Schilddrüsenkrebs

Schilddrüsenkrebs - Dr. Siegfried Bachmayr - Nuklearmediziner 1130 Wien
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Bei Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom) handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der von den Zellen der Schilddrüse ausgeht. Im Vergleich zu anderen Arten von Krebs tritt Schilddrüsenkrebs verhältnismäßig selten auf. Abhängig davon aus welchen Zellen sich das Karzinom entwickelt, werden bei Schilddrüsenkrebs verschiedene Formen unterschieden (papilläres Schilddrüsenkarzinom, follikuläres Schilddrüsenkarzinom, medulläres Schilddrüsenkarzinom, anaplastisches Karzinom und andere).

Zu Beginn verursacht Schilddrüsenkrebs kaum Symptome; erstes Anzeichen für einen Tumor kann eine tastbare knotige Vergrößerung der Schilddrüse sein, mit zunehmender Größe des Tumors kann es zu Symptomen wie einem Druckgefühl im Bereich vom Hals, Schluckstörungen, Heiserkeit, vergrößerten Lymphknoten im Bereich vom Hals, Hustenreiz und anderen Beschwerden kommen. All diese Beschwerden können auch auf eine ganz andere Ursache zurückzuführen sein. Um jedoch auszuschließen, dass es sich um Krebs handelt bzw. diesen möglichst frühzeitig erkennen zu können, sollten Patienten diese und andere Beschwerden rechtzeitig abklären lassen - insbesondere im Fall von Schilddrüsenkrebs sind eine frühe Diagnose und Therapie entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf.

Diagnose

Im Rahmen der Abklärung werden mehrere Untersuchungen durchgeführt. Zu Beginn erfolgen eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung, bei welcher der Hals nach verdächtigen Knoten abgetastet wird. Um Aufschluss über die Funktion der Schilddrüse zu erhalten, wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, bei welcher u.a. die Schilddrüsenhormone T3 und T4, der TSH-Wert und andere wichtige Parameter bestimmt werden.

Mithilfe der Ultraschalluntersuchung können unter anderem die Größe und die Struktur der Schilddrüse gut untersucht werden, zudem lassen sich mithilfe der Ultraschalluntersuchung auch kleinere Knoten erkennen, wobei eine Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Knoten nicht möglich ist, weswegen weiterführende Untersuchungen wie eine Feinnadelpunktion und/oder eine Szintigraphie notwendig sind. Bei einer Feinnadelpunktion werden Zellen mithilfe einer sehr feinen Nadel entnommen und unter dem Mikroskop untersucht, um einen gutartigen von einem möglicherweise bösartigen Knoten unterscheiden zu können.

Welche Untersuchungen im Einzelfall erforderlich sind, wird vorab ausführlich besprochen.

Die Therapie hängt u.a. von der Art des Tumors und seiner Ausbreitung ab; bei Möglichkeit wird der Tumor operativ entfernt, um sicherzustellen, dass keine Schilddrüsenzellen zurückbleiben wird anschließend eine Radiojodtherapie durchgeführt. Nach der Operation und der Radiojodtherapie ist eine medikamentöse Therapie mit Schilddrüsenhormonen notwendig, um die Schilddrüsenunterfunktion, zu der es durch die operative Entfernung der Schilddrüse kommt, zu behandeln. Der Behandlungserfolg wird im Rahmen regelmäßiger Untersuchungen in der Ordination kontrolliert. Bei einer frühen Diagnose und Therapie ist die Prognose von Patienten mit Schilddrüsenkrebs in vielen Fällen sehr gut.

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