten mit Symptomen oder kosmetischer Beeinträchtigung; Laser- und Radiofrequenzablation sind laut Leitlinie die am besten untersuchten thermischen Verfahren, während Mikrowelle und HIFU weiterhin zurückhaltender bewertet werden.
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