Fachärztliche Psychiatrie & Psychopharmakologie
Dieser Bereich umfasst die medizinische Diagnostik, medikamentöse Therapie und spezialisierte psychiatrische Betreuung:
Affektive Störungen: Diagnostik und individuelle Betreuung bei Depressionen, Manie, Bipolarer Störung, Dysthymie und saisonaler Depression. Die Behandlungsansätze umfassen psychotherapeutische Verfahren, Lichttherapie, Entspannungsverfahren und Pharmakotherapie.
Angsterkrankungen & Phobien: Frühzeitige Diagnose und Behandlung bei Panikstörungen, Generalisierter Angststörung, Sozialphobie sowie spezifischen Phobien (Flugangst, Nadelphobie, Platzangst, Klaustrophobie), um das Entstehen einer „Angst vor der Angst“ und den sozialen Rückzug zu verhindern.
Zwangsstörungen & Tics: Verhaltenstherapeutische und medikamentöse Behandlung von Zwangshandlungen (z. B. Waschzwang, Kontrollzwang) und Zwangsgedanken (bezüglich Aggression, Schmutz, Verseuchung, sexuellen Inhalten oder Religion).
Schlafstörungen: Ursachenabklärung bei Ein- und Durchschlafstörungen (ab 3–4 Wochen Dauer) unter Einbezug von Schlafgewohnheiten und Lebensumständen. Einsatz von Maßnahmen zur Schlafhygiene, kognitiver Verhaltenstherapie und gezielter Medikation.
ADHS im Erwachsenen- und Kindesalter: Detaillierte Abklärung bei Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, körperlicher Hyperaktivität, Organisationsschwierigkeiten, gesteigerter Unfalltendenz und spezifischem Sozialverhalten inklusive Alltagsstrukturierung und medikamentöser Option.
Sorgfältige Psychopharmakologie: Ärztlich kontrollierter Einsatz moderner Psychopharmaka unter regelmäßiger Abwägung des persönlichen Nutzens gegenüber Neben- und Wechselwirkungen. Ängste vor Medikamenten werden ernst genommen und Medikation als Teil eines Gesamtkonzepts eingesetzt.
Alterspsychiatrie / Gerontopsychiatrie: Abklärung psychischer Störungen im höheren Lebensalter mit Schwerpunkt Demenz. Gezielte Berücksichtigung der engen Wechselwirkung zwischen körperlichen und psychischen Leiden (betrifft über 30 % der über 65-Jährigen) für ein würdevolles Altern und gesellschaftliche Teilhabe.
Betreuung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung: Spezialisierte Betreuung (basierend auf der Erfahrung als ehemalige ärztliche Stationsleitung am KH Hietzing) bei genetischen Erkrankungen (Trisomie 21) oder organischen Schäden (Geburtstraumata). Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Neurologie und Psychologie, Einbindung des Umfelds sowie Hausbesuche für nicht mobile Patienten.